GKV-Spitzenverband: Geld oder Gesundheit – die empörende Kampagne von Verbänden der HNO-Ärzte

HNO-Ärzteverbände haben Ärztinnen und Ärzte aufgefordert, „wichtige Operationen bei Kindern“ nicht mehr durchzuführen, bis es „eine deutliche Anhebung der Bezahlung gebe“.

Dazu heißt es in der Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbandes:

Es ist empörend, wie schamlos einige HNO-Ärzteverbände versuchen, immer mehr Geld aus den Taschen der Beitragszahlenden der gesetzlichen Krankenversicherung herauszuholen und nicht einmal vor Drohungen gegen die Gesundheit von Kindern haltmachen.

Über alle Leistungen betrachtet wird sich die GKV-Vergütung für operierende HNO-Ärztinnen und Ärzte durch die Neukalkulation nach unserer Einschätzung insgesamt verbessern. Laut Statistischem Bundesamt lag der Reinertrag vor Steuern und Abgaben eines operierenden HNO-Arztes bereits im Jahr 2019 (neuere Zahlen liegen leider nicht vor) bei 204.563 Euro.

Wer wegen vier Euro mehr oder weniger Honorar für eine Operation offen dazu auffordert, kranke Kinder nicht zu behandeln, stellt offenkundig Geld über Gesundheit.

Die Politik ist gefordert, diesem maßlosen und unethischen Handeln dieser Verbände Einhalt zu gebieten. Gleichzeitig ist es die gesetzliche Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigungen, die ambulante ärztliche Versorgung sicherzustellen. Dazu gehört es auch, gegen Verletzungen des Sicherstellungsauftrages einzuschreiten.

Quelle: GKV-Spitzenverband , Auszug Pressemitteilung vom 17.01.2023

 

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