Land Berlin setzt neue Regeln zu Quarantäne und Isolation um

Die von der Ministerpräsident:innenkonferenz (MPK) am 7. Januar 2022 beschlossene Neuregelung zur Isolation von an Covid-19 Erkrankten und Quarantäne von Kontaktpersonen wurde durch Bundestag und Bundesrat bestätigt. Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat sich mit den Gesundheitsämtern der Berliner Bezirke abgestimmt und darauf verständigt, dass der Beschluss der MPK zu Quarantäne und Isolation ab sofort berlinweit gilt.

Für die Quarantäne von Kontaktpersonen und die Isolation von an Covid-19 Erkrankten im Land Berlin gelten damit die folgenden grundsätzlichen Regeln:

  • Die Quarantäne entfällt für alle geboosterten Kontaktpersonen, also Personen mit einem vollständigen Impfschutz und Auffrischungsimpfung. Die Quarantäne entfällt auch für frisch Geimpfte und Genesene, wenn die Erkrankung oder die Impfung weniger als drei Monate zurückliegt.
  • Für alle anderen enden Quarantäne und Isolation nach zehn Tagen ohne Test. Wer die Quarantäne oder die Isolation früher beenden will, kann dies bereits nach sieben Tagen mit einem zertifizierten Antigen-Schnelltest oder PCR-Test tun.
  • Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in den Angeboten der Kinderbetreuung kann die Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen durch einen Antigenschnelltest oder PCR-Test beendet werden. Die Isolation nach einer Erkrankung kann nach sieben Tagen durch einen zertifizierten Antigen-Schnelltest oder PCR-Test beendet werden.
  • Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflege- und ähnlichen Einrichtungen können die Isolation nach sieben Tagen mit einem PCR-Test beenden, wenn sie zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei sind. Die Quarantäne können sie als Kontaktpersonen nach sieben Tagen mit einem zertifizierten Antigen-Schnelltest oder PCR-Test beenden.

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung wird die Berliner Regelungen zur Quarantäne von Kontaktpersonen und Isolation von Erkrankten in der Vierten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zum nächstmöglichen Zeitpunkt ergänzend anpassen.

Beschluss der MPK vom 7. Januar 2022 sowie die getroffenen Vereinbarungen zu den Corona-Regeln:

Quelle: Senatsverwaltung WGPG, Pressemitteilung vom 14.01.2021

2 Kommentare

  • Anonymous

    Warum die FFP2-Maske jetzt besonders gut sitzen sollte: 

    https://www.zeit.de/gesundheit/2022-01/omikron-coronavirus-ffp2-maske-schutz

    • Anonymous

      Lieber Alex, ich hab Dich an der Handschrift erkannt!

      Dem Text, für die interessierte Öffentlichkeit geschrieben, kann ich weitgehend zustimmen.

      Die relativierende Wirkung von FFP3/ FFP2 stimmt für unseren Beruf allerdings so nicht. Mit diesen ganzen Normen, wie EN 149; ist es allerdings wirklich sehr kompliziert. Stark vereinfacht: Das Fliess wird, bei guten FFP2/3, fast immer 99% der Aerosole zurückhalten können. Die Unterschiede entstehen fast nur durch die Randdichtigkeit. Die wird bei 10 normalgesichtigen Probanden gemessen. Jetzt kommt aber der große Haken: Das sind Probanden, die im professionellem Atemschutz geübt sind! Schon von  "einfachen" Industriearbeiter wird deshalb eine jährliche zweistündige Fortbildung verlangt, inklusive Fit-Test. (Bei der Anwendung in der ZM tritt ein zusätzliches Problem auf: Ein Warnzeichen durch Staub in der Nase ergibt sich nicht).

      Durch die ZÄKs wurde in Deutschland nicht eine einzige Fortbildung veranstaltet! Wir müssen uns also als Zahnärzteschaft gefallen  lassen, den Atemschutz auf Kindergartenniveau zu betreiben, wo ja auch der MNS durchaus als berechtigt erscheinen mag.

      An dieser Stelle nochmals mein Dank an die IUZB, die ihrem Namen "Unabhängig" voll gerecht wird, und als einziger zahnmedizinischer Verein, weltweit!, eine offene Diskussion ermöglicht. Der Nominierung zum Pulitzerpreis kann ich nur voll zustimmen!

      Sehr vieles zum Thema FFP3 finden Sie hier: http://iuzb.de/?p=35782

       

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