Biontech-Produktion in Marburg läuft an

BioNTech gibt Update zu Status der Impfstoffproduktion in der Marburger Produktionsstätte

BioNTech SE gab am 26. März bekannt, dass die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) die Herstellung des COVID-19-Impfstoffs am Standort Marburg genehmigt hat. Im Rahmen des Verfahrens hat die EMA im Laufe dieser Woche die Produktion des mRNA-Wirkstoffs am Marburger Standort validiert. Mit den Zulassungen ist BioNTechs Marburger Produktionsstätte eine der größten mRNA-Impfstoffproduktionsstätten in Europa und weltweit. Mit vollständigem Betrieb können hier jährlich bis zu einer Milliarde Dosen unseres COVID-19-Impfstoffs hergestellt werden. Durch optimierte betriebliche Abläufe, die im vergangenen Jahr eingeleitet wurden, konnte BioNTech die erwartete jährliche Produktionskapazität um 250 Millionen Dosen erhöhen.

Eine einzige mRNA-Charge in der aktuellen Größenordnung reicht aus, um rund acht Millionen Impfstoffdosen herzustellen. Derzeit arbeiten 400 BioNTech-Mitarbeiter in Marburg, davon 200 Produktionsmitarbeiter in 24/7-Schichten, um die Produktionsmenge zu maximieren. Basierend auf der Zulassung durch die EMA können nun erste Produktchargen des Impfstoffs an Partnerstandorte zur sterilen Abfüllung und Fertigstellung geliefert werden. Danach erfolgt die Verteilung an die Europäischen Union und anderen Länder weltweit. Die ersten Chargen der am Standort Marburg hergestellten Impfstoffe werden voraussichtlich in der zweiten Aprilhälfte ausgeliefert.

Insgesamt sind 50.000 Schritte von der Herstellung der mRNA bis zum finalen Bulk-Impfstoff erforderlich. Diese wird dann zur Abfüllung, Etikettierung sowie Verpackung (Fill & Finish) übergeben. Materialien und Komponenten für die Produktion werden über eine globale Lieferkette bezogen, die über die letzten 12 Monaten stark erweitert wurde.

BioNTechs Produktionsstätte in Marburg ist GMP-zertifiziert. Eine gute Herstellungspraxis (good manufacturing practice, GMP) steht für ein System regulatorischer Vorschriften, um sicherzustellen, dass Arzneimittel konsistent und kontrolliert nach bestimmten Qualitätsstandards hergestellt werden. Ziel ist es, ein hohes Maß an Wirkstoffqualität und Patientensicherheit zu gewährleisten. Bei jeder pharmazeutischen Produktion, wie auch bei der Impfstoffproduktion, gibt es Risiken, die nicht durch das Testen des Endprodukts eliminiert werden können. Genau für diese Fälle wurden GMP-Vorschriften über Jahrzehnte entwickelt, um diese Risiken zu minimieren. Die Impfstoffproduktion nach GMP-Standards ist eine Voraussetzung für die Validierung des Produktionsprozesses durch die EMA.

Wir arbeiten gemeinsam mit Pfizer weiterhin an einer Vielzahl von Maßnahmen, um der weltweiten Nachfrage gerecht zu werden. Ein entscheidender Faktor bei der Erweiterung unseres Produktionsnetzwerks war die Einrichtung der neuen Produktionsstätte in Marburg. BioNTech plant, dort im ersten Halbjahr 2021 bis zu 250 Millionen Dosen BNT162b2 zu produzieren.

Der Impfstoff basiert auf BioNTechs unternehmenseigener mRNA-Technologie und wurde von Pfizer und BioNTech gemeinsam entwickelt. BioNTech ist Inhaber der Marktzulassung in der Europäischen Union und der Inhaber von Notfallzulassungen und weiterer Zulassungen in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Kanada und anderen Ländern, im Vorfeld eines geplanten Antrags auf vollständige Zulassung in diesen Ländern.

Quelle: BioNTech, Pressemitteilung vom 26.03.2021

 

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