Alle Kräfte bündeln: Die Zahnärzteschaft steht zur Unterstützung bei Impfung bereit

Die Zahnärzteschaft steht zur Unterstützung bei Impfung bereit
Bundeszahnärztekammer: Alle Kräfte in der vierten Corona-Welle bündeln

Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen mit immer neuen Rekordwerten steht die Zahnärzteschaft bereit, bei der dringend notwendigen Beschleunigung der Booster-Impfung zu unterstützen. Die Zahnärzteschaft positioniert sich an der Seite ihrer impfenden ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, wie die Bundeszahnärztekammer klarstellt.

„Der Chef des Robert Koch-Instituts, Prof. Dr. Lothar Wieler, sagte kürzlich: „Wir brauchen jede und jeden zum Impfen.“ Wir Zahnärztinnen und Zahnärztinnen bieten dabei selbstverständlich unsere Hilfe an. Die Kolleginnen und Kollegen haben große medizinische Expertise, setzen jeden Tag in ihren Praxen Spritzen und genießen das Vertrauen ihrer Patientinnen und Patienten. Wenn es gewünscht ist, unterstützen wir gerne die ärztliche Kollegenschaft, um Tempo in die Booster-Impfungen zu bringen und diese flächendeckend anzubieten. Wir müssen alle verfügbaren Kräfte bündeln, um die vierte Corona-Welle zu brechen. Das schützt Menschenleben“, so Prof. Dr. Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer.

Die Zahnärzteschaft hat zum jetzigen Stand keine Befugnis, selbst Impfungen vorzunehmen. Schutzimpfungen sind Heilbehandlungen, die grundsätzlich unter dem Arztvorbehalt stehen. Ausnahmeregelungen sind rechtlich möglich, aber bislang noch nicht vorgesehen. Angesichts der dramatischen Lage und der schleppenden Reaktivierung der Impfzentren könnte die Zahnärzteschaft hier Abhilfe schaffen.

Quelle: Bundeszahnärztekammer, Pressemitteilung vom 19.11.2021

 

_______________

Weiterführend:

Corona-Brandrede von RKI-Chef Wieler vom 18.11.2021 an Politik in voller Länge:

16 Kommentare

  • Anonymous

    Unsere Standespolitik betont ja fortlaufend, welche innigen Kontakte sie zu der großen Politik pflegt.

    -Wir Zahnärzte machen etwa ein Drittel aller Niedergelassenen aus, haben alle Patientendaten in der EDV….

    Weshalb werden jetzt Apotheker ins Spiel gebracht? 

     

  • Anonymous

    In Gegensatz zu manch anderen Arztgruppen könnten wir:

    -Etwa 50% unserer Behandlungszeit für z.B. für 2 Wochen freischaufeln, und für Impfungen reservieren.

    -Bei eigenen Patienten liegen Anamnesen vor.

    -Notfallmangement/ Ausstattung ist vorhanden

    -FFP2-Masken lassen sich schnell beschaffen

    PJ

     

  • Anonymous

    Da es sich hierbei ja nicht um ein "allgemeines" Impfen handelt, sondern nur um einen bestimmten Wirkstoff, sollten die rechtlichen Hürden vergleichsweise gering sein. Dann dürfte auch der allgemeine Impfstoffbezug den üblichen Weg gehen. Politisch würde ein Vorziehen der Apotheker viel Ärger provozieren. Irgendwelche Zwischenlösungen (Zusammenarbeit direkt mit Ärzten) ist vielleicht theoretisch denkbar, bedarf aber genauso irgendwelcher rechtlichen Lösungen. Da entsteht ein richtiges Kudelmuttel, auch organisatorisch. Und mal ehrlich, mit dicker Kanüle muss der Rocker noch nicht mal seine Lederjacke ausziehen

  • Anonymous

    Ja, das würde ich auch so sehen. Generell reicht die ZA-Approbation nicht zum Impfen aus. Demzufolge kann auch bis jetzt nicht geimpft werden und ist auch kein Impfstoff zu beziehen. Der Vorteil bei ZA sind einfach die praktischen Ressourcen. Bei Apothekern ist die Approbation natürlich noch viel weniger Wert. Als ZA musst Du immer mit allergischer Reaktion rechnen, gehört zur Approbation.

  • Anonymous

    Anstatt "gnädiger" Angebote an die Politik, sollten BZÄK und ZÄKs schon mal ihre Pläne auf den Tisch legen; damit sich die Kollegen darauf einstellen können. Tagt die Berliner ZÄK schon an diesem Wochenende?

  • Anonymous

    ….wie alt das Thema ist, siehe hier zur Grippeschutzimpfung, vom 20.04.19, aber Hallo, wir haben gerade eine Pandemie:

    https://www.zm-online.de/news/nachrichten/auch-zahnaerzte-sollen-impfungen-anbieten-und-durchfuehren-duerfen/

  • Anonymous

    Da bin ich ja gespannt ob die BZÄK impfen, oder nur spielen will?

    Die einzelnen regionalen ZÄKs müssten doch längst mit Plänen versorgt sein !

    PJ

  • Anonymous

    Man braucht keinen besonders hochwertigen Kaffeesatz, um zu prognostizieren, das die Impfaktivitäten auf die Apotheken ausgedehnt werden (in der Schweiz ist das z.B. bei der Grippeimpfung seit Jahren der Fall). Ob die Zahnärzte ebenfalls daran teilnehmen wollen? Ein Stimmungsbild könnte am Besten von einer außerordentlichen Delegiertenversammlung entwickelt werden. Daraus könnte dann ein Auftrag an den Vorstand gegeben werden.

    • Anonymous

      Man braucht keinen besonders hochwertigen Kaffeesatz, um zu prognostizieren, das die Impfaktivitäten auf die Apotheken ausgedehnt werden

      Und bestimmt wieder zu besten Konditonen.

  • Anonymous

    "Saskia Esken fordert Impfungen in Apotheken und Zahnarztpraxen", so heute im Spiegel.

  • Anonymous

    Zugegeben, eine Stellungnahme aus dem vorigem Jahr:

    Wer Lokalanästhesien setzt sollte in der Regel auch eine Impfanamnese fachgerecht hinbekommen, und auch Komplikationen, bis hin zur Anaphylaxie, vorbereitet sein.

    https://www.laekh.de/presse/pressemitteilungen/detail/klares-nein-zu-corona-impfungen-durch-zahnaerztinnen-und-zahnaerzte
     

     

  • Anonymous

    Wenigstens ein Kammerpräsident sieht noch klar. Alle z.Zt. verfügbaren Impfstoffe sind "bedingt" zugelassen (Notzulassungen). Impfnebenwirkungen von ca.2.45Mill in nur 11 Monaten würden jeden Tierversuch scheitern lassen und in Dt. wird das Volk weiter unter Druck gesetzt, diesen Modellversuch weiter zu treiben. Dabei werden weder Genesende ohne positiven PCR-Test noch Menschen mit hohen Mengen an Antikörpern beachtet!

    • Anonymous

      Sorry, aber nicht für Sie! Wegen Ihnen und Co. dürfen wir uns weiter mit dieser Seuche herumschlagen. Aber einen Trost gibt es doch: In sechs Fuß Tiefe ist es mit der Pflicht vorbei.

  • Anonymous

    Ich habe jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und gestern in der Praxis 66 Coronaschutz-Impfungen durchgeführt. 
    Die ärztliche Schulung habe ich von meiner Mutter (Fachärztin für Allgemeinmedizin) bescheinigt bekommen und so völlig „legal“ aber ohne Aussicht auf Vergütungen vielen Leuten etwas gutes getan.

    Es fehlt seitens der Verantwortlichen in Kammern, KZVen, KVen, BMG und RKI einfach der Erkenntnis, dass in der aktuellen Situation Zeit Menschenleben kostet. Traurig… 

    • Anonymous

      Ganz, ganz toll.

      Ich werde diesen Weg wohl auch gehen. Besonders da die KZBV, per Rundschreiben, etwas vom 2. Quartal angekündigt hat.

       

  • Anonymous

    "Die Bundeszahnärztekammer wird bis zum 31. Dezember 2021 gemeinsam mit der Bundesärztekammer ein Muster-Curriculum für diese ärztliche Schulung vorlegen. Auf der Grundlage dieses Lehrplanes werden dann Schulungen – vorzugsweise in Form des E-Learnings – entwickelt. Sobald die Kurse verfügbar sind, werden wir hierüber informieren."

    Das dauert und dauert; seit Monaten, eigentlich seit einem Jahr, steht das Impfen durch Zahnärzte an. "Muster-Curriculum" hört sich wirklich bombastisch an. Ehe ich die ganzen Anmeldeprozeduren beim E-Learning mitmache, hole ich mir lieber die nötigen Infos beim Arzt um die Ecke. Der kann sich gerne an den Lehrplan halten. Damit wäre am 31. Dezember  2021 dieser Punkt abgehakt.

     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.