Neue Studie : Wem gehört Berlin? – Versorgungswerk ZÄK-SH erneut in der Kritik

Berliner Zeitung, 13.05.2020

  • Wem gehört Berlin?
    Undurchsichtige Firmen beherrschen den Berliner Immobilienmarkt.
    Ein Transparenz-Register ist wirkungslos.
    Vieles bleibt in der Anonymität. – lesen
    .
  • Weiterführend: Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung: HIER und HIER (pdf)

 

In der Studie wird auch ein berufsständisches Versorgungswerk kritisch genannt:

Beispiel 3: Die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein auf Tauchfahrt

Bis zum August 2019 war die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein im Handelsregister mit einer Beteiligung von 24,9 Prozent an der Fortis Real Estate Investment GmbH – die in Berlin durch horrende Mietsteigerungen aufgefallen war (Siehe hierzu: www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/07/berlin-friedrichshain-modernisierung-fortis-zahnaerztekammer-share-deal.html) – verzeichnet.

Danach wurde die GmbH in eine AG umgewandelt.

Weil AG anders als GmbH ihre Aktionäre nicht in einem öffentlichen Register, sondern nur im firmeninternen Aktienregister erfassen, sind sie zu einem Eintrag im Transparenzregister verpflichtet. Weil dort wiederum nur noch die wirtschaftlich Berechtigten mit mehr als 25 Prozent Anteil bzw. Stimmrecht erfasst werden müssen, ist die Entwicklung der Beteiligung der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein nicht mehr nachvollziehbar.

Ein Eintrag im Transparenzregister – ggfs. mit fiktivem wirtschaftlich Berechtigten – müsste aber trotzdem erfolgen, lag aber zum Zeitpunkt unserer Abfrage im März 2020 nicht vor.

 

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Hinweis: Jedenfalls gibt die Fortis Real Estate Investment AG auf ihrer Webseite an, dass „Herr Bruno Geiger stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Geschäftsführer des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein“ Mitglied des Aufsichtsrates der AG ist.

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