Integration beim Zahnarzt: Ärztekammer Berlin begrüßt den Besuch von Staatsministerin Widmann-Mauz beim deutsch-syrischen Verein Alkawakibi

Die Ärztekammer Berlin begrüßt den ausführlichen Besuch von Staatsministerin Annette Widmann-Mauz beim deutsch-syrischen Verein Alkawakibi e.V..

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hatte am vergangenen Freitag den Verein, der sich u.a. intensiv um die Integration von arabisch-stämmigen Ärztinnen und Ärzten kümmert, besucht, um sich über dessen Arbeit zu informieren. Neben arabischen und deutschen Vereinsmitgliedern nahm auch der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, an dem Treffen teil.

„In Zeiten, in denen Migration öffentlich sehr oft als Belastung dargestellt und wahrgenommen wird, ist der Besuch von Frau Widmann-Mauz ein wichtiges politisches Signal für die gelungene Integration geflüchteter Menschen. Dafür bin ich sehr dankbar“,

erklärte Jonitz.

Das Projekt Alkawakibi, in dem seit über drei Jahren deutsche Ärzte und Zahnärzte ihren arabischen Kolleginnen und Kollegen bei der Integration in den Arbeitsmarkt und in das normale Leben in unserer Gesellschaft helfen, hatte 2017 den ersten Platz beim Berliner Gesundheitspreis erhalten.

Die Ärztekammer Berlin fördert dieses Projekt und deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Kräften und freut sich über die gelungene Erweiterung des ärztlichen Berufsstandes.

„Humanität und Offenheit sind gerade in Zeiten zunehmender Emotionalisierung und Polarisierung in höchstem Maße geboten. Die Zivilgesellschaft und staatliche Einrichtungen arbeiten weitgehend Hand in Hand zusammen. Mein Dank geht an das rein ehrenamtliche Engagement des Vereins und zahlreicher Berliner Kolleginnen und Kollegen, die sich aktiv und unmittelbar um ihre arabischen Kolleginnen und Kollegen kümmern. Kollegialität und Humanität finden bei Alkawakibi einen neuen Ausdruck“,

betonte der Kammerpräsident.

Weitere Informationen: www.alkawakibi.org

Quelle: Ärztekammer Berlin, Pressemitteilung vom 07./10.09.2018

.

.

Staatsministerin Widmann-Mauz besuchte am 7. September interessante Projekte zur Integration:

Integration beim Zahnarzt

Annette Widmann-Mauz:

„Wir brauchen gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte, die unser Gesundheitswesen in Deutschland stärken. Deshalb muss die Anerkennung ausländischer Abschlüsse noch besser und vor allem schneller werden!“

Pressemitteilung der Integrationsbeauftragten, siehe bitte letztes Berichtsvideo.

 

Ein Kommentar

  • Anonymous

    Der am PPI der Zahnärztekammern Berlin und Brandenburg für diese Kolleginnen und Kollegen eingerichtete „Vorbereitungskurs zur Kenntnisprüfung zur Erlangung der Approbation“ ist kurzfristig eingestellt worden. Die Hintergründe dieser Entscheidung sind bisher nicht benannt worden. Tatsache ist, dass es trotz der intensiven und von den Teilnehmern als hilfreich bewerteten Qualifizierungsmaßnahme nur sehr wenige Kolleginnen bzw. Kollegen geschafft haben, die anschließende Prüfung erfolgreich abzuschließen. Die Diskussion über die Ursachen dieser Entwicklung, die in einem deutlichen Gegensatz zu der Entwicklung bei den Ärzten steht, ist noch nicht abgeschlossen.
    Bekannt ist, dass das von der Gemeinnützigen Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen (GFBM) gestaltete Modul (mediz. fachsprachl. Deutschunterricht etc.) fortgesetzt wird.

    Dr. Helmut Dohmeier-de Haan