Ergebnis der Wahl zur Delegiertenversammlung der ZÄK Berlin am 01.12.2016

2016-12-01-zaek-vor-dem-stimmenauszehlung-klein

 

Die IUZB bedankt sich herzlichst
bei allen ihren Wählerinnen und Wählern
für ihre Stimme!

 

Geringste Wahlbeteiligung und höchste Anzahl an ungültigen Stimmen in der Geschichte der Zahnärztekammer Berlin.
Wahlbeteiligung nur 35,20 % / Fast 500 ungültige Stimmen

Nächste Delegiertenversammlung nur durch 26,70 % der Wahlberechtigten legitimiert!

 

Das Ergebnis:

Wahlliste Name Stimmen
2016
Prozent
2016
DV-Sitze
2016
Stimmen
2012
Prozent
2012
DV-Sitze
2012
IUZB 255 16,54  7 386 22,45 10
DAZ 49
3,18  1 ( UNION 2012 )
Fraktion Gesundheit 230
14,92
7
 285 16,60
8
Chirurgie
keine Teilnahme 69 4,02 1
Junge Zahnärzte
55  3,57 1    keine Teilnahme
Kieferorthopädie 107
6,94
3
 92  5,36 2
FVDZ
287
18,61
9
 281  16,37  7
VdZvB
559
36,25
17
 604  35,18   17

 1.542   45
1.717   45

.

.

Jahresübersichten 2016 2012 2008 2006 2002
Wahlberechtigt waren  5.775 5.348 5.005 4.895 4.798
Gewählt haben 2.033 2.062 2.215 1.995 2.226
Wahlbeteiligung  35,20 % 38,56 % 44,26 % 40,76 % 46,39 %
Gültige Stimmen  1.542 1.717 2.166  1.912  2.163
Ungültige Stimmen 491 345  49 83
 63

 

 

Bekanntmachung des Wahlergebnisses durch den Wahlleiter:

2016-12-01-dv-wahl_2016_ergebnis

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4 Kommentare

  • Jürgen Herbert

    Das kommt auch von dem dummen Gerede bei der KVB Wahl.

  • Jürgen Herbert

    Oder es liegt am HG

  • Dr. Peter Nachtweh

    Die oben angeführten Kommentare kann man wohl nur verstehen, wenn man auch zwischen den Zeilen lesen kann. Dann stellt sich unter Umständen auch die Frage, ob es vielleicht auch am Alkohol gelegen hat. Am HG allein kann es nicht liegen, auch wenn man bedenkt, dass sich gerade Quecksilber vermehrt in den Gehirnzellen ablagert.
    Ich jedoch nutze die Gelegenheit dem Verband der Zahnärzte zu seinem Wahlerfolg neidvoll zu gratulieren, der Erfolg heiligt die Mittel.
    Inwieweit der Verband wirklich daran interessiert ist aufzuklären, warum so außergewöhnlich viele Wahlbriefe für ungültig erklärt werden mussten, wird die Zukunft zeigen.
    Ich glaube einige Gründe zu kennen.

  • Ein Wähler

    Die Wahlordnung verpflichtet den Wahlausschuss, jeweils separate Niederschriften über verspätete und ungültige Wahlbriefe, ungültige Stimmzettelumschläge und ungültige Stimmzettel aufzunehmen.
    Bei so extrem vielen ungültigen Stimmen wäre es interessant, wenn die Kammer ihre Online-Bekanntmachungen zum Wahlergebnis in diesem Punkt etwas detaillierter gestalten könnte.

    Beim Verband der Zahnärzte von Berlin gab es diesen Hinweis:

    „Zusätzlich bedauerlich ist die Tatsache, dass die 2033 abgegebenen Wählerstimmen 491 ungültige Stimmen enthielten. Der Wahlschein wurde nicht ordnungsgemäß in den Versandumschlag neben dem verschlossenen Wahlscheinumschlag beigefügt. Somit konnte laut Wahlleiter keine Zuordnung erfolgen, ob ein Za/Zä-tin auch tatsächlich gewählt hat.“

    Wenn fehlende Wahlscheine das Hauptproblem gewesen sein sollten, dann war die Ungültigkeit der Stimmabgabe wahrscheinlich nicht in allen 491 Fällen beabsichtigt.
    Auch meine Stimme wäre beinahe der irreführenden und nicht der Wahlordnung entsprechenden Gestaltung der Umschläge zum Opfer gefallen. Zu den Hinweisen auf den Umschlägen macht die Wahlordnung folgende Vorgaben:

    㤠17
    Übersendung der Wahlbriefe
    (1) Der Wahlleiter sorgt dafür, dass an jeden in dem Wählerverzeichnis eingetragenen
    Wahlberechtigten spätestens eine Woche vor Beginn der Wahlzeit eine Aufstellung
    der zugelassenen Wahlvorschläge gemäß § 12 Absatz 2, ein Wahlschein, der nur die
    dem einzelnen Wähler zugeordnete Nummer aus dem Wählerverzeichnis enthalten
    darf, ein Stimmzettel und zwei Umschläge übersandt werden.
    (2) Der größere Umschlag (Wahlbrief) trägt den Aufdruck mit der Anschrift des
    Wahlausschusses und den Vermerk „Wahl zur Delegiertenversammlung der
    Zahnärztekammer Berlin“.
    (3) Der kleinere Umschlag (Umschlag für Stimmzettel), in den der Stimmzettel eingelegt
    wird, trägt den Aufdruck „Stimmzettel für die Wahl zur Delegiertenversammlung
    der Zahnärztekammer Berlin“. Er kann weitere Hinweise auf die Wahlzeit sowie
    darauf, wie die Stimmabgabe vorzunehmen ist, enthalten.“

    Tatsächlich waren die Umschläge aber anders beschriftet.
    Auf dem kleinen weißen Umschlag für Stimmzettel war eine Beschreibung, die mit dem Anfang des Wahlvorganges begann und mit der Information, bis wann die Wahlbriefe beim Wahlausschuss eingegangen sein müssen, endete. Scheinbar war das Wahlprocedere also vom ersten bis zum letzten Schritt, vom Anfang bis zum Ende, vollständig beschrieben. Ein eiliger Wähler konnte hier mental mit der Angelegenheit abschließen.
    Allerdings war die Beschreibung auf dem kleinen weißen Umschlag für Stimmzettel nur scheinbar vollständig. Der Wahlschein wurde dort nicht erwähnt. Ein Teil der Hinweise darauf, wie die Stimmabgabe vorzunehmen ist, war auf den großen blauen Wahlbrief verlagert worden, was so nicht in der Wahlordnung vorgesehen ist. Und was ich auch als ausgesprochen tückisch empfand, denn ich hatte vor meinem geistigen Auge schon die Postsäcke mit den Wahlbriefen in der Zahnärztekammer eingehen gesehen, als ich dann eher zufällig noch die Aufforderung auf dem anderen Umschlag las, den Wahlschein auch noch dazu zu packen. So mancher hat das dann wohl nicht mehr gelesen.

    Die Wahlordnung schreibt die Hinweise zur Stimmabgabe auf den Umschlägen nicht zwingend vor.
    In dem Anschreiben, das mit den Wahlunterlagen versendet wurde, war der Wahlvorgang gut beschrieben, dabei hätte man es belassen können.

    Man hätte auch einfach entsprechend der Wahlordnung die Hinweise zur Stimmabgabe vollständig und ausschließlich auf den kleinen weißen Stimmzettelumschlag drucken können.

    Eine Verteilung der Hinweise auf beide Umschläge ist zwar nicht in der Wahlordnung vorgesehen, hätte aber auch wesentlich weniger irreführend stattfinden können, als in der Realität leider geschehen. Dazu hätte die Teilbeschreibung auf dem kleinen weißen Wahlzettelumschlag mit dem Hinweis auf eine Fortsetzung enden müssen. Und die Anmerkung zum Eingang der Wahlbriefe beim Wahlausschuss hätte ans Ende der Gesamtbeschreibung auf den großen blauen Wahlbrief gehört.

    Stattdessen hat man relativ chaotisch einen Teilschritt aus der Mitte der Wahlanleitung auf den zweiten Umschlag gedruckt, wo er leicht übersehen werden konnte, weil der erste Umschlag schon eine scheinbar vollständige Anleitung aufwies, die sowohl den Anfang als auch das Ende der Wahlanleitung umfasste.