Humbold Forum: Ausstellung „Schrecklich schön. Elefant – Mensch – Elfenbein“

Am 20. Juli eröffnet das Humboldt Forum im Berliner Schloss die Sonderausstellung „schrecklich schön. Elefant – Mensch – Elfenbein“. Gezeigt werden auch Exponate des Dentalhistorischen Museums, wie die zm heute mitteilt:

Humboldt Forum

Programm
schrecklich schön
Elefant – Mensch – Elfenbein
Ausstellung, Thementag und mehr
ab Di, 20. Juli 2021

Der Elefant ist ein bewundertes und zugleich gefährdetes Tier. In allen Zeiten und Kulturen war das Elfenbein seiner Stoßzähne begehrt.

Was Sie erwartet
Elfenbein fasziniert – und polarisiert. Bereits vor 40.000 Jahren schufen Menschen aus den Stoßzähnen des Mammuts kunstvolle figürliche Darstellungen und Musikinstrumente. Die Beliebtheit des Materials hält bis heute an. Zugleich stehen die Stoßzähne der Tiere für Unrecht und Gewalt: Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die drohende Ausrottung der Elefanten, Wilderei und organisierte Kriminalität sind mit Elfenbein verbunden.
Das Programm schrecklich schön. Elefant – Mensch – Elfenbein wagt sich an dieses komplexe Thema und schafft Verbindungslinien zu einem der Kernthemen des Humboldt Forums: Kolonialismus und Kolonialität. Es umfasst eine Ausstellung, Vermittlungsangebote, ein Diskurs- und ein Filmprogramm sowie eine reich bebilderte Publikation. Ein Thementag stellt das gesamte Humboldt Forum ins Zeichen von Elefant, Mensch, Elfenbein.

Die Ausstellung
20. Juli – 28. November 2021 (täglich außer dienstags ab 10 Uhr)
Die Ausstellung präsentiert das Verhältnis Elefant – Mensch – Elfenbein auf ungewöhnliche Weise und mit einer großen Bandbreite an Perspektiven. Ihre welt- und epochenumspannende Erzählung führt vom Kleinen ins Große: vom Kunstwerk aus Elfenbein über das Motiv des Stoßzahns bis hin zum ganzen Tier. Sie verbindet die kulturelle Bedeutung des Elfenbeins mit naturkundlichen Aspekten und den sozialen und ökologischen Folgen seiner Verwendung.
Für die Ausstellung wurden mehr als 200 Objekte aus weltweit renommierten Museen wie dem British Museum in London, dem Museum für Angewandte Kunst in Wien, dem Musée du quai Branly – Jacques Chirac, Paris, und dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zusammengetragen.