{"id":7973,"date":"2013-12-12T09:04:02","date_gmt":"2013-12-12T08:04:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iuzb.org\/wordpress\/?p=7973"},"modified":"2016-11-09T09:54:30","modified_gmt":"2016-11-09T08:54:30","slug":"existenzgruendung-maenner-sowie-junge-zahnaerztinnen-und-zahnaerzte-besonders-investitionsfreudig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=7973","title":{"rendered":"Existenzgr\u00fcndung: M\u00e4nner sowie junge Zahn\u00e4rztinnen und Zahn\u00e4rzte besonders investitionsfreudig"},"content":{"rendered":"<p><b>Hohe Investitionsvolumina f\u00fcr Neugr\u00fcndungen sowie hohe \u00dcbernahmepreise f\u00fcr Berufsaus\u00fcbungsgemeinschaften kennzeichneten 2012 den Markt f\u00fcr Existenzgr\u00fcndungen. Das zeigt die aktuelle Existenzgr\u00fcndungsanalyse f\u00fcr Zahn\u00e4rzte, die die Deutsche Apotheker- und \u00c4rztebank (apoBank) gemeinsam mit dem Institut der Deutschen Zahn\u00e4rzte (IDZ) durchgef\u00fchrt hat. &#8222;Zudem haben wir eine \u00fcberdurchschnittlich hohe Investitionsbereitschaft bei jungen und m\u00e4nnlichen Existenzgr\u00fcndern festgestellt&#8220;, so Georg He\u00dfbr\u00fcgge, Bereichsleiter Gesundheitsm\u00e4rkte und -politik bei der apoBank. Sie seien sehr technikaffin und investierten daher \u00fcberdurchschnittlich in Ger\u00e4te und Praxisausstattung.<\/b><\/p>\n<div class=\"moreinfo\"><\/div>\n<div class=\"cmpBildTextStandard\">\n<div class=\"textBild\">\n<div class=\"content\">\n<div class=\"text\">\n<h3>H\u00f6chste Investitionsvolumina bei Neugr\u00fcndungen<\/h3>\n<p>Unter den Existenzgr\u00fcndern haben Zahn\u00e4rzte, die sich f\u00fcr die Neugr\u00fcndung einer Einzelpraxis oder einer Berufsaus\u00fcbungsgemeinschaft (BAG) entschieden, 2012 am meisten investiert. F\u00fcr eine Einzelpraxis wendeten sie (exkl. Betriebsmittelkredit) 338.000 Euro auf, f\u00fcr eine BAG 298.000 Euro. Ausschlaggebend f\u00fcr das um 40.000 Euro geringere Investitionsvolumen bei BAGs ist, dass Praxisinhaber die Kosten f\u00fcr Ger\u00e4tschaften und Ausstattungen teilen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"cmpBildTextStandard\">\n<div class=\"textBild\">\n<div class=\"content\">\n<div class=\"text\">\n<h3>Bei \u00dcbernahmen h\u00f6here Abl\u00f6sesummen bei BAGs als bei Einzelpraxen<\/h3>\n<p>Die Investitionsvolumina f\u00fcr die \u00dcbernahme einer BAG oder Einzelpraxis fielen deutlich geringer aus als bei der Neugr\u00fcndung. Dies insbesondere deshalb, weil Ger\u00e4tschaften und Praxisausstattung bereits vorhanden sind und in diesem Bereich weniger Investitionsbedarf besteht: So schlug die \u00dcbernahme einer BAG mit 273.000 Euro je Inhaber zu Buche. F\u00fcr eine Einzelpraxis mussten Existenzgr\u00fcnder 246.000 Euro einkalkulieren.<\/p>\n<p>&#8222;Die BAG war investitionsintensiver als die Einzelpraxis\u00fcbernahme, weil hier h\u00f6here \u00dcbernahmepreise angefallen sind. So war der ideelle Wert bei einer BAG im Schnitt 20.000 Euro h\u00f6her als bei der Einzelpraxis&#8220;, erl\u00e4utert He\u00dfbr\u00fcgge. Hintergrund sei, dass Kooperationen das Arbeitsmodell der Zukunft sind und auch wirtschaftlich viel Potenzial bieten. Die Nachfrage sei entsprechend hoch &#8211; und das wirke sich auf den Preis aus.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"cmpBildTextStandard\">\n<div class=\"textBild\">\n<div class=\"content\">\n<div class=\"text\">\n<h3>Beitritt und Einstieg in BAG mit niedrigstem Investitionsvolumen<\/h3>\n<p>Das geringste Investitionsvolumen fiel f\u00fcr Existenzgr\u00fcnder an, die als zus\u00e4tzlicher Partner einer BAG beigetreten sind oder die einen Praxisanteil eines ausscheidenden BAG-Partners \u00fcbernommen haben. Hier belief sich das Investitionsvolumen auf 241.000 Euro. Ma\u00dfgeblich hierf\u00fcr waren, dass bei Austausch oder Neuaufnahme eines Partners in der Regel keine gr\u00f6\u00dferen Neuanschaffungen get\u00e4tigt werden. Im Gegenzug war der \u00dcbernahmepreis jedoch bei diesen beiden Formen der Existenzgr\u00fcndung mit 202.000 Euro am h\u00f6chsten. Er lag 18.000 Euro \u00fcber dem einer BAG-\u00dcbernahme und 47.000 Euro \u00fcber dem einer Einzelpraxis\u00fcbernahme. &#8222;F\u00fcr viele Praxisabgeber ist es ratsam, die Praxis fr\u00fchzeitig in eine Kooperation zu \u00fcberf\u00fchren, um sie f\u00fcr potenzielle \u00dcbernehmer attraktiver zu machen&#8220;, betont Dr. David Klingenberger, stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des IDZ.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"cmpBildTextStandard\">\n<div class=\"textBild\">\n<div class=\"content\">\n<div class=\"text\">\n<h3>H\u00f6chste Investitionsbereitschaft bei jungen und m\u00e4nnlichen Zahn\u00e4rzten<\/h3>\n<p>Junge Zahn\u00e4rzte (bis 30 Jahre) investierten 2012 besonders intensiv in Praxis- und Ger\u00e4teausstattung. Entsprechend lag das Investitionsvolumen bei Neugr\u00fcndung einer Praxis mit 377.000 Euro um 79.000 Euro h\u00f6her als bei der Altersgruppe 40+. Bei der Einzelpraxis\u00fcbernahme investierten bis 30-J\u00e4hrige mit 259.000 Euro im Schnitt 58.000 Euro mehr als ihre \u00e4lteren Kollegen.<\/p>\n<p>Zudem zeigt die Analyse, dass M\u00e4nner offensiver investieren als Frauen. Bei der Einzelpraxisneugr\u00fcndung lag ihr durchschnittliches Investitionsvolumen bei 355.000 Euro; bei den Frauen waren es 316.000 Euro. Bei der \u00dcbernahme lagen die M\u00e4nner bei 265.000 Euro, die Frauen bei 225.000 Euro.<\/p>\n<p>Auch die Praxislage beeinflusst das Investitionsvolumen. So verzeichnete die Einzelpraxisneugr\u00fcndung mit 359.000 Euro das h\u00f6chste Investitionsvolumen in Mittelst\u00e4dten. Bei der Einzelpraxis\u00fcbernahme war das Investitionsvolumen mit 246.000 Euro in Kleinst\u00e4dten und auf dem Land am h\u00f6chsten. &#8222;Das widerspricht der Annahme, dass Einzelpraxis\u00fcbernahmen in der Gro\u00dfstadt am teuersten sind. Doch der \u00dcbernahmepreis orientiert sich mitunter am Einnahmen\u00fcberschuss &#8211; und der f\u00e4llt in einigen l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten Gebieten wie Baden-W\u00fcrttemberg, Rheinland-Pfalz oder Bayern sehr gut aus. Das zieht \u00dcbernahmepreis und Investitionsvolumen nach oben&#8220;, so He\u00dfbr\u00fcgge.<\/p>\n<p>Anders war die Situation in den neuen Bundesl\u00e4ndern. Wie in den Vorjahren wurden hier deutlich geringere \u00dcbernahmepreise erzielt. Bei einer Einzelpraxis\u00fcbernahme lag das Investitionsvolumen daher 35 Prozent unter dem West-Niveau.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"cmpBildTextStandard\">\n<div class=\"textBild\">\n<div class=\"content\">\n<div class=\"text\">\n<h3>Kooperation ist und bleibt Zukunftsmodell<\/h3>\n<p>Obwohl sich 73 Prozent der Existenzgr\u00fcnder f\u00fcr eine Einzelpraxis entschieden, genie\u00dft die Kooperation mit 27 Prozent weiter Zuspruch. Dies insbesondere bei Zahn\u00e4rzten bis 30 Jahre, die zu 41 Prozent eine BAG w\u00e4hlten. Kooperationen sind aufgrund der h\u00f6heren Patientendichte zudem ein Gro\u00df- und Mittelstadt-Ph\u00e4nomen. Hier ging jeder dritte Zahnarzt in eine Kooperation.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"cmpBildTextStandard\">\n<div class=\"textBild\">\n<div class=\"content\">\n<div class=\"text\">\n<h3>Demografische Daten<\/h3>\n<p>44 Prozent der Existenzgr\u00fcnder entschieden sich f\u00fcr eine Praxis in der Gro\u00dfstadt. Die Mittelstadt w\u00e4hlten 26 Prozent, eine Praxis in der Kleinstadt oder auf dem Land 30 Prozent. Die Existenzgr\u00fcnder waren im Schnitt 36,1 Jahre alt. M\u00e4nner gr\u00fcndeten im Schnitt leicht fr\u00fcher als Frauen (35,9 Jahre bzw. 36,3 Jahre). Die Geschlechterverteilung war im Betrachtungszeitraum nahezu ausgeglichen: Unter den Existenzgr\u00fcndern waren 51 Prozent M\u00e4nner und 49 Prozent Frauen. &#8222;Das ist prinzipiell eine gute Quote &#8211; allerdings liegt der Frauenanteil unter den angestellten Zahn\u00e4rzten deutlich h\u00f6her&#8220;, so He\u00dfbr\u00fcgge. Die Aufgabe bestehe darin, die Chancen der Niederlassung noch besser herauszustellen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3>Methodik<\/h3>\n<p>Die Datenbasis der Existenzgr\u00fcndungsanalyse 2012 bilden die von der apoBank durchgef\u00fchrten und auswertbaren Finanzierungen zahn\u00e4rztlicher Existenzgr\u00fcndungen. Diese werden seit 1984 erfasst und anonymisiert ausgewertet. Die statistische Auswertung wurde gemeinsam von der apoBank und dem IDZ durchgef\u00fchrt. Erstmalig wurden 2012 die Daten f\u00fcr Kieferorthop\u00e4den und Oralchirurgen separat ausgewertet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.apobank.de\/ueber_uns\/presse\/pressemitteilungen\/131211.html\" target=\"_blank\">apoBank, 11.12.2013<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hohe Investitionsvolumina f\u00fcr Neugr\u00fcndungen sowie hohe \u00dcbernahmepreise f\u00fcr Berufsaus\u00fcbungsgemeinschaften kennzeichneten 2012 den Markt f\u00fcr Existenzgr\u00fcndungen. 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