{"id":54599,"date":"2026-10-10T20:43:02","date_gmt":"2026-10-10T18:43:02","guid":{"rendered":"https:\/\/iuzb.de\/?p=54599"},"modified":"2026-10-10T22:40:35","modified_gmt":"2026-10-10T20:40:35","slug":"vzb-kommentar-zur-2-vv-sitzung-am-7-oktober-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=54599","title":{"rendered":"VZB: Kommentar zur 2. VV-Sitzung am 7. Oktober 2026"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><em>Vorbemerkung: Ich gebe in diesem Kommentar ausschlie\u00dflich meine subjektive Erinnerung und meine pers\u00f6nliche Meinung wieder.<a href=\"https:\/\/iuzb.de\/?p=54599#comment-5048\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">*<\/a> Sollten sich Sachverhalte anders darstellen, werden wir dies abdrucken. Mir ist bewusst, dass die Stimmung zurzeit extrem gereizt ist und Rechtsanw\u00e4lte jedes Wort auf die Goldwaage legen. Doch wir Mitglieder m\u00fcssen unsere Meinung sagen d\u00fcrfen \u2013 sonst bestimmen am Ende nur noch Rechtsanw\u00e4lte \u00fcber uns.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>1. Ein Abend, der mich ratlos zur\u00fccklie\u00df<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Als einfaches Mitglied erlebte ich am<a href=\"https:\/\/iuzb.de\/?p=54365\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> 7. Oktober eine VV-Sitzung<\/a>, nach der ich verwundert mit dem Rad in die Nacht nach Hause fuhr. So etwas hatte ich unter Zahn\u00e4rzten noch nicht erlebt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Einberufen hatten die Sitzung Mitglieder der VV \u2013 als Sondersitzung aus gegebenem Anlass, bewusst vor der bereits anberaumten Sitzung im November, um vor allem die Bestellung des Wirtschaftspr\u00fcfers zeitnah zu kl\u00e4ren. Tats\u00e4chlich bestimmten aus meiner Sicht der VA und die Rechtsanw\u00e4lte diesen Abend, sowohl bei der Themensetzung als auch bei der Redezeit. Mir bot sich ein absurdes Bild von Selbstverwaltung. So m\u00f6chte ich nicht vertreten werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Wie ich bereits in der MBZ geschrieben habe (\u201eIch m\u00f6chte raus aus der Krise\u201c, Leserforum, <a href=\"https:\/\/www.zaek-berlin.de\/dokumente\/mbz-aktuell\/index.php?catalog=MBZ_10_2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MBZ 10\/2026<\/a>, S. 13), halte ich die ehrenamtliche Selbstverwaltung in ihrer jetzigen Form f\u00fcr anachronistisch. Wie deutlich mich der 7. Oktober in dieser Einsch\u00e4tzung best\u00e4tigen w\u00fcrde, h\u00e4tte ich mir vorher nicht tr\u00e4umen lassen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>2. Mein Ma\u00dfstab: Schulterschluss statt Grabenkampf<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die meisten Vertreter in AA, VA und VV haben offenbar ein grundlegend anderes Verst\u00e4ndnis von Selbstverwaltung \u2013 und von unserer veralteten, mit dieser Krise \u00fcberforderten Satzung \u2013 als ich. In schweren Krisenzeiten erwarte ich einen Schulterschluss der drei Gremien: 24 Kolleginnen und Kollegen, die ihre Schwarmintelligenz b\u00fcndeln, gemeinsam den \u00dcberblick behalten und die Entscheidungen treffen, die die Mitglieder am wenigsten belasten und unser Verm\u00f6gen am besten erhalten. Ich bin \u00fcberzeugt: H\u00e4tte es diesen Schulterschluss schon Anfang 2025 gegeben, steckten wir heute nicht in einer derart verfahrenen Lage.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Was ich meine, zeigt ein Vergleich aus der Luftfahrt. Nach der Katastrophe von Teneriffa am 27. M\u00e4rz 1977, bei der eine KLM- und eine PanAm-Maschine kollidierten, wurde das Crew Resource Management (CRM) entwickelt. Die Lehre daraus: Ein erheblicher Teil der Ursachen lag in hierarchischer und unzureichender Kommunikation. Seitdem gilt: Der Kapit\u00e4n muss Einw\u00e4nde der Crew ernst nehmen und pr\u00fcfen, und auch rangniedrigere Besatzungsmitglieder werden in Entscheidungen einbezogen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">\u00dcbertragen auf unser VZB: Die Passagiere sind die Mitglieder, das Kabinenpersonal ist die VV, der Purser der AA, die Kapit\u00e4ne sind Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und VA. Unser \u201eCRM\u201c, die Satzung, ist veraltet. Die Kapit\u00e4ne bemerken den Sinkflug. Doch statt bew\u00e4hrte Notfallabl\u00e4ufe greifen zu lassen, beginnt an Bord der Streit, und jeder versucht, seine L\u00f6sung \u201esatzungsgem\u00e4\u00df\u201c durchzudr\u00fccken. Zuf\u00e4llig sitzen auch ein paar Rechtsanw\u00e4lte und Fluganalysten an Bord. Die Kapit\u00e4ne \u201emieten\u201c sie sofort, um dem Rest der Besatzung hierarchisch und autorit\u00e4r die einzig richtige L\u00f6sung aufzuzwingen \u2013 bezahlt aus der Bordkasse, auf die nur die Kapit\u00e4ne Zugriff haben. Kleiner, aber entscheidender Vorteil dieser Berater: Sie tragen einen Fallschirm auf dem R\u00fccken. Andere Spezialisten an Bord h\u00e4tten durchaus sinnvolle L\u00f6sungen, mischen sich aber nicht ein, weil Purser, Kabinenpersonal und Passagiere sie nicht bezahlen k\u00f6nnen. Einw\u00e4nde gehen unter, denn Mikrofon und Funk liegen allein bei den Kapit\u00e4nen. So nimmt die Katastrophe ihren Lauf: Asymmetrische Kommunikation f\u00fchrt zum Absturz.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Unsere VV-Sitzung lief f\u00fcr mich wie ein Ausschnitt aus diesem Sinkflug ab.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>3. Die Sitzung: Frontalvortrag statt Diskussion<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Redezeit der Rechtsanw\u00e4lte und des VA war immens; symmetrisch war die Kommunikation sicher nicht. Die Rechtsanw\u00e4lte Prof. Kuhla und Dr. Kinzl hatten Vortragsrecht. Sie dozierten im Stil eines Frontalunterrichts und \u00fcberfrachteten die Zuh\u00f6rer mit ausgew\u00e4hlten und aus meiner Sicht einseitig interpretierten Fakten. Niemand im Saal \u2013 weder VV- noch AA-Mitglieder noch die VZB-Mitglieder im Publikum \u2013 konnte diese F\u00fclle in der K\u00fcrze der Zeit einordnen. Ich hatte den Eindruck, dass das F\u00fcr und Wider nicht sachlich im Diskurs, sondern emotional verhandelt werden sollte. Die Vortr\u00e4ge lagen den VV-Mitgliedern vorher nicht zur Vorbereitung vor, und Experten f\u00fcr eine Zweitmeinung waren nicht geladen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Die Schw\u00e4che:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die VV soll Entscheidungen von gro\u00dfer Tragweite treffen, erh\u00e4lt aber weder rechtzeitig Unterlagen noch eine unabh\u00e4ngige Gegenposition. Das kontrollierende Gremium ist damit vollst\u00e4ndig auf die Informationen und Berater derer angewiesen, die es kontrollieren soll.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Mein L\u00f6sungsvorschlag:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Alle Vortr\u00e4ge, Gutachten und Zahlen gehen den VV-Mitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung zu.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Zu jeder strittigen Rechts- oder Bewertungsfrage wird eine unabh\u00e4ngige Zweitmeinung eingeholt und gleichberechtigt vorgetragen.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Externe Berater beraten \u2013 die Diskussion und die Entscheidung geh\u00f6ren den gew\u00e4hlten Vertretern.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Themen des Abends lassen sich in vier Bl\u00f6cke gliedern: die Bestellung des Wirtschaftspr\u00fcfers, die Verlustzahlen, die aktuarischen Konsequenzen f\u00fcr Beitr\u00e4ge und Anwartschaften sowie die Zust\u00e4ndigkeiten der Gremien und das \u201ehohe Gebot\u201c der Geheimhaltung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Dabei ist der richtige Weg aus meiner Sicht eigentlich ganz einfach \u2013 und vor allem eine Frage der Reihenfolge: <strong>Jahresabschl\u00fcsse 2024 und 2025 endlich erstellen, vom Wirtschaftspr\u00fcfer testieren lassen, den Aktuar auf dieser Grundlage rechnen lassen, die Konsequenzen beschlie\u00dfen, die Restrukturierung einleiten.<\/strong> Daf\u00fcr h\u00e4tte ich mir in der VV-Sitzung einen Schulterschluss aller drei Gremien gew\u00fcnscht. Stattdessen gab es Grabenk\u00e4mpfe.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>4. Wirtschaftspr\u00fcfer: Stillstand statt Testat<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Zum gegenw\u00e4rtigen Stand: Das VZB kann derzeit keinen Wirtschaftspr\u00fcfer arbeiten lassen. Der aktuelle Vertragspartner, die Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft Baker Tilly (B&amp;T), wurde vom VA und ehemaligen Gremienmitgliedern f\u00fcr \u201ebefangen\u201c erkl\u00e4rt, weil der VA gegen B&amp;T eine hohe Schadensersatzforderung wegen behaupteter Fehler im Testat f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.vzberlin.org\/_files\/2023_Geschaefts_und_Lagebericht.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jahresabschluss 2023<\/a> erhebt. Der VA wollte deshalb einen neuen Wirtschaftspr\u00fcfer beauftragen. In einem Rechtsstreit mit B&amp;T wurde jedoch zun\u00e4chst best\u00e4tigt, dass B&amp;T aufgrund des bestehenden Vertrags auch die Jahre 2024 und 2025 pr\u00fcfen soll. Um B&amp;T noch zu verhindern, m\u00fcsste das VZB \u2013 also der VA \u2013 vor den BGH ziehen. Genau das will der VA tun und zus\u00e4tzlich die Wirtschaftspr\u00fcferkammer anrufen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Ist das alles richtig so? Mitnichten. Die Argumente des VA st\u00fctzen sich im Kern auf die Rechtsauffassung der von ihm beauftragten Kanzlei BRP und von Dr. Kinzl. Die Befangenheit von B&amp;T ist aus meiner Sicht bislang ins Blaue hinein behauptet; dar\u00fcber m\u00fcsste ein Gericht entscheiden. Ich selbst kann keine Befangenheit erkennen. Und selbst wenn ein Gericht in einigen Jahren einen Haftungsanspruch des VZB gegen B&amp;T best\u00e4tigen sollte: Korrekt erstellte Pr\u00fcfungen der Jahresabschl\u00fcsse 2024 und 2025 w\u00fcrden dadurch nicht nachtr\u00e4glich \u201efalscher\u201c. Genau dieses Drohgespenst \u2013 die Abschl\u00fcsse m\u00fcssten sp\u00e4ter wom\u00f6glich kassiert und neu erstellt werden \u2013 hielt die Kanzlei den Mitgliedern und der VV jedoch vor. Deshalb, so die Argumentation, m\u00fcsse man vor den BGH und die WP-Kammer ziehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Auf Nachfrage stellte Dr. Kinzl f\u00fcr die Anrufung der WP-Kammer drei bis vier Monate und f\u00fcr den BGH unter sechs Monate in Aussicht, ohne sich \u2013 wie Rechtsanw\u00e4lte nun einmal sind \u2013 festzulegen. Sp\u00e4ter r\u00e4umte er selbst ein, dass alles l\u00e4nger dauern k\u00f6nne: Der BGH entscheide zwar die H\u00e4lfte der F\u00e4lle binnen sechs Monaten, die andere H\u00e4lfte aber eben nicht. In dieser Zeit passiert nichts, denn der VA und Dr. Kinzl machten klar, dass eine Herausgabe von Akten an B&amp;T unter diesen Umst\u00e4nden strafbewehrt sein k\u00f6nne und nicht erfolgen werde. Das hei\u00dft: keine Jahresabschl\u00fcsse 2024 und 2025 im Jahr 2026 \u2013 und im ung\u00fcnstigsten Fall auch nicht 2027.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Was bedeutet dieses Warten f\u00fcr uns Mitglieder? Ich habe als Laie \u00fcberschlagen: Rechnet man mindestens ein Jahr Verz\u00f6gerung beim Jahresabschluss 2024 und ein weiteres Jahr Warten auf den BGH, ergeben sich zwei Jahre ohne Pr\u00fcfung. Sollten die testierten Zahlen tats\u00e4chlich eine Beitragsanpassung erfordern \u2013 nehmen wir an, 10 % ab dem vergangenen Sommer \u2013, dann fehlt dem VZB durch die Verz\u00f6gerung ein Millionenbetrag f\u00fcr Liquidit\u00e4t und Wiederaufbau. Mir geht es dabei nicht um vorschnelle Beitragserh\u00f6hungen auf unsicherer Grundlage (dazu unten), sondern darum, dass jeder Monat ohne belastbare Zahlen das VZB Geld kostet. Rein spekulativ gerechnet, sehe ich hier einen erheblichen Schaden \u2013 und frage mich, ob dieses Vorgehen noch im Interesse der Mitglieder ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Zum Gl\u00fcck brachten die IUZB und der Verband einen Antrag ein: Der VA solle B&amp;T trotz aller Einw\u00e4nde von Dr. Kinzl anerkennen, und B&amp;T solle so schnell wie m\u00f6glich mit der Arbeit beginnen, damit endlich die Abschl\u00fcsse 2024 und 2025 zur Entlastungsabstimmung in die VV kommen. Der Antrag wurde mit 5 Ja- zu 4 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen angenommen. Bis es dazu kam, wurde gestritten \u2013 um Wortlaut, satzungsgem\u00e4\u00dfe Aufgaben, Rechte und Pflichten und, und, und. <strong>An dieser Stelle dachte ich mir: \u201eKindergarten\u201c.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Das alles h\u00e4tte schon 2025 (!) gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen \u2013 wenn man die anachronistische Satzung aus dem Spiel gelassen und sich im Konsens aller 24 Gremienmitglieder von zwei unabh\u00e4ngigen Kanzleien h\u00e4tte beraten lassen. Das lag offenbar nicht im Sinne des VA, der sich auf die Darstellung festgelegt hat, B&amp;T habe Fehler gemacht \u2013 eine v\u00f6llig offene und (noch) nicht belastbare Behauptung. Seit fast zwei Jahren sprechen die Gremienmitglieder kaum miteinander. Und die Kanzleien wirken nicht befriedend, sondern spaltend, weil sie ihre Auffassung nicht zur Diskussion stellen, sondern dem VA als einzige Handlungsoption empfehlen. Satzungsgem\u00e4\u00df k\u00f6nnte die VV eigene Kanzleien beauftragen; das scheiterte bisher an der Zerrissenheit der VV selbst. Was f\u00fcr ein unn\u00f6tiges Drama!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Nun gibt es also eine Empfehlung, eine Aufforderung \u2013 oder wie auch immer man es nennen will \u2013, B&amp;T endlich arbeiten zu lassen. Ob der VA sich daran halten wird, steht in den Sternen. Allein dass dies fraglich ist, zeigt, dass VA und VV nicht auf Augenh\u00f6he miteinander sprechen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Die Schw\u00e4che:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Ein Rechtsstreit \u00fcber die Befangenheit des Pr\u00fcfers blockiert die Grundlage aller weiteren Entscheidungen \u2013 m\u00f6glicherweise bis 2027. Die VV hat keine eigene rechtliche Beratung und ist auf die Kanzleien des VA angewiesen, die ihre Sicht nicht zur Diskussion stellen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Mein L\u00f6sungsvorschlag:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Der VA setzt den Beschluss der VV sofort um; B&amp;T beginnt unverz\u00fcglich mit der Pr\u00fcfung der Jahresabschl\u00fcsse 2024 und 2025.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Befangenheit und Schadensersatz werden parallel gerichtlich gekl\u00e4rt \u2013 ohne die Pr\u00fcfung aufzuhalten.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die VV beauftragt eine eigene, unabh\u00e4ngige Kanzlei; strittige Rechtsfragen werden f\u00fcr alle drei Gremien gemeinsam begutachtet.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>5. Verlustzahlen: Eine Bewertung ist eine Einsch\u00e4tzung, keine Gewissheit<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Vor dem Testat durch den Wirtschaftspr\u00fcfer steht der Jahresabschluss, erstellt von der Gesch\u00e4ftsstelle in Verantwortung von Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und VA (man m\u00f6ge mich korrigieren, wenn dem nicht so ist). Darum ging es an anderer Stelle dieses bizarren Abends. F\u00fcr den Jahresabschluss braucht es Bewertungen des Verm\u00f6gens, die der Wirtschaftspr\u00fcfer sp\u00e4ter \u2013 je nach Beauftragungstiefe \u2013 durchaus auch \u201etief\u201c darauf pr\u00fcft, ob sie zutreffend vorgenommen wurden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die vorliegenden Bewertungen beruhen weitgehend auf den Ergebnissen von CFRV, also von Prof. Wassermann und Prof. Dimler. Die Summe von 1,35 Milliarden Euro Verlust ist keine Neuigkeit: Herr Schieritz hat seit seiner Amts\u00fcbernahme keine mediale Gelegenheit ausgelassen, sie \u00f6ffentlich und \u2013 in meiner Wahrnehmung \u2013 als feststehend zu nennen. Neu war f\u00fcr mich, dass CFRV nach Auskunft von Prof. Wassermann tats\u00e4chlich nach dem Niederstwertprinzip bewertet hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Ich bin kein Sachverst\u00e4ndiger wie Prof. Wassermann. Er ist allerdings \u2013 entgegen mancher Ger\u00fcchte \u2013 auch kein <em>Wirtschaftspr\u00fcfer<\/em>, sondern Auftragnehmer; Auftraggeber ist das VZB, also der VA. Bewertungen hei\u00dfen Bewertungen, weil sie <em>einsch\u00e4tzen<\/em>. In jede Einsch\u00e4tzung flie\u00dfen neben fachlichen Kennzahlen auch die Vorgaben und die Sicht des Auftraggebers ein \u2013 ohne sie ist eine Bewertung kaum vollst\u00e4ndig m\u00f6glich. Man denke nur an die Ermittlung eines Praxisverkaufswertes.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Deshalb sind Zweifel erlaubt, ob hier nicht zu tief bewertet wurde und ob ein gemildertes Niederstwertprinzip m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Ich bitte um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr mein Entsetzen: Bei 1,35 Milliarden Euro Verlust m\u00fcsste unser Verm\u00f6gen weitgehend Ramsch gewesen sein. Kurzum: Das glaube ich nicht \u2013 oder erst dann, wenn ein neutraler Sachverst\u00e4ndiger alle Alternativbetrachtungen ber\u00fccksichtigt und diesen \u201eRamschrestwert\u201c best\u00e4tigt hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Dazu fehlt es im VA aus meiner Sicht am Willen: Die sechs VA-Mitglieder scheinen den CFRV-Zahlen uneingeschr\u00e4nkt zu glauben, und auch der AA schreitet nicht ein und fordert keine \u00dcberpr\u00fcfung. In der VV verlangen Vertreter wie die der IUZB und des Verbandes diese Zweitmeinung nachdr\u00fccklich; andere schlie\u00dfen sich an, andere leider nicht. Und hier bin ich wieder beim Crew Resource Management: VA, AA und VV b\u00fcndeln ihre Schwarmintelligenz nicht, sondern die einzelnen \u201eAbteilungen\u201c pochen auf ihre satzungsgem\u00e4\u00dfe Deutungshoheit. F\u00fcr mich ist das der Super-GAU.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Warum der VA so an den CFRV-Ergebnissen festh\u00e4lt, dar\u00fcber kann ich nur spekulieren. M\u00f6glicherweise spielen Beweggr\u00fcnde eine Rolle, die mit den Prozessen um die Vergangenheit zusammenh\u00e4ngen. M\u00f6glicherweise will man <em>\u201elieber ganz niederstwertig rechnen\u201c<\/em>, um ja keine Fehlbewertung mehr zuzulassen \u2013 frei nach dem Motto: Entwickelt sich das, was noch in den B\u00fcchern steht, in den n\u00e4chsten Jahren doch besser, dann war unsere Vorsicht richtig, und wir k\u00f6nnen \u201etolle\u201c Entwicklungen pr\u00e4sentieren. Dass solche Entwicklungen sp\u00e4ter in den B\u00fcchern erscheinen, machte Prof. Wassermann selbst klar: Eine auf null bewertete Anlage schl\u00e4gt sich bei guter Entwicklung \u2013 und, so erg\u00e4nze ich zynisch und spekulativ, <em>bei \u201eneuer\u201c Bewertung<\/em> \u2013 in den Folgejahren mit h\u00f6herem Wert nieder. Uns Mitgliedern hilft diese Verschiebung allerdings wenig, wenn wir daf\u00fcr wom\u00f6glich \u201eunn\u00f6tig\u201c h\u00f6here Beitr\u00e4ge zahlen. Ich bin f\u00fcr vorsichtiges Bewerten, aber nicht f\u00fcr fatalistisches.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Die Schw\u00e4che:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die gesamte Krisenkommunikation \u2013 und k\u00fcnftig wom\u00f6glich unsere Beitr\u00e4ge und Renten \u2013 st\u00fctzt sich auf eine einzige, nicht testierte Auftragsbewertung nach dem strengsten Ma\u00dfstab. Eine unabh\u00e4ngige Gegenpr\u00fcfung findet nicht statt, und kein Gremium setzt sie durch.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Mein L\u00f6sungsvorschlag:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Eine unabh\u00e4ngige Zweitbewertung durch einen neutralen Sachverst\u00e4ndigen, beauftragt von allen drei Gremien gemeinsam \u2013 einschlie\u00dflich der Pr\u00fcfung alternativer Ans\u00e4tze wie eines gemilderten Niederstwertprinzips.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Der Wirtschaftspr\u00fcfer pr\u00fcft die Bewertungen mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Pr\u00fcfungstiefe.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Bis dahin wird die Verlustzahl von 1,35 Milliarden Euro nicht als feststehend kommuniziert.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>6. Beitr\u00e4ge und Anwartschaften: Erst das Testat, dann der Beschluss<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Inzwischen hat offenbar \u2013 f\u00fcr viel Geld \u2013 ein Aktuar auf Basis der horrenden Verlustzahlen Berechnungen angestellt, die wir \u201eNormalsterblichen\u201c in der VV-Sitzung nicht zu h\u00f6ren bekamen. Prof. Kuhla, von der VV-Vorsitzenden Frau Dr. J\u00f6decke offenbar allein beauftragt und eigentlich als unparteiischer Ratgeber der VV gedacht, leitete aus diesen Sch\u00e4tzungen einiges ab. Seinen Auftritt empfand ich als belehrend, polemisch und unangemessen. Es entwickelte sich kein Gespr\u00e4ch unter den VV-Mitgliedern, das ein Rechtsanwalt mit rechtssicheren Hinweisen begleitet. Vielmehr ergriff der Rechtsanwalt selbst die Initiative und dozierte \u00fcber m\u00f6gliche und unm\u00f6gliche rechtliche und \u2013 wie ich empfand \u2013 sogar moralische Pflichten der VV. Auch hier gab er allein seine eigene Fachmeinung wieder; eine Zweitmeinung fehlte. Ich gewann den Eindruck, er beanspruche, unumst\u00f6\u00dfliche Rechtsprechung wiederzugeben. Daran sind Zweifel angebracht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Seine Botschaft: Die VV solle nicht bis zum Testat warten, sondern <em>jetzt<\/em> auf Grundlage der vagen Aktuarzahlen Beitr\u00e4ge erh\u00f6hen und Anwartschaften k\u00fcrzen. <strong>Nach einem Testat<\/strong>, das Deckungsl\u00fccken offenlegt, <strong>m\u00fcsse<\/strong> die VV satzungsgem\u00e4\u00df sofort Beitr\u00e4ge und Anwartschaften anpassen, um die Deckungsr\u00fcckstellung f\u00fcr die Rentenzahlungen sicherzustellen. <strong>Wom\u00f6glich<\/strong> m\u00fcsse sie jedoch <strong>auch schon jetzt<\/strong> handeln; das sei zwar nicht ausdr\u00fccklich in der Satzung geregelt, aus seiner Sicht aber abzuleiten. Ich h\u00f6rte sogar rechtliche Konsequenzen f\u00fcr die VV heraus, falls sie <em>jetzt<\/em> nicht vorauseilend handle. Das alles kann man vortragen \u2013 die Art und Weise empfand ich jedoch als belehrend und vorf\u00fchrend.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die VV lie\u00df sich diesen Vortrag gefallen, behielt aber zum Gl\u00fcck die Oberhand. Ich hatte den Eindruck, dass sich die Mehrheit nicht dr\u00e4ngen lassen wollte, auf unbest\u00e4tigter Grundlage Beitr\u00e4ge und Anwartschaften festzulegen. Gut so. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn solche Bescheide jetzt in die Briefk\u00e4sten der Mitglieder flatterten und sp\u00e4ter wieder kassiert werden m\u00fcssten \u2013 wom\u00f6glich, weil sich die Verluste als deutlich niedriger herausstellen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Die Schw\u00e4che:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Reihenfolge wird auf den Kopf gestellt: Einschneidende Konsequenzen f\u00fcr alle Mitglieder sollen beschlossen werden, bevor eine gepr\u00fcfte Grundlage existiert. Die Aktuarberechnungen selbst werden der VV nicht offengelegt, die rechtliche Einsch\u00e4tzung stammt von einem einzigen Berater.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Mein L\u00f6sungsvorschlag:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Eine verbindliche Reihenfolge: Jahresabschluss \u2192 Testat \u2192 Aktuarberechnung auf testierter Basis \u2192 Beschluss der VV.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Das Aktuargutachten wird der VV satzungsgem\u00e4ss vollst\u00e4ndig vorgelegt und w\u00e4gt zwischen den aktuartechnischen M\u00f6glichkeiten umsichtig ab, so dass ein Kompromiss zwischen Mitgliederbelastung und aktuartechnischen Notwendigkeiten resultieren kann<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Frage, ob die VV bereits vor dem Testat handeln muss, wird durch ein unabh\u00e4ngiges Zweitgutachten gekl\u00e4rt, wenn die VV dies als notwendig ansieht<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>7. Geheimhaltung, Prozesse und der Umgang miteinander<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Als letzten gro\u00dfen Themenblock muss ich die Stimmung im VZB ansprechen. Die Beraterkosten explodieren, jeder versucht sich gegen jeden abzusichern, eine Versicherung f\u00fcr die Gremienmitglieder fehlt aus f\u00fcr mich nicht nachvollziehbaren Gr\u00fcnden immer noch \u2013 und sobald es eigentlich darum ginge, <em>Tacheles<\/em> zu reden, kommt die gro\u00dfe Totschlagkeule <em>\u201eGeheimhaltung\u201c<\/em>.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Die Prozesse.<\/strong> Herr Schieritz, den die Initiatoren der Sitzung eigentlich nur als Zuh\u00f6rer vorgesehen hatten, nutzte die Gelegenheit f\u00fcr eine abgelesene, mit gro\u00dfem Pathos und literarischen Vergleichen vorgetragene Rede. Darin nannte er wieder und wieder die Kollegen der Vergangenheit, in deren Amtszeit die gro\u00dfen Verfehlungen passiert sein sollen, die schlie\u00dflich zu den kolportierten 1,35 Milliarden Euro Verlust gef\u00fchrt h\u00e4tten. Sp\u00e4ter warf Dr. Kinzl Folien mit Firmenverflechtungen und den Namen Wohltman und Rellermeier an die gro\u00dfe Wand des Saals, die auch den letzten Zweifler \u00fcberzeugen sollten: Wir haben die Schuldigen. Weil f\u00fcr den VA scheinbar alles so schl\u00fcssig ist, haben Dr. Kinzl und seine Kanzlei Institute und ehemalige Gremienmitglieder auf Schadensersatz verklagt \u2013 so die Erkl\u00e4rung f\u00fcr uns Mitglieder. <strong>Ist dem so?<\/strong> Stellen sich die Dinge wirklich so dar?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Mir stellten sich dabei Fragen: Wurde jemals eine Kosten-Nutzen-Rechnung f\u00fcr diese wom\u00f6glich jahrzehntelangen Prozesse aufgestellt? Von wem wird man \u00fcberhaupt etwas zur\u00fcckbekommen \u2013 und wann? Wurde jemals gepr\u00fcft, ob die Darstellung, auf der die Klagen beruhen, \u00fcberhaupt zutrifft \u2013 trotz der so eindrucksvollen Folien? Wurde jemals eine interne Aufkl\u00e4rung mit allen Beteiligten angestrebt? Ich f\u00fcrchte, in diesen Punkten hat das \u201eCrew Resource Management\u201c ein weiteres Mal versagt. Stattdessen haben wir nun ein <em>\u201eoffenes Geheimnis\u201c<\/em>, dass den Zahn\u00e4rzten durch das Fehlverhalten vieler Beteiligter 1,35 Milliarden Euro Schaden entstanden seien, und eine Gro\u00dfklage, die \u2013 so Kollege Klutke auf der DV im Fr\u00fchjahr \u2013 durchaus zehn Jahre dauern k\u00f6nne. <strong>Cui bono?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Geheimhaltung mit zweierlei Ma\u00df.<\/strong> Als ich Herrn Schieritz zuh\u00f6rte, trieb mich die st\u00e4ndige Wiederholung der unbest\u00e4tigten Verlustzahl um. Nehmen wir an, meine Praxis liefe schlecht und ich st\u00fcnde kurz vor dem Bankrott \u2013 w\u00fcrde ich das \u00fcberall herausposaunen und damit auch noch die letzten Patienten und Mitarbeiter verschrecken? Nein. Herr Schieritz aber wiederholt die Zahl immer und immer wieder. F\u00fcr mich ist diese Verlustzahl ein Geheimnis, dessen Preisgabe erhebliche Folgen f\u00fcr den Frieden unter den Kollegen und f\u00fcr die Bonit\u00e4t des VZB hat. Die Weitergabe horrender Verlustzahlen, die allein auf einer nicht testierten Auftragsbewertung eines Sachverst\u00e4ndigen beruhen, empfinde ich als <strong>echte Geheimnisweitergabe<\/strong> \u2013 denn sie betrifft <em>meine pers\u00f6nlichen Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse<\/em>.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Gleichzeitig wurden Kritiker als <em>\u201eRoss und Reiter\u201c<\/em> benannt. Herr Gneist habe Geheimnisverrat begangen, weil er Anfragen zum Stand der Berater- und Rechtsanwaltsrecherchen nicht nur an VZB-Adressen, sondern auch an Ingo Rellermeier versandt habe; daf\u00fcr sei er von Dr. Kinzl abgemahnt worden. Ob sich dieser Vorwurf halten l\u00e4sst, wird sich zeigen. Die Fragen waren so allgemein gehalten, dass ich als Laie darin keine sch\u00e4dliche Geheimnisweitergabe erkennen kann. Und es soll nicht verschwiegen werden: Diese Fragen sind bis heute nicht beantwortet. Die Rechtsanw\u00e4lte arbeiten weiter f\u00fcr viel Geld, die Ergebnisse kennt Herr Gneist nicht. Deshalb wollte er von einem Beklagten wissen, ob dort bereits Erkenntnisse vorliegen. Aus meiner Sicht muss ein VV-Mitglied auch unverf\u00e4ngliche Fragen zur eigenen Meinungsbildung an solche Personen richten d\u00fcrfen, ohne dem VZB damit zu schaden. Ich sehe darin vielmehr einen Nutzen f\u00fcr die Kontrollfunktion der VV.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Vorverurteilung statt Kollegialit\u00e4t.<\/strong> Dr. Kinzl nutzte seinen Vortrag zudem, um Herrn Gneist und Frau Seifert wegen einer eidesstattlichen Versicherung an den Pranger zu stellen. Diese gebe ein Erinnerungsprotokoll eines Treffens aus dem Jahr 2025 wieder, das nicht zu dem passe, was andere Teilnehmer erlebt h\u00e4tten. Das empfinde ich als unfair. Wenn zwei Kollegen ihre Wahrnehmung an Eides statt versichern, ist das zun\u00e4chst zu respektieren. Auf keinen Fall darf es in einem solchen Vortrag zu einer Vorverurteilung \u2013 also dass die eidesstattlichen Versicherungen unangebracht und sch\u00e4dlich f\u00fcrs VZB seien &#8211; kommen \u2013 so verstehe ich jedenfalls Kollegialit\u00e4t. Letztlich geben beide Kollegen nur wieder, was sie untr\u00fcglich erlebten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Ferner stellten Dr. Kinzl und Herr Schieritz einen Auftritt von Herrn Gneist bei einem VZB-Prozess gegen Herrn Smura in Neuruppin so dar, als habe Herr Gneist dort mit Herrn Smura gesprochen. Dem widersprach Herr Gneist vehement und warf beiden vor, die Unwahrheit zu sagen: Kollege M\u00fcller-Reichenwallner, der ebenfalls vor Ort war, habe bezeugt, dass Herr Gneist weder bei Herrn Smura stand noch mit ihm sprach. Diese Schilderung sollte den Zuh\u00f6rern wohl vermitteln, dass Herr Gneist mit dem vom VA als dem VZB feindlich gesinnt eingestuften Herrn Smura kooperiere und wom\u00f6glich Schaden anrichte \u2013 anders kann ich den Vortrag jedenfalls nicht deuten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Auch was an diesem Abend von Dr. Kinzl und Herrn Schieritz \u00fcber Herrn Rellermeier und Kollegen Heegewaldt gesagt wurde \u2013 bei Letzterem aus meiner Sicht ohne jede belastbare Grundlage und arg konstruiert \u2013, kam bei mir nicht neutral an. Beide wurden deutlich als die \u201eBad Guys\u201c positioniert. Ich halte an der Unschuldsvermutung f\u00fcr alle beklagten Kollegen fest; nach meinem Eindruck lie\u00df Herr Schieritz sie in seiner Rede nicht ausreichend gelten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Ja, es war keine Diskussion, sondern ein frontal vorgetragenes An-den-Pranger-Stellen durch Herrn Schieritz und sp\u00e4ter Dr. Kinzl, bei dem jeder nicht involvierte Zuh\u00f6rer unweigerlich den Eindruck gewinnen musste, Frau Seifert und Herr Gneist seien <em>\u201eVerr\u00e4ter\u201c<\/em>.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Was fehlte: ein Wort zur Zukunft.<\/strong> Von Herrn Schieritz erfuhr ich wenig bis nichts dar\u00fcber, wie die <em>notwendige Restrukturierung<\/em> erfolgen soll \u2013 die aus meiner Sicht nur <em>hochspezialisierte Restrukturierungsexperten mit ausgewiesener Erfahrung<\/em> leisten k\u00f6nnen. Auch von <a href=\"https:\/\/www.vzberlin.org\/ansprechpartner.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Direktor Geenen<\/a> vernahm ich dazu nichts. Wurde er nicht eingestellt, um genau solche Konzepte \u2013 auch unter Heranziehung entsprechender Experten \u2013 schnellstm\u00f6glich zu entwickeln?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Die Schw\u00e4che:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Geheimhaltung wird selektiv eingesetzt: gegen kritische Fragen aus der VV, nicht aber gegen die \u00f6ffentliche Verbreitung unbest\u00e4tigter Verlustzahlen. Vorw\u00fcrfe gegen Kollegen werden in Gremiensitzungen erhoben, bevor Gerichte entschieden haben. W\u00e4hrend Geld und Energie in Prozesse mit ungewissem Ausgang flie\u00dfen, gibt es kein Konzept f\u00fcr die Restrukturierung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Mein L\u00f6sungsvorschlag:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">F\u00fcr alle gleich geltende Regeln zur Vertraulichkeit \u2013 und keine \u00f6ffentliche Nennung unbest\u00e4tigter Verlustzahlen.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die offenen Fragen von VV-Mitgliedern zu Berater- und Prozesskosten werden beantwortet.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Alle VV-Fragen, unbeantwortete und zuk\u00fcnftige, werden zeitnah vom VA beantwortet<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Eine Kosten-Nutzen-Rechnung aller laufenden Prozesse wird vorgelegt; eine interne Aufkl\u00e4rung mit allen Beteiligten wird ernsthaft gepr\u00fcft.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Unschuldsvermutung gilt; Vorw\u00fcrfe gegen Kollegen geh\u00f6ren vor Gericht, nicht in den Frontalvortrag einer Gremiensitzung.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Eine Versicherung f\u00fcr die Gremienmitglieder wird zeitnah abgeschlossen und sollte auch bei Ausscheiden aus einem Gremium noch greifen<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung legt zeitnah ein Restrukturierungskonzept vor.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>8. Mein Fazit: Was jetzt geschehen muss<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Zum Schluss darf ich meine W\u00fcnsche \u00e4u\u00dfern: \u201eEt audiatur altera pars\u201c \u2013 auch die andere Seite m\u00f6ge endlich geh\u00f6rt werden. Um in der Pferdesprache zu bleiben, die Herr Schieritz bem\u00fchte: Der VA m\u00f6ge vom hohen Ross herunterkommen und Demut zeigen. Sechs Kollegen sollten sich nicht zu Finanzexperten mit Deutungshoheit aufschwingen, sondern gerade in diesen Zeiten den Konsens mit allen anderen Kolleginnen und Kollegen der Gremien suchen \u2013 auch wenn die Satzung diesen \u201eAuserw\u00e4hlten\u201c die alleinige Deutungshoheit zuschreibt. Dazu braucht es mehr als die Auslegungen der beauftragten Rechtsanw\u00e4lte und Sachverst\u00e4ndigen: <em>Es braucht Gegenmeinungen durch Experten.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Sofort umsetzbar:<\/strong><\/span><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Pr\u00fcfung starten:<\/strong> B&amp;T beginnt unverz\u00fcglich mit den Jahresabschl\u00fcssen 2024 und 2025; der Rechtsstreit l\u00e4uft parallel.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Zweitbewertung einholen:<\/strong> Ein neutraler Sachverst\u00e4ndiger \u00fcberpr\u00fcft die CFRV-Bewertung, beauftragt von allen drei Gremien.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Reihenfolge einhalten:<\/strong> Keine \u00c4nderung von Beitr\u00e4gen und Anwartschaften vor Testat und Aktuarberechnung auf testierter Basis.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Augenh\u00f6he herstellen:<\/strong> Unterlagen rechtzeitig f\u00fcr alle, unabh\u00e4ngige Zweitmeinungen zu strittigen Fragen, eigene Rechtsberatung f\u00fcr die VV.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Prozesse auf den Pr\u00fcfstand:<\/strong> Kosten-Nutzen-Rechnung, faire Vertraulichkeitsregeln, Unschuldsvermutung.<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Profis holen:<\/strong> Berufung eines oder mehrerer Restrukturierungsexperten \u2013 im Konsens aller 24 Gremienmitglieder und nicht im Alleingang des VA.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Langfristig:<\/strong><\/span><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"7\">\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Satzung reformieren:<\/strong> Die Verantwortung f\u00fcr unsere Altersversorgung geh\u00f6rt in professionelle H\u00e4nde statt ins Ehrenamt im Nebenjob \u2013 mit Verwaltungskosten auf dem in der Finanzbranche \u00fcblichen Niveau. Auch Alternativen wie Kapitalisierung oder Aufl\u00f6sung sind ernsthaft zu pr\u00fcfen.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Diese Satzung ist leider v\u00f6llig \u00fcberholt. Profis m\u00fcssen \u00fcbernehmen \u2013 das gebietet die betriebswirtschaftliche Vernunft.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Meine Gedanken zur Zukunft des VZB finden Sie ausf\u00fchrlicher in meinem Leserbrief in der aktuellen MBZ (10\/2026), den ich hier noch einmal wiedergebe:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><em>Leserforum, <a href=\"https:\/\/www.zaek-berlin.de\/dokumente\/mbz-aktuell\/index.php?catalog=MBZ_10_2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MBZ 10\/2026<\/a>, dort Seite 13:<\/em><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Ich m\u00f6chte raus aus der Krise<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Als einfaches Mitglied des VZB f\u00fchle ich mich ohnm\u00e4chtig. Unser Versorgungswerk wurde 1965 gegr\u00fcndet. Es ist so alt wie ich. Unterschied: Ich bin erfolgreicher und selbstbestimmt. Leider verstanden unsere Kollegen damals nicht, dass wir ohne Versorgungswerk besser gefahren w\u00e4ren. Und sie verstanden nicht, dass wir uns einen ungebetenen Gast und viele Pflichten wie die Zwangsmitgliedschaft damit einhandelten: Der Staat schreibt vor und schaut aber zynisch weg, wenn es nicht richtig l\u00e4uft. Da sind wir dann auf einmal wieder \u201eFreiberufler\u201c in Selbstverwaltung.<br \/>\nUnsere Satzung ist leider auch anachronistisch. 24 Zahn\u00e4rzte befinden \u00fcber unser Verm\u00f6gen im Nebenjob, im Ehrenamt. Das hat sich \u00fcberlebt. Es ist an der Zeit, die Verantwortung f\u00fcr unsere Renten in professionelle H\u00e4nde zu legen. Davon wollen die Verantwortlichen im Versorgungswerk wenig wissen. \u201eNicht machbar\u201c ist das Credo. Das stimmt nicht. Selbst die Aufl\u00f6sung w\u00e4re m\u00f6glich. Oder die Kapitalisierung. Denn ich w\u00fcrde mich gern um mein Geld ab sofort selbst k\u00fcmmern. Zu Verwaltungsgeb\u00fchren zwischen 0,15 und vielleicht 1,0 % \u2013 wie es in der Finanzbranche \u00fcblich ist. Davon sind wir durch die aktuellen Beraterkosten leider auch weit entfernt \u2013 Beraterkosten, die nach den Horrormeldungen der letzten Monate nun sicherstellen sollen, dass die Zahn\u00e4rzte im Ehrenamt ja keinen Fehler mehr machen.<br \/>\nIch h\u00e4tte da eine preiswerte Alternativl\u00f6sung: das Ehrenamt abschaffen und Professionalisierung. Bitten Sie doch Ihre Kammerpr\u00e4sidentin und Ihren Verwaltungsausschussvorsitzenden im VZB um Umsetzung dieser effektiven Forderung und fragen einmal nach den Jahresabschl\u00fcssen 2024 und 2025, die \u2013 f\u00fcr mich v\u00f6llig unerkl\u00e4rlich \u2013 immer noch nicht vorliegen. So w\u00fcrde es auch wieder etwas werden mit dem \u201eFreiberuf\u201c. \u201eJust my two cents\u201c als unzufriedenes Mitglied, das ohnm\u00e4chtig dem aktuellen Treiben beiwohnen muss.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><em>Dr. Stefan Verch<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Ich gebe in diesem Kommentar ausschlie\u00dflich meine subjektive Erinnerung und meine pers\u00f6nliche Meinung wieder.* Sollten sich Sachverhalte anders darstellen, werden wir dies abdrucken. Mir ist bewusst, dass die Stimmung [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":41613,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":29,"footnotes":""},"categories":[48,376,242,47,87],"tags":[238],"class_list":["post-54599","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-iuzb","category-iuzb-gastbeitraege","category-infobriefe","category-versorgungswerk-vzb","category-vertreterversammlung","tag-top"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54599"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54599\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54614,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54599\/revisions\/54614"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/41613"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}