{"id":40413,"date":"2022-11-06T13:16:53","date_gmt":"2022-11-06T12:16:53","guid":{"rendered":"https:\/\/iuzb.de\/?p=40413"},"modified":"2024-11-16T03:40:45","modified_gmt":"2024-11-16T02:40:45","slug":"hoehere-bzaek-beitraege-fuer-berliner-zahnaerzte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=40413","title":{"rendered":"H\u00f6here BZ\u00c4K-Beitr\u00e4ge f\u00fcr Berliner Zahn\u00e4rzte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Verein &#8222;Bundeszahn\u00e4rztekammer&#8220;, in welchem auch die Berliner Zahn\u00e4rztekammer bislang freiwillig Mitglied ist, erh\u00f6ht die Beit\u00e4ge und vorher noch die eigene Verg\u00fctung. Der Jahresbeitrag f\u00fcr jeden t\u00e4tigen Zahnarzt wird um etwa 16 Prozent auf Euro 134,40 erh\u00f6ht. Dies muss von der Berliner Zahn\u00e4rztekammer dann auf die Kammer-Beitr\u00e4ge ab 2024 umgelegt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon zu Anfang 2023 steigen aber die Entsch\u00e4digungen der &#8222;ehrenamtlich&#8220; T\u00e4tigen dort um weitere f\u00fcnf Prozent. Diese Erh\u00f6hung der Ensch\u00e4digung war Gegenstand des Subantrages 3. In seiner Rede vor der Bundesversammlung hat sich Dr. Andreas Hessberger gegen diese weitere Erh\u00f6hung ausgesprochen. Eine Mitschrift der frei vorgetragenen Rede ist hier im Anschluss angef\u00fcgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende war die Zustimmung zur Erh\u00f6hung nicht so \u00fcberw\u00e4ltigend, <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/?p=40385#comment-4578\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie das ver\u00f6ffentlichte Abstimmungsergebnis glauben machen m\u00f6chte<\/a>. Es wurden offensichtlich nur jene f\u00fcnf Nein-Stimmen aus Berlin gewertet, welche direkt vom Platz in der Versammlung per Handzeichen abgegeben wurden. Von Delegierten, welche sich au\u00dferhalb der Sitzordnung befanden, wurden die Nein-Stimmen anscheinend nicht gewertet. Des Weiteren hatten einige Delegierte vor der Abstimmung den Saal verlassen und etliche weitere sich garnicht mit entweder Ja, Nein oder Enthaltung \u00f6ffentlich positioniert.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong>Rede von Dr. Andreas Hessberger<\/strong> (IUZB),<br \/>\nBundesversammlungsdelegierter der Zahn\u00e4rztekammer Berlin, vom 05.11.2022 in M\u00fcnchen:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ich wende mich hier an Sie, weil ich die Hoffnung habe, dass sie den Subantrag 3 zum Anpassen der Aufwandsentsch\u00e4digung nicht einfach durchwinken werden, sondern sachgerecht entscheiden &#8211; und zwar so sachgerecht, wie Sie auch in Ihren Praxen t\u00e4glich sachgerecht Entscheidungen treffen &#8211; mit dem entsprechenden Fingerspitzengef\u00fchl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenn sie zu dem entsprechenden Ergebnis kommen sollten, dass 5 % eigentlich kein Problem sind, so m\u00f6chte ich Ihnen doch folgendes zu bedenken geben: es gibt gen\u00fcgend Praxen, denen es nicht so gut geht &#8211; und f\u00fcr diese Praxen sind Sie heute auch hier. Sie vertreten auch diese Praxen \u00fcber ihre Kammern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich verrate Ihnen sicher kein Geheimnis, dass wir in Berlin knapp vor dem Austritt aus dem Verein hier standen. Dieser Antrag seiner Zeit ist nur sehr knapp gescheitert und zwar an einer einzigen Stimme &#8211; und das Thema ist noch nicht vom Tisch. Jetzt kann man nat\u00fcrlich fragen: Ist ein Austritt hier die einzige L\u00f6sung? Ich pers\u00f6nlich w\u00fcrde nicht unbedingt so weit gehen \u2013 sondern weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich frage mich, ob hier lieb gewonnene Gewohnheiten und deren Kosten wirklich unver\u00e4nderbar sind. Wenn ich mir den Haushalt anschaue &#8211; ich greife mir nur einen einzigen Punkt heraus &#8211; dann sind dort mehrere zehntausend Euro f\u00fcr den Ausflug nach Sydney und weitere 18.000 \u20ac f\u00fcr den deutschen Abend dort. Passt das noch in die heutige Zeit?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und mal grunds\u00e4tzlicher: Passen Ausrichtung und Aufstellung hier zu den Aufgaben, Herausforderungen und den gezeitigten Ergebnissen? Da, meine ich, lautet die Antwort: Nein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenn man sich diese Frage so grunds\u00e4tzlich stellt, dann darf man nicht den Blick nach unten richten: Dann verliert man sich im Klein-Klein. Sondern der Blick muss nach oben gehen, viel mehr nach oben links hier: Dort sitzt die F\u00fchrungstroika. Diese Troika m\u00f6chte ab n\u00e4chstem Jahr 28.000 \u20ac monatlich als \u201eBasis-Entsch\u00e4digung\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Punkte dazu: Erstens, das ist nur die halbe Wahrheit. Da kommen noch Kosten f\u00fcr Reisen und Sitzungsgelder in gleicher H\u00f6he darauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens: Vor gerade mal drei Jahren wurde diese Aufwandsentsch\u00e4digung um 25 % angehoben. Sie haben richtig geh\u00f6rt: 25 %! Wenn man nun diese 25 % und die 5 % zusammen legt, dann sind es nicht 30 %, sondern durch Zinseszins 31 %!<br \/>\n31 % mehr im kommenden Jahr \u2013 und das sind noch da sind nur noch wenige Tage dahin \u2013 gegen\u00fcber 2019. Vermitteln Sie das mal den Kollegen: 31 % mehr an die Zentrale nach dieser kurzen Zeit!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich jetzt hier nach vorne schaue, dann sehe ich hier nicht nur den Vereins-Vorsitz, sondern ich sehe auch die Kammer-Pr\u00e4sidenten. Viele von denen bekommen deutlich weniger, als der Vereinsvorsitzende. Sie k\u00f6nnen nat\u00fcrlich fragen: Warum? Schlecht verhandelt? Das glaube ich nicht. Ich glaube &#8211; oder das hoffe ich, dass Sie das Wort \u201eEhrenamt\u201c noch mit Sinn erf\u00fcllen. Sie, liebe Kammerpr\u00e4sidenten, Sie sind die Vertreter der Zahn\u00e4rzte in Deutschland. Sie, und nur Sie, sind die obersten Repr\u00e4sentanten der politisch verankerten K\u00f6rperschaften in diesem Land. Und das, liebe Kolleginnen und Kollegen, muss sich auch in der Relationen der Entsch\u00e4digung wiederfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt kann man nat\u00fcrlich fragen: ist dieser Punkt hier, den ich aufmache, an dieser Stelle richtig? Eine Neujustierung vielleicht des Selbstverst\u00e4ndnisses? Ich meine: Ja. Denn jeder Weg, auch der l\u00e4ngste, f\u00e4ngt mit einem ersten Schritt an. Und ich bitte Sie, diesen Subantrag 3 abzulehnen und diesen Schritt mit mir zu gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielen Dank!&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Weiterf\u00fchrend:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/iuzb.de\/?p=40313\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">04.\/05.11.2022: <\/a><strong>Bundesversammlung der Bundeszahn\u00e4rztekammer<\/strong> in M\u00fcnchen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/iuzb.de\/?p=40385\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorratsantrag zur DV am 24.11.2022:<\/a> <strong>\u201eK\u00fcndigung der Mitgliedschaft der Zahn\u00e4rztekammer Berlin K.d.\u00f6.R. in der Arbeitsgemeinschaft Bundeszahn\u00e4rztekammer e.V.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verein &#8222;Bundeszahn\u00e4rztekammer&#8220;, in welchem auch die Berliner Zahn\u00e4rztekammer bislang freiwillig Mitglied ist, erh\u00f6ht die Beit\u00e4ge und vorher noch die eigene Verg\u00fctung. 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