{"id":40225,"date":"2022-10-21T08:13:46","date_gmt":"2022-10-21T06:13:46","guid":{"rendered":"https:\/\/iuzb.de\/?p=40225"},"modified":"2022-10-21T08:15:01","modified_gmt":"2022-10-21T06:15:01","slug":"kzbv-und-bzaek-zum-diesjaehrigen-barmer-zahnreport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=40225","title":{"rendered":"KZBV und BZ\u00c4K zum diesj\u00e4hrigen BARMER-Zahnreport"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pr\u00e4vention als Fundament f\u00fcr lebenslange Mundgesundheit &#8211; Kritik an aktueller Regierungspolitik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anl\u00e4sslich des diesj\u00e4hrigen BARMER-Zahnreports haben Kassenzahn\u00e4rztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahn\u00e4rztekammer (BZ\u00c4K) einmal mehr den Stellenwert von Pr\u00e4vention und Prophylaxe in der modernen Zahnmedizin betont. Zugleich \u00fcbten die zahn\u00e4rztlichen Bundesk\u00f6rperschaften deutliche Kritik an der aktuellen Regierungspolitik, die durch Budgetierung und Deckelung eine pr\u00e4ventionsorientierte Versorgung erheblich erschwere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Zahn\u00e4rzteschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten einen erfolgreichen Wandel gestaltet \u2013 weg von der kurativen, hin zu einer pr\u00e4ventiven Ausrichtung der Zahnheilkunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>&#8222;Vorsorgen statt versorgen&#8220;<\/strong><\/em> lautet unser Motto.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit haben wir den Grundstein gelegt, um f\u00fcr alle Menschen beste Voraussetzungen f\u00fcr ein lebenslang gesundes Gebiss und eine dauerhaft gute Mundgesundheit zu schaffen. Dies sind nicht nur wesentliche Faktoren f\u00fcr eine stabile Allgemeingesundheit, sondern auch f\u00fcr soziale Anerkennung und Integration\u201c, sagte Dr. Wolfgang E\u00dfer, Vorsitzender des Vorstands der KZBV.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prof. Dr. Christoph Benz, Pr\u00e4sident der BZ\u00c4K: \u201eDie Investitionen in Vorsorge zahlen sich aus, denn so wird eine wesentlich kostenintensivere Krankheitslast vermieden \u2013 \u00fcber viele Jahre hinweg. Best\u00e4tigt wird der pr\u00e4ventionsorientierte Versorgungsansatz auch von Seiten der Wissenschaft. So zeigte die repr\u00e4sentative Deutsche Mundgesundheitsstudie, wie sich die Mundgesundheit der Bev\u00f6lkerung in den vergangenen Jahren weiter verbessert hat. Die Karies bei Kindern wurde auf ein Zehntel reduziert, gesundheitliche Ungleichheiten entlang sozialer Gradienten wurden abgebaut. Dank des Zusammenspiels von Individual- und Gruppenprophylaxe geh\u00f6rt Deutschland zu den L\u00e4ndern mit den niedrigsten Kariespr\u00e4valenzen bei 12-J\u00e4hrigen. Bei Erwachsenen ist die Zahl der F\u00fcllungen r\u00fcckl\u00e4ufig, Zahnverluste haben sich halbiert. Senioren weisen durchschnittlich fast sieben mehr eigene Z\u00e4hne auf als noch zur Jahrtausendwende.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">E\u00dfer betonte, dass Zahn\u00e4rztinnen und Zahn\u00e4rzte die Versorgung pr\u00e4ventionsorientiert fortentwickelt, den Leistungskatalog im Einvernehmen mit Kassen und Patientenvertretung an den Stand der Wissenschaft angepasst und die Mundgesundheit auch f\u00fcr vulnerable Gruppen mit speziellem Behandlungsbedarf kontinuierlich verbessert h\u00e4tten. \u201eUnsere Pr\u00e4ventionserfolge sind beispielgebend f\u00fcr die Versorgung. In keinem Bereich wurde mehr aktive Gesundheit durch Pr\u00e4vention geschaffen als in der Zahnmedizin. Diesen Weg wollen wir weitergehen und Erfolge verstetigen und ausbauen &#8211; wenn uns die Politik denn l\u00e4sst und nicht fortw\u00e4hrend Kn\u00fcppel zwischen die Beine wirft, wie derzeit mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er kritisierte das aktuelle Regierungshandeln scharf, welches eine pr\u00e4ventionsorientierte Versorgungspolitik erheblich erschwere, wenn nicht sogar v\u00f6llig unm\u00f6glich mache: \u201eObwohl die Ampel im Koalitionsvertrag Pr\u00e4vention und Vorsorge zum gesundheitspolitischen Leitprinzip der Regierungsarbeit erhoben hat und Minister Lauterbach bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont, dass jeder in Pr\u00e4vention investierte Euro dem System sp\u00e4ter um ein Vielfaches erspart bleibt, kappt er mit dem GKV-FinStG durch Budgetierung die Mittel f\u00fcr pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen wie etwa die neue Parodontitis-Richtlinie. Einen Gro\u00dfteil der Versicherten l\u00e4sst die Regierung damit im Regen stehen, ihnen drohen massive Leistungsk\u00fcrzungen\u201c, sagte E\u00dfer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eRund 30 Millionen Patientinnen und Patienten, die an der Volkskrankheit Parodontitis leiden, wird faktisch ein Leistungsanspruch vorenthalten, der erst im Vorjahr in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen und als ein Meilenstein f\u00fcr die Verbesserung der Mund- und Allgemeingesundheit begr\u00fc\u00dft wurde. Mit dem GKV-FinStG wird dieser neue pr\u00e4ventionsorientierte Versorgungsansatz f\u00fcr die weit \u00fcberwiegende Mehrheit der GKV-Versicherten im Keim erstickt &#8211; Leidtragende sind ausschlie\u00dflich Patientinnen und Patienten. Ein solcher Frontalangriff auf eine pr\u00e4ventionsorientierte Patientenversorgung ist ebenso verheerend wie verantwortungslos!\u201c<\/p>\n<p>Quelle: BZ\u00c4K\/KZBV, <a href=\"https:\/\/www.bzaek.de\/presse\/presseinformationen\/presseinformation\/praevention-als-fundament-fuer-lebenslange-mundgesundheit-kritik-an-aktueller-regierungspolitik.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung vom 20.10.2022<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr\u00e4vention als Fundament f\u00fcr lebenslange Mundgesundheit &#8211; Kritik an aktueller Regierungspolitik Anl\u00e4sslich des diesj\u00e4hrigen BARMER-Zahnreports haben Kassenzahn\u00e4rztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahn\u00e4rztekammer (BZ\u00c4K) einmal mehr den Stellenwert von Pr\u00e4vention und Prophylaxe [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":0,"footnotes":""},"categories":[287,325,188],"tags":[],"class_list":["post-40225","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutscher-bundestag","category-gkv-finanzstabilisierungsgesetz-2022-23","category-medizin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40225"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40225\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40228,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40225\/revisions\/40228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}