{"id":39893,"date":"2022-09-16T07:57:26","date_gmt":"2022-09-16T05:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/iuzb.de\/?p=39893"},"modified":"2022-09-16T19:42:46","modified_gmt":"2022-09-16T17:42:46","slug":"73-deutscher-juristentag2022-altersversorgung-ist-anwaltsthema","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=39893","title":{"rendered":"73. DJT 2022: Altersversorgung ist Anwaltsthema (Thematik u.a.: Anwaltsversorgungswerke in der gesetzlichen Rentenversicherung aufgehen lassen?)"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>LTO Pressespiegel, 16.09.2022:<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">DJT &#8211; Altersversorgung von Jurist:innen: <a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/magazin\/detail\/altersversorgung-ist-anwaltsthema?bifo=port\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beck-aktuell (Tobias Freudenberg)<\/a> berichtet \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der gesetzlichen Rentenversicherung zu konkurrierenden Sicherungssystemen der Altersversorgung, was auf dem 73. Deutschen Juristentag (djt) in Bonn von der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht diskutiert werden soll. <strong>W\u00fcrde sich die Abteilung im Einklang mit den Forderungen ihres Vorsitzenden Rainer Schlegel (Pr\u00e4sident des BSG) daf\u00fcr aussprechen, die Anwaltsversorgungswerke in der gesetzlichen Rentenversicherung ganz oder teilweise aufgehen zu lassen, so h\u00e4tte das eine Signalwirkung.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Beck aktuell, 16.09.2022:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/magazin\/detail\/altersversorgung-ist-anwaltsthema?bifo=port\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"font-size: 14pt;\">Altersversorgung ist Anwaltsthema<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230; Das Gutachten zur Abteilung h\u00e4lt zwar Reformen des Alterssicherungssystems f\u00fcr unvermeidbar, will aber an der Beamtenversorgung und den Versorgungswerken nicht r\u00fctteln. Daher bef\u00fcrchtete wohl zun\u00e4chst niemand Ungemach. Dann lie\u00df aber k\u00fcrzlich der <a href=\"https:\/\/www.bsg.bund.de\/DE\/Gericht\/Praesident\/praesident_aktuell.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4sident des BSG<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rainer_Schlegel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Prof. Dr. Rainer Schlegel<\/strong><\/a>, Vorsitzender der einschl\u00e4gigen Abteilung beim DJT, mit \u00c4u\u00dferungen aufhorchen, dass auch Beamte und Selbstst\u00e4ndige in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten. Die derzeitigen Befreiungsm\u00f6glichkeiten und die Versicherungsfreiheit der Beamten und Richter seien nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df, sagte er im Juli beim Bayerischen Sozialrechtstag. <strong>Nach seiner Vorstellung soll die gesetzliche Rentenversicherung auch f\u00fcr Freiberufler als Basissystem dienen, die Versorgungswerke k\u00f6nnten als erg\u00e4nzende betriebliche Alterssicherung erhalten werden. &#8230;<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Siehe auch, 1. Bayerischer Sozialrechtstag vom 14.\/15. Juli 2022 in M\u00fcnchen:<br \/>\nPressemitteilung:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lsg.bayern.de\/presse\/mitteilungen\/neue\/52524\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rentenversicherungspflicht f\u00fcr alle? Das Sozialrecht ben\u00f6tigt ein tragf\u00e4higes Konzept um f\u00fcr die kommenden Herausforderungen ger\u00fcstet zu sein.<\/a><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Pr\u00e4sident des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Rainer Schlegel pl\u00e4dierte f\u00fcr eine Rentenversicherungspflicht f\u00fcr alle Erwerbst\u00e4tigen \u2013 einschlie\u00dflich Beamte und Selbst\u00e4ndige. Hier bestehe dringender Reformbedarf.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; font-size: 14pt;\"><strong>73. Deutscher Juristentag (DJT) Bonn 2022<\/strong><\/span><br \/>\nvom 21.-23.09.2022<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/djt.de\/73-djt\/fachprogramm\/fachprogramm-im-ueberblick\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fachthema: <\/a><a href=\"https:\/\/djt.de\/73-djt\/fachprogramm\/arbeits-und-sozialrecht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeits- und Sozialrecht<\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Altersvorsorge und Demographie \u2013<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Herausforderungen und Regelungsbedarf<\/strong><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die sogenannte Standardrente aus der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung liegt derzeit bei 1.538,55 Euro\/Monat. Daf\u00fcr muss ein \u201eEckrentner\u201c 45 Jahre lang Beitr\u00e4ge aus einem Durchschnittslohn zahlen (3.461,75 Euro\/Monat). Die tats\u00e4chlich gezahlten durchschnittlichen Renten liegen aber weit darunter. In den alten Bundesl\u00e4ndern haben M\u00e4nner durchschnittlich 1.179 Euro Rente im Monat, Frauen 801 Euro (Stand 2021) erhalten. Die erhoffte Breitenwirkung betrieblicher und privater Altersvorsorge als weiterer Quellen der Altersvorsorge blieb bisher aus. Dies wiegt umso schwerer, als das Fundament der gesetzlichen Rentenversicherung \u2013 das Umlageverfahren \u2013 durch die demografische Entwicklung vor enorme Herausforderungen gestellt ist. Lag die Lebenserwartung im Jahr 1960 f\u00fcr M\u00e4nner bei 66,9 und f\u00fcr Frauen bei 72,4 Jahren, haben Frauen heute eine Lebenserwartung von 83,4 Jahren, M\u00e4nner von 78,6 Jahren. L\u00e4ngere Lebenserwartung bedeutet aber auch l\u00e4ngere Rentenbezugszeit. Diese betrug 1960 rund 9,9 Jahre. 2020 waren es bereits 20,2 Jahre. Zudem entwickelt sich das Zahlenverh\u00e4ltnis zwischen abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten und sonstigen Beitragszahlern zur Zahl der Rentner kritisch. Der Anteil der Bev\u00f6lkerung unter 18 Jahren liegt derzeit bei nur 16,5 %. Im Jahr 2025 wird der Anteil der Bev\u00f6lkerung ab 65 Jahre rechnerisch rund 53 % der Gesamtbev\u00f6lkerung ausmachen, im Jahr 2050 fast 74 %. Kommen heute auf 100 Beitragszahler knapp 56 Altersrentner, werden es 2030 bereits 67 sein, im Jahr 2050 etwa 77. Die Belastung der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten mit Beitr\u00e4gen und Steuern wird unter sonst gleichen Bedingungen also in Zukunft absehbar steigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Ber\u00fccksichtigung der demografischen und \u00f6konomischen Rahmendaten geht die arbeits\u00ad und sozialrechtliche Abteilung des 73. djt der Frage nach, welche gesetzlichen Ma\u00dfnahmen in den Bereichen der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der betrieblichen und privaten Altersvorsorge unter den Rahmenbedingungen des Grundgesetzes erforderlich und m\u00f6glich sind, um einerseits einen angemessenen Lebensunterhalt im Alter zu erhalten und andererseits eine nachhaltige, ausgewogene Lastenverteilung zwischen denjenigen zu erreichen, die mit ihren Beitr\u00e4gen und Steuern f\u00fcr die Leistungen der Rentner und Pension\u00e4re aufkommen m\u00fcssen und jenen, die Leistungen der Altersvorsorge beziehen. Diskutiert werden u.a.: Erh\u00f6hung des Renteneintrittsalters, Absenkung des Leistungsniveaus, Erh\u00f6hung der Beitr\u00e4ge, Ausweitung der Bemessungsgrundlagen, <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Einbeziehung weiterer Personenkreise in die Rentenversicherung, das Verh\u00e4ltnis der gesetzlichen Rentenversicherung zu konkurrierenden Sicherungssystemen wie der Beamtenversorgung und berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerken,<\/span><\/strong> Versicherungsfreiheit, Sozialpartnermodell bei betrieblicher Altersvorsorge und \u201eOpting\u00adout\u201c sowie verpflichtende private Altersvorsorge.<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LTO Pressespiegel, 16.09.2022: DJT &#8211; Altersversorgung von Jurist:innen: beck-aktuell (Tobias Freudenberg) berichtet \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der gesetzlichen Rentenversicherung zu konkurrierenden Sicherungssystemen der Altersversorgung, was auf dem 73. 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