{"id":39812,"date":"2022-09-01T15:48:58","date_gmt":"2022-09-01T13:48:58","guid":{"rendered":"https:\/\/iuzb.de\/?p=39812"},"modified":"2022-09-01T15:48:58","modified_gmt":"2022-09-01T13:48:58","slug":"zahnaerztekammer-berlin-warnt-vor-auswirkungen-des-gkv-finanzstabilisierungsgesetzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=39812","title":{"rendered":"Zahn\u00e4rztekammer Berlin warnt vor Auswirkungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geplantes neues Gesetz gef\u00e4hrdet Patientenversorgung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Berlin, 31.08.2022 \u2013\u00a0Die Zahn\u00e4rztekammer (Z\u00c4K) Berlin warnt eindringlich vor den negativen Auswirkungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG). Die vom Bundeskabinett Ende Juli 2022 im Gesetzesentwurf geplante Budgetierung \u00e4rztlicher Leistungen gehe eindeutig zu Lasten der gesetzlich Versicherten, so <strong>Dr. Karsten Heegewaldt, Pr\u00e4sident der Z\u00c4K Berlin<\/strong>: \u201eEine Umsetzung des Gesetzes stellt eine echte Bedrohung f\u00fcr das hohe Niveau der Patientenversorgung dar. Das Honorar f\u00fcr die zahn\u00e4rztliche Versorgung soll gek\u00fcrzt und insgesamt gedeckelt werden. Das bedeutet, dass die Krankenkassen f\u00fcr die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weniger zahlen werden.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zahn\u00e4rztin Barbara Plaster, Vizepr\u00e4sidentin der Z\u00c4K Berlin<\/strong>, erl\u00e4utert: \u201eDie in dem Entwurf geplante Budgetierung (zahn-)\u00e4rztlicher Leistungen hat ganz klar negative und vor allem langfristige Konsequenzen f\u00fcr die Mundgesundheit der Bev\u00f6lkerung. Ist das Budget aufgebraucht, werden gesetzlich Versicherte l\u00e4nger auf einen Termin oder auf bestimmte Leistungen warten oder gar verzichten m\u00fcssen. Die vom Bundesgesundheitsminister erhofften Einsparungen werden f\u00fcr die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten fehlen und Versicherte verlieren gesetzlich zugesicherte Leistungsanspr\u00fcche.&#8220; Denn auch, wenn sie einen Termin bekommen haben, k\u00f6nne schlie\u00dflich keine Leistung umsonst erbracht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dringend notwendige Leistungen wie zum Beispiel die moderne, pr\u00e4ventionsorientierte Parodontitis-Therapie, die gerade erst mit Unterst\u00fctzung des Bundesgesundheitsministeriums in den Zahnarztpraxen als gesetzliche Leistung umgesetzt werde, st\u00fcnden vor dem Aus. Mit schwerwiegenden Folgen f\u00fcr die Allgemeingesundheit der Bev\u00f6lkerung: Unbehandelt ist Parodontitis die h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr vermeidbaren Zahnverlust. Die Erkrankung steht im Zusammenhang mit schweren Allgemeinerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Sie stellt ein Risiko bei Schwangerschaften, demenziellen Erkrankungen und schweren Verl\u00e4ufen bei Infektionen mit dem Coronavirus dar. Der Behandlungsbedarf in Deutschland ist hoch: Jeder zweite Erwachsene leidet an einer behandlungsbed\u00fcrftigen Parodontitis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAllen gesetzlich Versicherten gegen\u00fcber ist der Gesetzentwurf v\u00f6llig unverantwortlich. Wir fordern vom Gesetzgeber, den Entwurf keinesfalls zu beschlie\u00dfen! Zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten darf das Gesetz so nicht verabschiedet werden&#8220;, betonten Heegewaldt und Plaster.<\/p>\n<p>Quelle: Zahn\u00e4rztekammer Berlin, <a href=\"https:\/\/www.zaek-berlin.de\/presse\/presseinformationen\/presseinformationen-detail\/article\/geplantes-neues-gesetz-gefaehrdet-patientenversorgung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung vom 31.08.2022<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geplantes neues Gesetz gef\u00e4hrdet Patientenversorgung Berlin, 31.08.2022 \u2013\u00a0Die Zahn\u00e4rztekammer (Z\u00c4K) Berlin warnt eindringlich vor den negativen Auswirkungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG). 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