{"id":39530,"date":"2022-07-29T14:33:00","date_gmt":"2022-07-29T12:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/iuzb.de\/?p=39530"},"modified":"2022-07-29T14:35:11","modified_gmt":"2022-07-29T12:35:11","slug":"bundesregierung-gkv-finanzstabilisierungsgesetz-begrenzung-des-honorarzuwachses-fuer-zahnaerztinnen-und-zahnaerzte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=39530","title":{"rendered":"BMG: GKV-Finanzstabilisierungsgesetz: &#8222;Begrenzung des Honorarzuwachses f\u00fcr Zahn\u00e4rztinnen und Zahn\u00e4rzte.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Kabinett hat heute einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem die Bundesregierung die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im kommenden Jahr stabilisiert. Zudem wird mit ersten strukturellen Ma\u00dfnahmen eine Grundlage zur mittel- und langfristigen Sicherung einer solidarischen und nachhaltigen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung gelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben f\u00fcr das Jahr 2023 ein voraussichtliches Defizit in H\u00f6he von 17 Milliarden Euro vorgefunden. Mit dem im Gesetzentwurf vorgesehenen Ma\u00dfnahmenpaket wird ein starker Anstieg der Zusatzbeitragss\u00e4tze im kommenden Jahr verhindert. Die finanziellen Lasten werden auf die Krankenkassen, den Bund,\u00a0 Leistungserbringer und die Beitragszahlenden verteilt. Der Bund leistet im Jahr 2023 einen erg\u00e4nzenden Zuschuss in H\u00f6he von 2 Milliarden Euro und vergibt ein Darlehen in H\u00f6he von 1 Milliarde Euro an den Gesundheitsfonds. Mit einem kassen\u00fcbergreifenden Solidarausgleich werden Finanzreserven der Krankenkassen von rund 4 Milliarden Euro zur Stabilisierung der Beitragss\u00e4tze herangezogen und zudem Mittel aus dem Gesundheitsfonds in H\u00f6he von 2,4 Milliarden Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu erkl\u00e4rt Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach:\u00a0\u201eGerade in Krisenzeiten geben die Sozialsysteme der Bev\u00f6lkerung Sicherheit. Wir haben ein sehr gro\u00dfes Defizit in der Krankenversicherung vorgefunden. Und wir haben eine schwierige Krise aufgrund des katastrophalen Krieges in der Ukraine. Deshalb m\u00fcssen mit der Reform alle Beteiligten einen Beitrag zur kurzfristigen Stabilisierung leisten. Daneben werden wir nat\u00fcrlich weiter an langfristiger wirkenden Strukturreformen mit dem Ziel ausgeglichener Finanzen arbeiten. F\u00fcr den Krankenhausbereich haben wir hier eine erstklassige Kommission eingesetzt, die extrem effizient arbeitet. Insgesamt ist unser Ziel, dass die Gesetzliche Krankenversicherung erstklassig bleibt. Ohne Abstriche in der Versorgung. Und Leistungsk\u00fcrzungen f\u00fcr Versicherte bleiben ausgeschlossen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bestandteile der GKV-Finanzreform:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konkret sieht der Entwurf u.a. folgende Inhalte vor:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Finanzreserven: Vorhandene Finanzreserven der Krankenkassen werden mit einem kassen\u00fcbergreifenden Solidarausgleich zur Stabilisierung der Beitragss\u00e4tze herangezogen. Zudem wird die Obergrenze f\u00fcr die Liquidit\u00e4tsreserve des Gesundheitsfonds halbiert Durch die Halbierung der Obergrenze f\u00fcr die Liquidit\u00e4tsreserve halbiert und \u00fcbersteigende Mittel k\u00f6nnen f\u00fcr h\u00f6here Zuweisungen an die Krankenkassen genutzt werden, um die Finanzierungsl\u00fccke weiter zu schlie\u00dfen.<\/li>\n<li>Bundeszuschuss: Der bestehende Bundeszuschuss zur GKV wird von 14,5 Mrd. Euro f\u00fcr 2023 um 2 Mrd. Euro erh\u00f6ht.<\/li>\n<li>Darlehen Bund: Der Bund gew\u00e4hrt der GKV ein unverzinsliches Darlehen f\u00fcr 2023 von 1 Mrd. Euro an den Gesundheitsfonds.<\/li>\n<li>F\u00fcr das Jahr 2023 ist ein um 5 Prozentpunkte erh\u00f6hter Herstellerabschlag insbesondere f\u00fcr patentgesch\u00fctzte Arzneimittel vorgesehen.<\/li>\n<li>Reform AMNOG: Mittelfristig wirkende strukturelle \u00c4nderungen der Preisbildung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen und erg\u00e4nzenden Ma\u00dfnahmen zur D\u00e4mpfung des Ausgabenanstiegs.<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung des Apothekenabschlags von 1,77 Euro auf 2 Euro je Arzneimittelpackung (auf zwei Jahre befristet).<\/li>\n<li>Das Preismoratorium bei Arzneimitteln wird bis Ende 2026 verl\u00e4ngert.<\/li>\n<li>Konkretisierung der im Pflegebudget ber\u00fccksichtigungsf\u00e4higen Berufsgruppen.<\/li>\n<li>Die extrabudget\u00e4re Verg\u00fctung von vertrags\u00e4rztlichen Leistungen gegen\u00fcber sogenannten \u201eNeupatienten\u201c f\u00fcr Vertrags\u00e4rzte wird abgeschafft.<\/li>\n<li><strong><span style=\"color: #ff0000; font-size: 12pt;\">Begrenzung des Honorarzuwachses f\u00fcr Zahn\u00e4rztinnen und Zahn\u00e4rzte.<\/span><\/strong><\/li>\n<li>Auch der Zusatzbeitrag f\u00fcr die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler wird steigen. Auf Grundlage der Ergebnisse des GKV-Sch\u00e4tzerkreises im Herbst wird das Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung festlegen. Eine Anhebung des Zusatzbeitrags um 0,3 Prozentpunkte ist derzeit nicht unrealistisch.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Weitere Informationen<\/span><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/ministerium\/gesetze-und-verordnungen\/guv-20-lp\/gkv-finstg.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Themenseite zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz<\/a><br \/>\nAlle Informationen, ein Statement des Bundesgesundheitsministers Prof. Lauterbach zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz sowie eine Downloadm\u00f6glichkeit des Gesetzentwurfs finden Sie auf unserer Themenseite.<\/p>\n<p>Quelle: Bundesmininsterium f\u00fcr Gesundheit, <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/pressemitteilungen\/gkv-finanzstabilisierungsgesetz.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung vom 29.07.2022<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kabinett hat heute einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem die Bundesregierung die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im kommenden Jahr stabilisiert. 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