{"id":37064,"date":"2022-01-20T10:09:06","date_gmt":"2022-01-20T09:09:06","guid":{"rendered":"http:\/\/iuzb.de\/?p=37064"},"modified":"2022-01-20T10:11:43","modified_gmt":"2022-01-20T09:11:43","slug":"vmf-naechste-protestaktion-in-berlin-zur-situation-der-mfa-und-zfa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=37064","title":{"rendered":"VmF: N\u00e4chste Protestaktion in Berlin \u2013 zur Situation der MFA und ZFA"},"content":{"rendered":"<p><strong>Motto: <\/strong><em><strong>&#8222;ZFA im Nebel&#8220;<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Am 26. Januar 2022 vor dem Brandenburger Tor und dem Bundesgesundheitsministerium <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Mittwoch geht es weiter: Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. plant am 26.01.2022 ab 13.15 Uhr erneut eine Protestaktion am Brandenburger Tor in Berlin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAuch wenn es schwache Signale zu Bonuszahlungen aus dem Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit gibt, haben wir unser Ziel noch nicht erreicht\u201c, erkl\u00e4rt Hannelore K\u00f6nig, Pr\u00e4sidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MFA sind seit Beginn der Pandemie die ersten Kontaktpersonen und versorgten bereits in den ersten Wellen an der Seite der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte mehr als 90 Prozent der COVID-19-Patienten. Mit der Omikronwelle droht nun eine noch st\u00e4rkere Belastung des niedergelassenen Bereichs, weil der m\u00f6glicherweise \u201emildere\u201c Krankheitsverlauf verbunden mit einer wesentlich h\u00f6heren Infektiosit\u00e4t die Zahl der COVID-Patientinnen und \u2013Patienten im ambulanten Gesundheitswesen nochmals stark ansteigen lassen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eViele MFA sind restlos ausgelaugt\u201c, so Hannelore K\u00f6nig weiter \u201eSeit Beginn der Pandemie hatten sie keine Zeit, um die eigenen Ressourcen aufzuf\u00fcllen. Selbst in den Zeiten mit sinkenden Inzidenzen waren sie gefordert, um direkt oder in der Vor- und Nachbereitung der inzwischen mehr als 77 Millionen Corona-Impfungen mitzuwirken. Damit verbunden ist immer wieder extremer Stress durch \u00c4nderungen bei den Impfempfehlungen, Liefermengen und beim Genesenen-Status sowie eine st\u00e4ndig aggressiver werdende Stimmung in der Bev\u00f6lkerung, die h\u00e4ufig am Empfang oder Telefon einer Praxis abgeladen wurde und wird. Aktuell m\u00fcssen sie erneut die \u00dcberlastung der Gesundheits\u00e4mter auffangen und Fragen der Betroffenen zur Quarant\u00e4ne und Isolation beantworten. Auch dabei ist kein Ende in Sicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits vor der Pandemie war die Stimmung unter den MFA wenig optimistisch. Das zeigte eine Stress-Umfrage der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf. Mittlerweile ist sie ganz auf dem Tiefpunkt angekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs besteht ein Fachkr\u00e4ftemangel bei den MFA. Viele halten nur noch durch, weil sie ihre Kolleginnen und Kollegen nicht im Stich lassen wollen. Doch am Ende dieser Pandemie wird es definitiv nicht mehr ausreichend MFA geben, damit die Arztpraxen die normale ambulante Versorgung absichern k\u00f6nnen\u201c, ist Hannelore K\u00f6nig sicher und fordert, dass die Wertsch\u00e4tzung und Bezahlung der MFA unbedingt verbessert werden muss. Sie verlangt, dass bereits bei den Honorarverhandlungen zwischen Krankenkassen und Kassen\u00e4rztlichen Vereinigungen die zeitnahe Gegenfinanzierung der Tarifsteigerung und eine Tarifbindung festgelegt werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Mittwoch wird der Protest zudem auf die 200.000 Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) ausgeweitet. \u201eAuch sie sind heimliche Heldinnen und Helden im Gesundheitswesen. Sie arbeiten in der Behandlungsassistenz und Paradontitis-Therapie, bei chirurgischen Eingriffen und in der Prophylaxe im Spr\u00fchnebel direkt am Patienten\u201c, erinnert Hannelore K\u00f6nig an eine weitere vergessene Berufsgruppe. \u201eDie Arbeitsbelastung bei den ZFA ist durch die verst\u00e4rkten Hygiene- und Arbeitsschutzma\u00dfnahmen deutlich gestiegen, der Stressfaktor durch die Pandemie, die vielen Terminverschiebungen und das ver\u00e4nderte Patientenverhalten sehr hoch. ZFA sind an der Seite der Zahn\u00e4rzteschaft der Garant f\u00fcr die ambulante zahn\u00e4rztliche Versorgung und wie die MFA unverzichtbar und werden von der \u00d6ffentlichkeit und den Verantwortlichen in der Politik nicht gesehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da es keinen bundesweiten Tarifvertrag gibt, stehen sie auch bez\u00fcglich ihrer Geh\u00e4lter im Tr\u00fcben. \u201eWir haben daher bewusst &#8222;<strong>ZFA im Nebel&#8220;<\/strong> als Motto f\u00fcr die Protestkation ausgew\u00e4hlt\u201c sagt Sylvia Gabel, Referatsleitung f\u00fcr Zahnmedizinische Fachangestellte im Verband medizinischer Fachberufe e.V.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. hat MFA bzw. Arzthelfer*innen sowie ZFA bzw. Zahnarzthelfer*innen und deren Arbeitgeber*innen aus Berlin und Umgebung aufgerufen, die Aktion vor Ort aktiv zu unterst\u00fctzen &#8211; sofern die ambulante Versorgung der Patient*innen dies zul\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es werden au\u00dferdem Protestbriefe gesammelt und im Bundesgesundheitsministerium abgegeben. Diese Briefe und Statements k\u00f6nnen auch auf<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.vmf-online.de\/protestbriefe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.vmf-online.de\/protestbriefe<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">nachgelesen werden. Ein Blick in die Schreiben zeigt, wie verzweifelt viele Besch\u00e4ftigte in den niedergelassenen Praxen bereits sind.<\/p>\n<p>Quelle: Verband medizinischer Fachberufe e.V., Pressemitteilung vom 20.01.2021<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Motto: &#8222;ZFA im Nebel&#8220; Am 26. 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