{"id":36,"date":"2008-07-18T21:56:56","date_gmt":"2008-07-18T19:56:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iuzb.org\/wordpress\/?p=36"},"modified":"2023-04-12T12:52:20","modified_gmt":"2023-04-12T10:52:20","slug":"offener-brief-zum-artikel-der-pinguin-effekt-update-18072008-mit-widerruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=36","title":{"rendered":"Offener Brief zum Artikel &#8222;Der Pinguin-Effekt&#8220; (Update 18.07.2008 mit Widerruf)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>Gerhard Gneist<br \/>\nZAHNARZT<br \/>\nSpie\u00dfweg 35<br \/>\n13437 Berlin<br \/>\nTel: 030-411 24 94<\/p>\n<p>30. Juni 2008 (<span style=\"color: red;\"><strong>Update 18.07.2008 mit Widerruf<\/strong><\/span>)<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>Herrn<br \/>\n<a title=\"Website FVDZ LV Berlin - Vorstand\" href=\"http:\/\/www.fvdz.de\/fv\/wwwlv.nsf\/d\/bln_vorstand\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dr. J\u00fcrgen Gromball<\/a><br \/>\nxxxx Stra\u00dfe<br \/>\n13595 Berlin<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong>Ihr Artikel &#8222;<a title=\"Berlin aktuell, Ausgabe Nr. 2, Juni 2008, Seite 4\" href=\"http:\/\/www.fvdz.de\/fv\/wwwlv.nsf\/126bb8aa55f94257c1256abf003f1ace\/2727078861ee1bb7c125746c0036db2a\/$FILE\/berlinaktuell22.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Pinguin-Effekt<\/a>&#8222;<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>Lieber Herr Kollege Gromball,<\/p>\n<p>in Ihrem oben genannten Artikel sinnieren Sie \u00fcber Kollegialit\u00e4t. Dieses Prinzip Kollegialit\u00e4t stammt aus dem katholischen Kirchenrecht und verpflichtet die Bisch\u00f6fe dazu, die Einheit der Kirche zu bewahren und den Papst in seiner Leitung zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nIn der heutigen Zeit kann man es als fairen und r\u00fccksichtsvollen Umgang unter Berufskollegen definieren.<br \/>\nLieber Herr Gromball, damit sind heutzutage aber alle Berufskollegen gemeint, nicht nur &#8222;die P\u00e4pste&#8220;, d.h. die Funktion\u00e4re in Versorgungswerk, Kammer und KZV.<\/p>\n<p>Es ist schwer ertr\u00e4glich, wenn Sie \u00fcber Kollegialit\u00e4t und gemeinsames kollegenorientiertes Handeln, Streitkultur und berufspolitische Strategien schwadronieren.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich gerne an den Abend, als Sie und drei weitere Mitglieder der Vertreterversammlung der KZV Berlin mich zu Hause besuchten. Es waren f\u00fcnf verschiedene zahn\u00e4rztliche Verb\u00e4nde vertreten und wir haben uns \u00fcber den Rechnungspr\u00fcfungsbericht f\u00fcr das Jahr 2005 unterhalten. Wie bereits f\u00fcr 2003, die Staatsanwaltschaft ermittelt \u00fcbrigens immer noch, deckte auch diesmal der Rechnungspr\u00fcfungsausschuss (RPA), trotz massiver Behinderungen, die kaum gehemmte Selbstbedienungsmentalit\u00e4t unserer hauptamtlichen Vorstandskollegen auf.<\/p>\n<p>Emp\u00f6rt und ver\u00e4rgert waren Sie \u00fcber das Geburtstagsgeschenk der Vorstandskollegen zu Ihrem 60. Geburtstag, welches \u00fcber die KZV abgerechnet wurde. Sie hatten die Herren Dres. Husemann und Pochhammer privat eingeladen. Es wurden auf Kosten der Berliner Vertragszahn\u00e4rzte zwei Kochb\u00fccher und andere dubiosen Dinge abgerechnet, die Sie nach Ihrer Aussage gar nicht alle bekamen. <strong><span style=\"color: #ff0000;\">(<\/span><span style=\"color: red;\">Achtung, bitte Widerruf am Ende mitlesen!)*<\/span><br \/>\n<\/strong>Auch Sie waren entr\u00fcstet \u00fcber derartige moralische Verdorbenheit, aber was taten Sie?<\/p>\n<p>Wenige Tage sp\u00e4ter stimmten Sie f\u00fcr die Entlastung eben dieses Vorstandes.<br \/>\nSie deckten damit, wie die \u00fcbrigen drei Vertreter Ihres Verbandes (Freier Verband Deutscher Zahn\u00e4rzte), die Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten des Vorstandes. Das war eine klare Entscheidung gegen eine interne &#8211; aber in der Sache klare und damit kollegiale &#8211; Aufarbeitung dieser Praktiken.<\/p>\n<p>Wieder einmal verpassten Sie, Herr Kollege Gromball, sowie die Herren Kollegen Essink (Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Versorgungswerkes), Geist (Vizepr\u00e4sident der Zahn\u00e4rztekammer Berlin) und Dr. Tunjan die Chance, konsequent und intern die Selbstreinigungskr\u00e4fte der Berliner Vertragszahn\u00e4rzteschaft zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nSoll man denn aus dem Abstimmungsverhalten Ihrer Verbandskollegen Essink und Geist R\u00fcckschl\u00fcsse auf Spesenabrechnungspraktiken in Versorgungswerk und Zahn\u00e4rztekammer ziehen? Da wird der Eindruck in der Berufs\u00f6ffentlichkeit erweckt, derartiges Verhalten sei akzeptabel.<br \/>\nSie haben der Berliner Zahn\u00e4rzteschaft damit einen B\u00e4rendienst erwiesen.<\/p>\n<p>Nennen Sie das Kollegialit\u00e4t?<\/p>\n<p>Sie beglichen in Ihrer Zeit als Vizepr\u00e4sident der Zahn\u00e4rztekammer eine private Massensendung aus deren Portokasse. Nachdem die IUZB im Kammerwahlkampf 2006 auf diese Verfehlung hinwies, beauftragten Sie einen Anwalt, um dagegen vorzugehen &#8211; vergebens! Ihre Anwaltskosten wurde von der Zahn\u00e4rztekammer Berlin beglichen.<br \/>\nOb Sie sich daf\u00fcr beim Kammerpr\u00e4sidenten Herrn Kollegen Schmiedel bedankt haben, wei\u00df ich nicht. Ihr &#8222;Danke sch\u00f6n&#8220; an die Berliner Zahn\u00e4rzteschaft, die Ihre Anwaltskosten von ihren Kammerbeitr\u00e4gen zahlen musste, fehlt bisher.<\/p>\n<p>Nennen Sie das Kollegialit\u00e4t?<\/p>\n<p>Was sind nun Ihre eigenen Konzepte und Ihre politischen Strategien?<br \/>\nSeit dem ich Sie in Kammer und KZV erleben durfte, ist es ihnen vorz\u00fcglich gelungen, diese vor mir geheim zu halten. Und anderen Kollegen geht es \u00e4hnlich. Wenn man die KZV abschaffen will und dann doch f\u00fcr deren Vertreterversammlung kandidiert &#8211; unter &#8222;Pseudonym&#8220;\u2026&#8230;<br \/>\nKollegialit\u00e4t ist f\u00fcr Sie nur ein Vorwand, um gegen die IUZB bzw. alle oppositionellen Kollegen aus der Vertreterversammlung Stimmung zu machen. Die &#8211; kaum vermeidbare &#8211; Kritik an der Funktion\u00e4rswirtschaft dient nur als Einstieg f\u00fcr die Hetze gegen die, die sich gegen die Funktion\u00e4rswirtschaft wehren.<br \/>\nDa muss das Ansehen des Berufsstandes herhalten, das durch die Ver\u00f6ffentlichung gesch\u00e4digt werden soll. Wie w\u00e4re es noch mit dem Vorwurf der &#8222;Nestbeschmutzung&#8220;?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich verwechseln Sie Ursache mit Wirkung: Die IUZB besch\u00e4digt und beschmutzt nicht, sie macht nur darauf aufmerksam, wo dies unter dem Mantel der Kollegialit\u00e4t geschieht und\/oder verschleiert werden soll und will dies in Zukunft &#8211; mit entsprechenden Mehrheiten &#8211; verhindern.<\/p>\n<p>Aber verwechseln Sie hier wirklich nur etwas, oder geht es um bewusste Verdrehung und Verschleierung? Ich hoffe das Erstere und bef\u00fcrchte das letztere \u2026.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Um in Ihrem Bild zu bleiben, sollte man den gesellschaftlichen Wandel nicht als antarktischen Sturm sehen, der auch einmal vor\u00fcbergeht &#8211; und dann scheint die Sonne wieder. Wir befinden uns &#8211; weiter in diesem Bild &#8211; im Klimawandel, wo die alten Instinkte nur begrenzt weiterhelfen.<\/p>\n<p>Soviel zur Strategie \u2026.<\/p>\n<p>Mit kollegialen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>G. Gneist<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: red;\"><strong>*Achtung, Widerruf!<br \/>\n<\/strong><\/span>In der ersten Version des offenen Briefes war von einem Harry-Potter-Buch die Rede, welches auf Kosten der Berliner Vertragszahn\u00e4rzte als Geburtstagsgeschenk abgerechnet wurde. Das ist falsch. Das Buch taucht zwar auf dem Kaufbeleg auf, Herr Dr. Husemann hat den Kaufpreis aber nicht von der KZV erstattet bekommen.<br \/>\nHerr Dr. Husemann hat mich aufgefordert, diese Behauptung in Zukunft zu unterlassen.<br \/>\nDas reicht nach meiner Auffassung nicht, so etwas muss richtig gestellt werden.<br \/>\nEs gibt genug \u00fcber die Amtsf\u00fchrung von Herrn Dr. Husemann zu sagen, da brauchen wir falsche Vorw\u00fcrfe nicht. Ich entschuldige mich hiermit f\u00fcr diesen einen, falschen Vorwurf.<\/p>\n<p>Gerhard Gneist<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>. Gerhard Gneist ZAHNARZT Spie\u00dfweg 35 13437 Berlin Tel: 030-411 24 94 30. Juni 2008 (Update 18.07.2008 mit Widerruf) . Herrn Dr. J\u00fcrgen Gromball xxxx Stra\u00dfe 13595 Berlin . Ihr [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":0,"footnotes":""},"categories":[140,129,46],"tags":[],"class_list":["post-36","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fvdz","category-rechnungspruefung","category-zahnaerztekammer-berlin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41912,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36\/revisions\/41912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}