{"id":32407,"date":"2020-12-23T23:50:38","date_gmt":"2020-12-23T22:50:38","guid":{"rendered":"http:\/\/iuzb.de\/?p=32407"},"modified":"2020-12-23T23:53:21","modified_gmt":"2020-12-23T22:53:21","slug":"berlin-gender-datenreport-2019-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=32407","title":{"rendered":"Berlin: Gender Datenreport 2019 erschienen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Senatsverwaltung f\u00fcr Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat heute in Kooperation mit dem Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg den Gender Datenreport 2019 zu den wichtigsten Themen der sozialen und wirtschaftlichen Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Report ist ein Angebot f\u00fcr alle, die an Geschlechterfragen und sozialer Stadtentwicklung interessiert sind. Er enth\u00e4lt Daten zu den Themenfelder Demografie, Bildung, Erwerbst\u00e4tigkeit, Einkommen sowie Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe. Die Angaben entstammen \u00fcberwiegend den aktuell vorliegenden amtlichen Statistiken sowie denen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. Der Gender Datenreport wird im Internet einer breiten \u00d6ffentlichkeit unentgeltlich zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gender Datenreport 2019 zeigt erneut, dass Berlin die Stadt der Frauen ist und nach wie vor bundesweit in vielen Feldern der Gleichstellung Spitzenpositionen einnimmt. So sind Frauen in der Bildung bereits erfolgreicher als M\u00e4nner. Dieser Vorsprung wird im Erwerbsleben aber noch nicht entsprechend umgesetzt. Frauen erzielen im Durchschnitt deutlich geringere Einkommen als M\u00e4nner und sind seltener in leitenden Positionen t\u00e4tig.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Beispielsweise sind im \u00e4rztlichen Bereich des Gesundheitswesens 52 % Frauen t\u00e4tig, aber in den ober\u00e4rztlichen und leitenden \u00e4rztlichen Positionen der Berliner Krankenh\u00e4user sind es nur 34 % bzw. 19 %.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00e4dchen und Frauen der j\u00fcngeren Generation haben die M\u00e4nner bei den Bildungsabschl\u00fcssen hinter sich gelassen. Mehr Frauen als M\u00e4nner erreichen die h\u00f6chsten schulischen und beruflichen Abschl\u00fcsse. 2019 hatten 74 % der 25 bis 34-j\u00e4hrigen Frauen eine Hochschulzugangsberechtigung, von den M\u00e4nnern waren es 69 %.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Berufswahl ist jedoch weiterhin traditionell gepr\u00e4gt. Frauen gehen h\u00e4ufig in Berufe und Wirtschaftsbereiche mit niedrigerem Einkommensniveau und geringeren Karrierechancen. Daher verdienen Frauen trotz insgesamt steigender Einkommen im Durchschnitt weiterhin weniger als M\u00e4nner. Die Monatsverdienste sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigter Frauen lagen 2019 um 18,8 % unter denen der M\u00e4nner. Frauen verdienten durchschnittlich 3 107 Euro brutto, M\u00e4nner 3 825 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mitverantwortlich daf\u00fcr ist auch die stetig zunehmende Teilzeitarbeit. Mit einer Erwerbst\u00e4tigenquote von rund 70 % ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen in Berlin hoch. Gleichzeitig ist ein immer gr\u00f6\u00dferer Teil der Erwerbst\u00e4tigen teilzeitbesch\u00e4ftigt. 2019 waren das 37 % der Frauen und 19 % der M\u00e4nner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Berlin ist eine wachsende Metropole. Die Bev\u00f6lkerung wird j\u00fcnger, internationaler und die Lebensformen werden vielf\u00e4ltiger. Migration ist dabei der st\u00e4rkste Einflussfaktor. Der Anteil der Bev\u00f6lkerung mit Migrationshintergrund ist auf gegenw\u00e4rtig 35 % gestiegen. F\u00fcr die Gleichstellungspolitik ergeben sich daraus neue Aufgaben. So ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Migrationshintergrund deutlich geringer als die der Frauen ohne Migrationshintergrund. Der Senat f\u00f6rdert eine Vielzahl von Ma\u00dfnahmen und Projekten zur Unterst\u00fctzung von Migrantinnen in den Bereichen Bildung, Erwerbst\u00e4tigkeit und eigenst\u00e4ndige Existenzsicherung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichstellung in Wirtschaft und Gesellschaft kann nicht ohne die Unternehmen erreicht werden. Die gleichstellungspolitischen Kernthemen Bildung, Arbeit und Einkommen sind in vielf\u00e4ltiger Weise verkn\u00fcpft mit den Unternehmen in der Stadt. Zugleich profitieren die Unternehmen von gut ausgebildeten Frauen, wenn sie f\u00f6rderliche Rahmenbedingungen bieten.<br \/>\nUm einen Kulturwandel in den Unternehmen in Richtung Gleichstellung aktiv zu unterst\u00fctzen und entsprechende Impulse zu setzen, f\u00fchrt die<br \/>\nSenatsverwaltung f\u00fcr Gesundheit, Pflege und Gleichstellung die mehrj\u00e4hrige Kampagne \u201eGleichstellung gewinnt \u2013 Kulturwandel in Unternehmen\u201c durch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Gender Datenreport 2019 finden Sie unter diesem Link:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a class=\" extern\" title=\"Link zum Gender Datenreport (\u00d6ffnet in neuem Fenster)\" href=\"https:\/\/www.statistik-berlin-brandenburg.de\/gender\/kapitel\/Kapiteluebersicht.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.statistik-berlin-brandenburg.de\/gender\/kapitel\/Kapiteluebersicht.htm<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: Senatsverwaltung f\u00fcr Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/sen\/gpg\/service\/presse\/2020\/pressemitteilung.1033308.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung<\/a> vom 21.12.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Senatsverwaltung f\u00fcr Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat heute in Kooperation mit dem Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg den Gender Datenreport 2019 zu den wichtigsten Themen der sozialen und wirtschaftlichen Gleichstellung [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":2,"footnotes":""},"categories":[177],"tags":[],"class_list":["post-32407","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-berlin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32407"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32410,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32407\/revisions\/32410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}