{"id":2394,"date":"2010-12-14T11:05:00","date_gmt":"2010-12-14T09:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iuzb.org\/wordpress\/?p=2394"},"modified":"2016-12-03T09:18:14","modified_gmt":"2016-12-03T08:18:14","slug":"wurde-eine-chance-vertan-eine-nachlese-zur-berliner-kzv-wahl-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=2394","title":{"rendered":"Wurde eine Chance vertan? Eine Nachlese zur Berliner KZV-Wahl 2010"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-14199\" src=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/heinkarola-7.jpg\" alt=\"heinkarola-7\" width=\"102\" height=\"129\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: white;\">.<br \/>\n<\/span><em><span style=\"color: white;\">.<br \/>\n<\/span>Von Karola Hein<br \/>\n<\/em><em>Zweite Wahllistenf\u00fchrerein der<br \/>\nvereinigten Wahllisten IUZB\/GpZ zur KZV Wahl 2010<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: white;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicherlich k\u00f6nnen sich noch viele an den hervorragenden Vortrag von Prof. Dr. Maio vom Institut f\u00fcr Ethik und Geschichte in der Medizin der Universit\u00e4t Freiburg anl\u00e4sslich der gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung von DAZ\/IUZB 2008 erinnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegenstand seines Vortrages waren Moral und Ethik in der Medizin\/Zahnmedizin. Gut dargestellt hatte Prof. Dr. Maio, weshalb unser Berufsstand trotz massiver Angriffe seitens der Politik und Medien unver\u00e4ndert den h\u00f6chsten sozialen Stellenwert in unserer Gesellschaft genie\u00dft. Sein eindr\u00fccklichstes Argument hierf\u00fcr war, das es unserem Berufsstand bisher immer gelungen sei, obgleich dieser selbst gr\u00f6\u00dftem wirtschaftlichem Druck ausgesetzt ist, bei der Beratung und Behandlung der ihm anvertrauten Patienten der Maxime zu folgen, dass deren gesundheitliches Wohlbefinden oberste Priorit\u00e4t habe und eigene wirtschaftliche Interessen dahinter zur\u00fcck zu treten haben. Schon an anderer Stelle hatte ich angemerkt, dass wir als Kollegen doch eigentlich untereinander genauso verfahren sollten. Hier sei auch gerne nochmals erw\u00e4hnt, dass wir nach wie vor ein Standesberuf sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun, weshalb so eine lange Einleitung? Vielleicht, weil ich die Bef\u00fcrchtung hege, das sonst die berufspolitischen Verh\u00e4ltnisse in der Bundeshauptstadt f\u00fcr Au\u00dfenstehende kaum noch nachvollziehbar sind. Wie das Ergebnis der Wahl zur VV der KZV Berlin gezeigt hat, auch f\u00fcr die Kollegen vor Ort nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dargestellt wurde seitens des bisherigen KZV-Vorstands, wie hervorragend doch seine Arbeit in den vergangenen Jahren gewesen sei. Sah man allerdings genau hin, musste man zu einem anderen Schluss kommen. Auch der von der VV gew\u00e4hlte und damit legitimierte Rechnungspr\u00fcfungsausschuss der KZV hat in der ablaufenden Amtsperiode, anders als andere Aussch\u00fcsse zuvor, sehr genau hingeschaut. Anstatt diesem nun aber f\u00fcr die geleistete Arbeit zu danken, sind dessen Mitglieder u.a. durch den Vorstand zur \u201ePersona non grata\u201c erkl\u00e4rt worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Sinn und Zweck einer Selbstverwaltung h\u00e4tte es doch gut getan, aufgewiesene M\u00e4ngel zu beseitigen. Unabh\u00e4ngig von der Frage nach Justiziabilit\u00e4t der Beanstandungen sondern allein der Frage nach Moral und Ethik folgend, h\u00e4tte vieles gekl\u00e4rt und zum Positiven ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen. Dies alles v\u00f6llig unaufgeregt und nachhaltig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dahinter steht die Auffassung, dass man zuallererst im eigenen Zust\u00e4ndigkeitsbereich klare und korrekte Verh\u00e4ltnisse schaffen muss, ehe man sich Problemen gr\u00f6\u00dferen Rahmens zuwenden kann. Die M\u00f6glichkeiten unserer K\u00f6rperschaften, im Au\u00dfenverh\u00e4ltnis Einfluss nehmen zu k\u00f6nnen, werden auch und vor allem durch ihre Integrit\u00e4t im Innern bestimmt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nat\u00fcrlich nachvollziehbar, dass die Kollegen\/innen im allt\u00e4glichen Praxisstress, zus\u00e4tzlich belastet durch den B\u00fcrokratismus, keinen \u201eNerv\u201c mehr haben, sich aktiv in der Berufspolitik zu engagieren. \u201eSollen die mal machen &#8211; Hauptsache der Laden l\u00e4uft irgendwie weiter\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Einstellung kommt denen sehr gelegen, die meinen, dieses generelle Bed\u00fcrfnis nach existenzieller Sicherheit und Kontinuit\u00e4t, durch eine Mischung aus \u201eZuckerbrot und Peitsche\u201c befriedigen zu k\u00f6nnen. Wenn man zus\u00e4tzlich die informellen und medialen Machtmittel besitzt, um diejenigen, die auf M\u00e4ngel hinweisen, zu diskreditieren, entsteht nat\u00fcrlich schnell der Eindruck, diese seien nur Quertreiber und St\u00f6rer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier sind wir wieder beim Thema Ethik und Moral. Dass diese in Wahlkampfzeiten oft leiden, ist leider eine sehr alte Erfahrung. Und gerechterweise muss man leider auch zugeben, auf bzw. von allen Seiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Ver\u00e4nderungen kommen weder von selbst noch \u00fcber Nacht. Sie sind oft unbequem, sowohl f\u00fcr die, die sie umsetzen m\u00fcssen, als auch f\u00fcr diejenigen, die sie anmahnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nichtsdestotrotz haben wir die Vision, auch in der Zukunft unseren Beitrag zur Verbesserung der Situation von Kollegen\/innen beizutragen. Und dies zum Wohle der gesamten Kollegenschaft und nicht nur f\u00fcr wenige Auserw\u00e4hlte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so bleibt als Moral von der Geschicht: \u201eAufgeben g\u00fcldet nicht.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: white;\">..<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>. . Von Karola Hein Zweite Wahllistenf\u00fchrerein der vereinigten Wahllisten IUZB\/GpZ zur KZV Wahl 2010 . 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