{"id":2370,"date":"2010-12-06T16:57:00","date_gmt":"2010-12-06T14:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iuzb.org\/wordpress\/?p=2370"},"modified":"2016-11-09T19:12:21","modified_gmt":"2016-11-09T18:12:21","slug":"vzb-rund-eine-halbe-millionen-euro-an-verdeckten-immobilienprovisionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=2370","title":{"rendered":"VZB: Rund eine halbe Millionen Euro an verdeckten Immobilienprovisionen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><span style=\"color: red;\"><strong>IUZB fordert Einschaltung der staatlichen Aufsichtsbeh\u00f6rden und die Einsetzung eines unabh\u00e4ngigen Wirtschaftspr\u00fcfers zur l\u00fcckenlosen Sachverhaltsaufkl\u00e4rung<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Eine Stellungnahme von Gerhard Gneist (Mitglied der VZB-Vertreterversammlung)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wir <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/?p=2065\" target=\"_blank\">berichteten<\/a>, versucht das VZB gegen den ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden des Versorgungswerkes und dessen Ehefrau (eine Immobilienmaklerin), sowie gegen weitere Immobilienmakler verdeckte Unter-Provisionen einzutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher war unklar, um welche Gr\u00f6\u00dfenordnung es sich handelt, denn die Fragen des <a href=\"http:\/\/www.iuzb.org\/wordpress\/?p=1198\" target=\"_blank\">zweiten Offenen Briefes<\/a> unseres Vorsitzenden Gerhard Gneist wurden vom Versorgungswerk nicht beantwortet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der letzten mitglieder\u00f6ffentlichen Vertreterversammlung hat das VZB nunmehr eine Aufstellung verteilt, welche eine Gesamt(schadens)summe von <strong>523.224,85 \u20ac<\/strong> auflistet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was die Verantwortlichen im Versorgungswerk aber weiter schuldig bleiben, ist eine l\u00fcckenlose Aufkl\u00e4rung der Geschehnisse. Denn im Versorgungswerk waren und sind Immobilienerwerbungen und -ver\u00e4u\u00dferungen keine \u201eEin-Mann-Aktionen\u201c. Es sind immer Organentscheidungen und alle Amtstr\u00e4ger sind eingebunden: Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung bzw. Direktorat, Verwaltungsausschuss und das interne Aufsichtsorgan (fr\u00fcher der Zahn\u00e4rztekammerpr\u00e4sident mit seinem Vorstand, heute der Aufsichtsausschuss).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie konnte es also dazu kommen, das ein derartiger \u201eSchaden\u201c entstehen konnte? Dabei muss man sich vor Augen f\u00fchren, dass es bereits in den Jahren vor 2000 zu jahrelangen \u201eMauscheleien\u201c im Zusammenhang mit verdeckten Provisionen bei den Immobilienerwerbungen und -ver\u00e4u\u00dferungen des VZB gekommen war. Im Jahr 2005 f\u00fchrte dies dann unter anderem zu einer <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mauschelei-auf-kosten-der-zahnarzt-renten\/628444.html\" target=\"_blank\">Verurteilung<\/a> wegen Untreue des seinerzeitigen gemeinsamen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers des VZB, der Zahn\u00e4rztekammer Berlin und des Philipp-Pfaff-Instituts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt? Offenbar \u201eDas Gleiche in Gr\u00fcn\u201c! Nur scheinbar besser aufgezogen, da strafrechtlich nicht greifbar und die zivilrechtliche Greifbarkeit ist auch noch nicht absehbar. Und als Initiator kein angestellter Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, sondern ein ehemaliges hohes Mitglied des Verbandes der Zahn\u00e4rzte von Berlin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie konnte dies (erneut) geschehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben jedenfalls den Eindruck, dass die ma\u00dfgeblichen Amtstr\u00e4ger im VZB sich selbst jeder \u00dcbernahme von Verantwortung verweigern. Also liegt es leider wieder einmal an der Berliner Opposition, hier Transparenz einzufordern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wie soll dies angesichts einer \u201eMauer des Schweigens\u201c in den Organen des VZB das durchgesetzt werden? Denn offensichtlich f\u00fchlt sich dort niemand pers\u00f6nlich verantwortlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es ist daher die Frage, ob ein systemrelevantes Versagen aller Verantwortlichen im VZB vorliegt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn anders ist es nicht erkl\u00e4rbar, dass rund ein Jahrzehnt lang (ca. 1995 bis ca. 1998 und ca. 2001 bis ca. 2006) Maklerprovisionsanteile in Taschen geflossen sind, in welche diese Gelder aus Sicht der Pflichtmitglieder des VZB nicht hineingeh\u00f6ren. Wir m\u00fcssen nach den bisherigen Erkenntnissen und Erfahrungen daher in der Tat leider von einem solchen systemrelevantem Versagen aller Verantwortlichen im VZB ausgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir jedenfalls haben in dieser Angelegenheit jedes Vertrauen in die Organe des VZB verloren und empfinden es als Hohn, dass dem Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses in der letzten Vertreterversammlung des VZB auch noch ein Rechtsanspruch auf ein \u00dcbergangsgeld in H\u00f6he von 52.800,00 \u20ac <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/?p=14035\" target=\"_blank\">einger\u00e4umt<\/a> wurde. Normalerweise h\u00e4tte man von einem Vorsitzenden erwarten m\u00fcssen, dass er nach den Anschuldigungen gegen seinen ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden wenigstens die politische Mit-Verantwortung \u00fcbernommen h\u00e4tte und zur\u00fcckgetreten w\u00e4re. Statt dessen aber l\u00e4sst er sich trotz unseres an ihn gerichteten <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/25.11.2010_-_Appell_an_Herrn_Essink.pdf\" target=\"_blank\">Appells<\/a> auch noch eine \u00dcbergangsentsch\u00e4digung bewilligen.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong>Wir fordern daher<\/strong>, dass der Aufsichtsausschuss des VZB die Vertreterversammlung bittet ihn zu autorisieren, die staatlichen Aufsichtsbeh\u00f6rden des VZB zu bitten, unter ihrer Federf\u00fchrung, aber auf Kosten des VZB, eine unabh\u00e4ngige Wirtschaftspr\u00fcfungskanzlei zu beauftragen, alle Immobilienerwerbungen und -ver\u00e4u\u00dferungen und das damit in Zusammenhang stehende Verwaltungshandeln aller Organe des VZB in den Jahren seit 2000 unter allen betriebswirtschaftlichen, straf- und zivilrechtlichen Aspekten vollst\u00e4ndig und l\u00fcckenlos zu erfassen und zu bewerten.<br \/>\n<span style=\"color: white;\">.<br \/>\n<\/span>Diese Bewertung soll nach Pr\u00fcfungssachlage auch die Zeitr\u00e4ume vor 2000 und den Zeitraum nach dem R\u00fccktritt des ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden per 31.12.2006 umfassen und auch die Auslagerung des Eigenbestandes und die Investitionen in eigene und fremde Immobilienfonds umfassen. Die Pr\u00fcfung soll im Zweifel alle systemrelevanten Fragen der berufsst\u00e4ndischen Selbstverwaltung(en) mit einbeziehen. Berichtsempf\u00e4nger sollen die staatlichen Aufsichtsbeh\u00f6rden sein.<br \/>\n<span style=\"color: white;\">.<br \/>\n<\/span>Der Bericht soll nach Abschluss dem VZB \u00fcbergeben und von diesem unverz\u00fcglich ver\u00f6ffentlicht werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zielsetzung des Berichtes soll es sein, f\u00fcr eine l\u00fcckenlose Sachverhaltsaufkl\u00e4rung zu sorgen und dadurch die Interessen der gesetzlich versicherten Pflichtmitglieder des Versorgungswerkes der Zahn\u00e4rztekammer Berlin, Brandenburg und Bremen zu wahren \u2013 unabh\u00e4ngig von einzelnen Verbands- und\/oder pers\u00f6nlichen Funktion\u00e4rsinteressen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese neutrale und unabh\u00e4ngige Interessenwahrung kann aus unserer Sicht im vorliegenden Fall nur \u00fcber die Staatsaufsicht des VZB als neutrale Stelle erfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: white;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: white;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: white;\">.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>IUZB fordert Einschaltung der staatlichen Aufsichtsbeh\u00f6rden und die Einsetzung eines unabh\u00e4ngigen Wirtschaftspr\u00fcfers zur l\u00fcckenlosen Sachverhaltsaufkl\u00e4rung Eine Stellungnahme von Gerhard Gneist (Mitglied der VZB-Vertreterversammlung) Wie wir berichteten, versucht das VZB gegen [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":1,"footnotes":""},"categories":[118],"tags":[],"class_list":["post-2370","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sonderpruefung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2370"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14441,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2370\/revisions\/14441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2370"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iuzb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}