{"id":20857,"date":"2017-05-23T07:22:05","date_gmt":"2017-05-23T05:22:05","guid":{"rendered":"http:\/\/iuzb.de\/?p=20857"},"modified":"2017-05-23T07:26:32","modified_gmt":"2017-05-23T05:26:32","slug":"daz-und-vdzm-sicherung-der-praxishygiene-zur-kammeraufgabe-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=20857","title":{"rendered":"DAZ und VDZM: Sicherung der Praxishygiene zur Kammeraufgabe machen!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diese Forderung erhoben die Teilnehmer der Vereinigung Demokratische Zahnmedizin (VDZM) und des Deutschen Arbeitskreises f\u00fcr Zahnheilkunde (DAZ) auf ihrer diesj\u00e4hrigen Fr\u00fchjahrstagung in Frankfurt. Anlass war der Vortrag von Dr. Andreas Dehler von der Landeszahn\u00e4rztekammer Hessen \u00fcber Hygienevorschriften und deren Kontrollen bei Praxisbegehungen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn schilderte Dr. Dehler in einem kurzen historischen Abriss, wie es zu den heute geltenden Hygienevorschriften gekommen und wer f\u00fcr ihre Einhaltung zust\u00e4ndig ist. Dabei wurde das Ausma\u00df des Problems deutlich. So liegt die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Praxisbegehungen zwar bei den einzelnen L\u00e4ndern, aber innerhalb dieser bei den verschiedenen Regierungsbezirken. Und die beauftragen wiederum unterschiedliche \u00c4mter. Unabh\u00e4ngig davon mischen die Berufsgenossenschaft und die Ordnungs\u00e4mter auch noch mit. Heraus kommt dabei ein v\u00f6llig unterschiedliches Pr\u00fcfgebaren, was f\u00fcr erhebliche Unsicherheit bei den Praxisbetreibern sorgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Beispiel seiner Checkliste f\u00fcr Hygienebegehungen von Zahnarztpraxen in Hessen zeigte Dr. Dehler detailliert auf, wie umfangreich nicht nur Aufkl\u00e4rung, Dokumentation und apparativer Aufwand f\u00fcr die Praxishygiene geworden sind &#8211; sondern auch welche r\u00e4umlichen Voraussetzungen daf\u00fcr geschaffen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur kleinere, sondern auch \u00e4ltere Praxen, die in ihrer Gr\u00fcndungsphase noch nach damals hochaktuellen Hygienekonzeptionen aufgebaut wurden, sto\u00dfen bei den gestiegenen Anforderungen \u2013 insbesondere an die R\u00e4umlichkeiten zur Instrumentenaufbereitung und -lagerung \u2013 an ihre Grenzen. Bislang fehlt ein umsetzbarer Entwurf eines platzsparenden und dennoch hygienesicheren Verfahrenskonzepts mit bundesweiter Anerkennung. Hier machten VDZM und DAZ dringenden Handlungsbedarf seitens der K\u00f6rperschaften aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass bei den Aufbereitungsverfahren die Relevanz der Risikoeinstufung (unkritisch, semikritisch A, semikritisch B, kritisch A und kritisch B) f\u00fcr die zahn\u00e4rztliche Praxis noch mit erheblichen Zweifel behaftet ist, wurde nur am Rand erw\u00e4hnt. Aber umso bedenklicher stimmte die Teilnehmer der Tagung, dass in den ma\u00dfgeblichen Expertengremien die einschl\u00e4gige Industrie massiv vertreten ist. Um dem Verdacht zu entgehen, dass man dadurch den Herstellern die B\u00fchne gibt, um mit \u00fcberzogenen Anforderungen den Markt f\u00fcr eigene Produkte auszuweiten, muss der Gesetzgeber unabh\u00e4ngigen Stellen die Validierungs- und \u00dcberwachungsrechte \u00fcbertragen. Die entsprechende Weiterbildung ist ohnehin schon Aufgabe der Kammern. VDZM und DAZ fordern den Gesetzgeber auf, diese mit der \u00dcberpr\u00fcfung der Praxishygiene nach bundeseinheitlichen Standards zu beauftragen. Ob die Kammern dann die Praxisbegehungen in Eigenregie durchf\u00fchren oder damit bei ihr akkreditierte Dienstleistungsunternehmen beauftragen, sollte dabei keine Rolle spielen. Wesentlich ist nur, dass die Zahn\u00e4rzte in Deutschland wieder einen verl\u00e4sslichen Planungs- und Handlungsspielraum erhalten, der eine hygienebewusste Behandlung unter allt\u00e4glichen Praxisbedingungen zul\u00e4sst.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von <a href=\"http:\/\/daz-forum.org\/sicherung-der-praxishygiene\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DAZ<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.vdzm.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">VDZM<\/a> vom 22.05.2017<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Forderung erhoben die Teilnehmer der Vereinigung Demokratische Zahnmedizin (VDZM) und des Deutschen Arbeitskreises f\u00fcr Zahnheilkunde (DAZ) auf ihrer diesj\u00e4hrigen Fr\u00fchjahrstagung in Frankfurt. 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