{"id":18432,"date":"2016-12-14T12:04:36","date_gmt":"2016-12-14T11:04:36","guid":{"rendered":"http:\/\/iuzb.de\/?p=18432"},"modified":"2016-12-14T12:26:08","modified_gmt":"2016-12-14T11:26:08","slug":"dgb-ausbildungsreport-2016-berufsbildungsgesetz-endlich-novellieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=18432","title":{"rendered":"DGB Ausbildungsreport 2016: Berufsbildungsgesetz endlich novellieren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Fast 60 Prozent der Auszubildenden kommen krank zur Arbeit, \u00fcber die H\u00e4lfte sind durch schlechte Ausbildungsbedingungen und -anforderungen am Ausbildungsplatz stark belastet und ein Drittel der Azubis leistet \u00dcberstunden. Einem Drittel der Auszubildenden (33,6 Prozent) liegt kein betrieblicher <a class=\"highlightedGlossarTerm\" href=\"http:\/\/www.dgb.de\/++co++e2e519fe-1bd2-11df-63b8-00093d10fae2\/@@glossary.html\" target=\"_blank\">Ausbildungsplan<\/a> vor und eine \u00dcberpr\u00fcfung der Ausbildungsinhalte ist ihnen daher nicht m\u00f6glich. Jeder Zehnte Auszubildende (10,6 Prozent) \u00fcbt regelm\u00e4\u00dfig ausbildungsfremde T\u00e4tigkeiten aus. Bei 13,4 Prozent der Auszubildenden findet eine fachliche Anleitung durch den Ausbilder \u00fcberhaupt nicht oder nur selten statt. Das sind einige Ergebnisse des Ausbildungsreports, den die DGB-Jugend nun zum elften Mal infolge vorstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie duale Ausbildung war jahrzehntelang der Garant f\u00fcr gute Fachkr\u00e4fte, die Qualit\u00e4t der Ausbildung schwindet aber in vielen Bereichen\u201c, sagt die stellvertretende DGB-Vorsitzende <strong>Elke Hannack<\/strong>. \u201eWer \u00fcber unbesetzte Ausbildungspl\u00e4tze klagt, muss qualitativ gute Ausbildungspl\u00e4tze mit Perspektive anbieten. Der Report belegt erneut, dass gerade die Branchen \u00fcber Azubi-Mangel klagen, die seit Jahren f\u00fcr ihre schlechten Ausbildungsbedingungen bekannt sind. Hier sollte der Gesetzgeber mit Novelle des Berufsbildungsgesetzes endlich einschreiten.\u201c Zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt sagte Hannack: \u201eAuch wenn wir im Vergleich zum Vorjahr eine etwas entspanntere Lage haben, ist dies l\u00e4ngst kein Grund zur Entwarnung. Die Selbstverpflichtung der Wirtschaft blendet die hohe Zahl der Gefl\u00fcchteten aus und reicht daher bei weitem nicht aus. Es sind deutlich mehr Anstrengungen der Arbeitgeber notwendig. Sie m\u00fcssen weg von ihrer Bestenauslese und wieder mehr Ausbildungspl\u00e4tze auch f\u00fcr Hauptsch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler anbieten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Florian Haggenmiller<\/strong>, DGB-Bundesjugendsekret\u00e4r: \u201eSeit mehr als zehn Jahren stellen wir erhebliche Missst\u00e4nde in der Ausbildungsqualit\u00e4t fest, ohne dass es relevante Verbesserungen gegeben h\u00e4tte. Wenn die Betriebe es nicht hinbekommen die duale Ausbildung zu verbessern, muss die Politik handeln. Um die Ausbildungsqualit\u00e4t in allen Branchen zu steigern, muss das <a class=\"highlightedGlossarTerm\" href=\"http:\/\/www.dgb.de\/++co++0e9b00ca-1bd3-11df-63b8-00093d10fae2\/@@glossary.html\" target=\"_blank\">Berufsbildungsgesetz<\/a> novelliert werden. In das Gesetz geh\u00f6rt ein rechtlicher Anspruch auf einen betrieblichen <a class=\"highlightedGlossarTerm\" href=\"http:\/\/www.dgb.de\/++co++e2e519fe-1bd2-11df-63b8-00093d10fae2\/@@glossary.html\" target=\"_blank\">Ausbildungsplan<\/a> der die Inhalte der Ausbildung regelt, sowie eindeutige Vorschriften, um \u00dcberstunden zu vermeiden. Es ist ein Armutszeugnis, wenn Druck, Stress und schlechte Ausbildungsbedingungen f\u00fcr sehr viele junge Menschen schon am Anfang ihres Arbeitslebens stehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zwar sind die meisten Auszubildenden (71,7 Prozent) mit ihrer Ausbildung zufrieden \u2013 es gibt aber erhebliche Branchenunterschiede:<\/strong> Mechatroniker, Industriekaufleute und Zerspanungsmechaniker sind \u00fcber Durchschnitt zufrieden. Fachverk\u00e4ufer des Lebensmittelhandwerks, <strong>Zahnmedizinische Fachangestellte<\/strong>, Malerinnen sowie Auszubildende in Teilen des Hotel- und Gastst\u00e4ttenbereichs <strong>bewerten ihre Betriebe hingegen mangelhaft.<\/strong> \u201eBesonders in diesen Berufen bleiben in jedem Jahr viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Hohe Vertragsl\u00f6sungsquoten sind in diesen Ausbildungsberufen die Regel\u201c, sagte Florian Haggenmiller.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der repr\u00e4sentativen Befragung haben sich 13.603 Auszubildende aus den laut Bundesinstitut f\u00fcr Berufsbildung 25 h\u00e4ufigsten Ausbildungsberufen beteiligt.<\/p>\n<p>Quelle: DGB <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++2d7d8286-6f95-11e6-8e3e-525400e5a74a\" target=\"_blank\">Pressemitteilung Nr. 84<\/a> vom 01.09.2016<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><a title=\"zur Seite 'Ausbildungsreport 2016: Die wichtigsten Ergebnisse im \u00dcberblick'\" href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++16f4472a-6f90-11e6-a610-525400e5a74a\/file\/Ausbildungsreport-2016-Die-wichtigsten-Ergebnisse-im-Ueberblick.PDF\" target=\"_blank\">Aus\u00adbil\u00addungs\u00adre\u00adport 2016: Die wich\u00adtigs\u00adten Er\u00adgeb\u00adnis\u00adse im \u00dcber\u00adblick <\/a><\/h4>\n<h4><a title=\"zur Seite 'DGB-Jugend: Ausbildungsreport 2016'\" href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b536d92c-6f89-11e6-808e-525400e5a74a\" target=\"_blank\">DGB-Ju\u00adgend: Aus\u00adbil\u00addungs\u00adre\u00adport 2016<\/a><\/h4>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass es nach wie vor enormen Handlungsbedarf gibt, zeigt der Ausbildungsreport der DGB-Jugend, der seit nunmehr elf Jahren seinen Beitrag zur Qualit\u00e4t am Ausbildungsmarkt leistet \u2013 und der erhebliche M\u00e4ngel aufdeckt. Befragt wurden 13.603 Auszubildende aus den laut Bundesinstitut f\u00fcr Berufsbildung 25 meistfrequentierten Ausbildungsberufen im dualen System. Auch wenn ein Gro\u00dfteil der Auszubildenden mit seiner Ausbildung zufrieden ist: <strong>Es gibt immense Probleme<\/strong> im Hotel- und Gastst\u00e4ttenbereich, im Lebensmittelhandwerk, <strong>im zahnmedizinischen Bereich<\/strong> sowie bei Maler_innen und Lackierer_innen. Kennzeichen sind lange Arbeitszeiten, h\u00e4ufige \u00dcberstunden, eine mangelnde Ausbildungsqualit\u00e4t und eine unterdurchschnittliche Verg\u00fctung. <strong>Folglich werden diese Berufe als immer unattraktiver angesehen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auch bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten<\/strong>, den Maler_innen und Lackierer_innen und den Fachverk\u00e4ufer_innen im Lebensmittelhandwerk <strong>hat sich offenbar wenig an den Rahmenbedingungen ge\u00e4ndert, sodass diese Berufe sich ebenfalls erneut am unteren Ende des Gesamt-Rankings wiederfinden.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast 60 Prozent der Auszubildenden kommen krank zur Arbeit, \u00fcber die H\u00e4lfte sind durch schlechte Ausbildungsbedingungen und -anforderungen am Ausbildungsplatz stark belastet und ein Drittel der Azubis leistet \u00dcberstunden. 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