{"id":1143,"date":"2010-01-10T22:19:01","date_gmt":"2010-01-10T20:19:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iuzb.org\/wordpress\/?p=1143"},"modified":"2023-04-02T11:35:21","modified_gmt":"2023-04-02T09:35:21","slug":"immobilien-debakel-beim-vzb-drohen-weitere-rentenkurzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iuzb.de\/?p=1143","title":{"rendered":"Immobilien-Debakel beim VZB &#8211; drohen weitere Rentenk\u00fcrzungen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin (VZB) konnte im Kalenderjahr 2008 lediglich eine Effektivverzinsung von <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Effektivverzinsung_2008.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">0,05 %<\/a> erzielen. Damit wurde nach Einf\u00fchrung der neuen Satzung, welche mit einer Reduzierung des Rechnungszinses von 4 % auf 3 % f\u00fcr Beitr\u00e4ge ab 2008 verbunden war, der erforderliche Rechnungszins in diesem Jahr nicht erreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Ursache gibt das VZB in seinem Gesch\u00e4ftsbericht 2008 <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Immobilien_VZB_GB_2008_-_1-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">an<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e<span style=\"color: #000000;\">Im Rahmen der Umstellung (<em>gemeint ist die \u00dcberf\u00fchrung des Immobilienbestandes in einen Spezialfonds des VZB, die in 2009 ihren Abschluss finden soll \/ d. Verfasser<\/em>) und der damit verbundenen Komplettbewertung des Bestandes waren bereits im Jahresabschluss 2008 insbesondere im Bereich der Spezialimmobilien wie Hotel und Altenheim R\u00fcckstellungen f\u00fcr zu erwartende Abschreibungen bei Einbringung in den Immobilienspezialfonds vorzunehmen, die das Kapitalanlageergebnis nach Kosten und Abschreibungen aus dem Kalenderjahr 2008 gegen Null reduzieren.<\/span>\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die f\u00fcr die Rentenberechnungen als Grundlage dienenden versicherungsmathematischen Gutachten werden im Dreijahreszeitraum erstellt. Das Jahr 2008 ist hierbei das erste Jahr des aktuellen Zeitraums. Die n\u00e4chste versicherungsmathematische Berechnung erfolgt somit zwar erst zum 31. Dezember 2010. Aufgrund des schlechten Ergebnisses f\u00fcr das Jahr 2008 kann dann jedoch die M\u00f6glichkeit einer weiteren K\u00fcrzung der Anwartschaften drohen. Unterst\u00fctzt wird diese Bef\u00fcrchtung auch durch die aktuellen <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/VZB_-_Wichtige_Information_aus_Ihrer_Verwaltung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Selbsteinsch\u00e4tzung<\/a> des VZB, welches in Bezug auf die Vertreterversammlung vom 28. November 2009 auf seiner Website aktuell folgendes bekanntgibt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e<span style=\"color: #000000;\">Im Ausblick auf die Kalenderjahre 2009 sowie 2010 wurde seitens der Vertreter des Versorgungswerkes ausgef\u00fchrt, dass das Jahr 2009 mindestens so schwierig gewesen sei wie das Kalenderjahr 2008, im Jahr 2009 nach aktuellem Stand der Rechnungszins erreichbar ist unter Ber\u00fccksichtigung der noch offenen Fragestellung, inwieweit die Beteiligungen in amerikanischen Immobilien in Toplagen bewertungsseitig zu Einschnitten f\u00fchren k\u00f6nnten.<\/span>\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daran scheint zun\u00e4chst auch nichts die im Gesch\u00e4ftsbericht 2008 abgegebene <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Immobilien_VZB_GB_2008_-_2-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausblick<\/a>-Einsch\u00e4tzung des VZB vom 16. Juni 2009 zu \u00e4ndern:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e<span style=\"color: #000000;\">Mit der Entscheidung der \u00dcberf\u00fchrung des vorhandenen Bestandes in einen Fonds wird nach der notwendigen Umstellungsphase ein kontinuierlicher Ertrag sowohl durch die professionalisiertere Betreuung und Entwicklung der Bestandsobjekte als auch durch die breitere Streuung \u00fcber die M\u00e4rkte erreicht werden. Die in diesem Jahresabschluss ausgewiesenen Bewertungsabschl\u00e4ge sind daf\u00fcr einmalig hinzunehmen und erh\u00f6hen die zuk\u00fcnftigen prozentualen Ertr\u00e4ge.<\/span>\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist zwar richtig, je geringwertiger das VZB sein Anlageverm\u00f6gen bewertet, desto h\u00f6her ist im positiven Ertragsfall die Rendite. Aber momentan beruht diese Einsch\u00e4tzung wohl eher nur auf eine Erwartungshaltung \u2013 mithin handelt es sich zun\u00e4chst also einmal nur um Luftschl\u00f6sser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und \u201eprofessionalisiertere\u201c? \u00dcber diese absolute Steigerungsform k\u00f6nnen wir nur den Kopf sch\u00fctteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn wir sehen die au\u00dferordentlichen Wertberichtigungen beim Immobilienverm\u00f6gen lediglich als Indiz daf\u00fcr an, dass es in den vergangenen Jahren im VZB zu erheblichen Fehleinsch\u00e4tzungen bei den Immobilienkapitalanlagen gekommen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Fehleinsch\u00e4tzungen sind auch nicht nur einer einzelnen Person zuzuordnen. Denn seit bestehen des VZB werden Entscheidungen \u00fcber den Erwerb und die Ver\u00e4u\u00dferung von Immobilien stets mittels eines schriftlichen Beschlusses vom Verwaltungsausschusses gemeinsam getroffen. Dar\u00fcber hinaus sind die Aufsichtsorgane eingebunden, bis zur Teilrechtsf\u00e4higkeit des VZB war dies der Pr\u00e4sident der Zahn\u00e4rztekammer Berlin und jetzt ist dies der Aufsichtsausschuss. Au\u00dferdem ist in den K\u00f6rperschaften der Berliner Zahn\u00e4rzteschaft &#8211; so auch im VZB &#8211; bei allen wesentlichen Gesch\u00e4ftsvorf\u00e4llen Doppelzeichnung im Schriftverkehr und in Zahlungsverkehr schon immer obligatorisch und das VZB weist in seinen eigenen Gesch\u00e4ftsberichten aktuell regelm\u00e4\u00dfig auf die Einhaltung eines \u201eVieraugenprinzips\u201c hin. Es gibt also keine Entscheidungshoheit nur einer Person. Falls dies doch geschieht, so nur dann, wenn alle anderen Organe und deren Mitglieder nicht aufpassen und somit ihren Job nicht richtig machen &#8211; oder sich t\u00e4uschen lassen. Nachdem ein im Jahr 1998 fristlos entlassener Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer im Jahr 2005 wegen Untreue im Zusammenhang mit einer \u201e<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/art270,2262037\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mauschelei<\/a>\u201c mit Immobilienmaklern verurteilt wurde, muss jedoch erwartet werden, dass die VZB-Verantwortlichen aus dieser schlechten Erfahrung gelernt haben und besonders vorsichtig sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider zeigen<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>die im Jahr 2008 vorgenommenen Wertberichtigungen<br \/>\n(darunter in einem erheblichsten Umfang f\u00fcr das <a href=\"http:\/\/www.iuzb.de\/?p=915\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hotel-Investment<\/a> in K\u00f6ln-Rheinauhafen, welches nach einer Bauzeitverz\u00f6gerung erst im M\u00e4rz 2010 fertiggestellt sein wird)<\/li>\n<li>und die vom VZB f\u00fcr das Jahr 2009 selbst ausgesprochene <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/VZB_-_Wichtige_Information_aus_Ihrer_Verwaltung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Warnung<\/a>,<br \/>\n\u201einwieweit die Beteiligungen in amerikanischen Immobilien in Toplagen bewertungsseitig zu Einschnitten f\u00fchren k\u00f6nnten.\u201c,<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">dass diese Fehleinsch\u00e4tzungen auch weiterhin anhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn das K\u00f6lner Hotel-Investment wurde erst im Dezember 2006 eingegangen und nach <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Immobilien_VZB_GB_2006.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einem ersten<\/a> Investment im Jahr 2006, folgten im Jahr 2007 <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Immobilien_VZB_GB_2007.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zwei weitere<\/a> USA-Investments erst nach der per 31. Dezember 2006 erfolgten vorzeitigen Amtsniederlegung des ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses (Ressortleiter Immobilien von 1999-2006).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wegen ungekl\u00e4rter Provisionszahlungen w\u00e4hrend seiner Amtszeit verweisen wir auf den bisher <strong>unbeantworteten Offenen Brief<\/strong> \u201e<a href=\"http:\/\/www.iuzb.de\/?p=1088\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie geht&#8217;s uns denn so?<\/a>\u201c von Herrn Gerhard Gneist vom Dezember 2009 an den Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses, den Kollegen Herrn <a href=\"http:\/\/www.vzberlin.org\/_DasVZB\/Ansprechpartner\/VA.htm#Verwaltungsausschuss_des_Versorgungswerk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Albert Essink<\/a> (FVDZ), und seinen Direktor Herrn Ralf Wohltmann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar liegen uns wichtige entscheidungsrelevante Unterlagen aus dem VZB nicht vor (Stichworte <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Asset-Liability-Studie-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Assett-Liability-Studie<\/a> und <a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/EuGH_-_Urteil_Umsatzsteueroptierung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EuGH Urteil<\/a>), so dass wir uns noch kein abschlie\u00dfendes Urteil bilden konnten. Jedoch sehen wir die Entscheidung der Organe des VZB, hinsichtlich des Immobiliengesch\u00e4fts statt auf Direktbest\u00e4nde und Eigenverwaltung k\u00fcnftig auf Fremdverwaltung und Immobilienfonds zu setzten, weiterhin kritisch. Wir sind der Meinung, dass das VZB in der Lage sein muss, selbst \u00fcber eigenes Fachpersonal f\u00fcr das Immobiliengesch\u00e4ft zu verf\u00fcgen. Das scheint aber weder in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung noch in der eigenen Aufsicht der Fall zu sein, wie die erneuten au\u00dferordentlichen Wertberichtigungen indizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Kritik schlie\u00dft auch den terminlichen Verfahrensablauf der Aufl\u00f6sung der eigenen Grundst\u00fccksverwaltung mit ein, denn wir gehen davon aus, dass dieser Schritt seinerzeit voreilig vollzogen wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seitens der Berliner Opposition gab es in der Vertreterversammlung vom 23. Februar 2008 den Vorschlag, diesen Schritt auch unter Einbeziehung eines internen Schreiben aus der Mitarbeiterschaft zu er\u00f6rtern, mit welchen sich diese hilfesuchend an die Organe gewandt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses wichtige Diskussionsangebot wurde jedoch von den Berliner Altverb\u00e4nden ausgeschlagen. Als wenn es schlimm gewesen w\u00e4re, \u201e<a href=\"https:\/\/iuzb.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/VZB_Immobilien_-_VV_23.02.2008.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit<\/a>\u201c (!) eine halbe Stunde in der Versammlung \u00fcber den vollkommen sachlichen Inhalt dieses Schreibens zu sprechen und dies m\u00f6glicherweise auch als Chance im Sinne der Interessen der Versicherten des VZB zu verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach unserer Meinung liegen die ma\u00dfgeblichen Ursachen f\u00fcr die strategischen und taktischen Fehleinsch\u00e4tzungen der letzten Jahre somit in pers\u00f6nlichen und fachlichen Kompetenzm\u00e4ngeln seitens der Verantwortlichen im VZB, dessen Personalien ma\u00dfgeblich durch den Verband der Zahn\u00e4rzte von Berlin und dem Berliner Landesverband des FVDZ gestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle k\u00f6nnen wir auch die Vertreter aus Brandenburg und Bremen nur nochmals auffordern, ihre \u201e<a href=\"http:\/\/www.iuzb.de\/?p=219\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">linientreue Konzilianz<\/a>\u201c gegen\u00fcber den Berliner Altverb\u00e4nden aufzugeben und k\u00fcnftig auch mit der IUZB und deren befreundeten Teilen der Berliner Opposition zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerhard Gneist und U.G.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin (VZB) konnte im Kalenderjahr 2008 lediglich eine Effektivverzinsung von 0,05 % erzielen. 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