IUZB-Anfrage und Antwort der KZV Berlin zum Thema: Patienten mit Behandlungsansprüchen nach §22a SGB V

Unsere heutige eMail an den Vorstand der KZV Berlin:

Betrifft: Anfrage an den Vorstand der KZV Berlin zum Thema: Patienten mit Behandlungsansprüchen nach §22a SGB V

Sehr geehrter Vorstand,

ich bitte höflich um die schriftlich Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie viele Pflegeeinrichtungen, die berechtigt sind Kooperationsverträge abzuschließen, gibt es in Berlin insgesamt und wie viele davon werden zur Zeit betreut?
  2. Wie viele Patienten sind in Berlin in Pflegeeinrichtungen untergebracht und wie viele (%) werden davon über Kooperationsverträge erreicht?
  3. Wie viele Kooperationsverträge zur Betreuung von Pflegeeinrichtungen gibt es aktuell?
  4. Wie viele Zahnärzte haben Kooperationsverträge abgeschlossen?
  5. Gibt es Zahnärzte, die besonders viele Kooperationsverträge abgeschlossen haben und werden in diesem Fällen hauptsächlich „Untersuchungs-Positionen“ abgerechnet?
  6. Gibt und gab es Plausibilitätsprüfungen?
  7. Wie hoch ist das Aufkommen von PAR Behandlungen bei §22a Patienten.
  8. Wie viele aufsuchende Betreuungen gab es in Berlin insgesamt? Wo stehen wir im Bundesvergleich?
  9. In wie weit werden zukünftig die zahnmedizinische Betreuungen aller weiteren in häuslicher Pflege lebenden Patienten honorartechnisch verbessert?

Mit kollegialen Grüßen

Gerhard Gneist
Mitglied Vertreterversammlung der KZV Berlin
1. Vorsitzender IUZB e.V.

Ein Kommentar

  • Redaktion

    Antwort von Herrn Dr. Husemann vom 17.05.2021:

    Sehr geehrter Herr Kollege Gneist,

    vielen Dank für Ihre Fragen bezüglich Kooperationsverträgen und vulnerabler Gruppen.
    Leider sind nicht alle Ihre Fragen von uns zu beantworten, da einige Details, z. B. über die Anzahl von Patienten in Pflegeheimen (Ihre Frage Nr. 2), bestenfalls dem Senat bekannt sind.
    Zu verweisen ist hier auf die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.
    Auch Ihre Frage Nr. 9 richtet sich eher an die KZBV, die gerade erst mit den Bema-Positionen 174 a und b sowie der Nr. 107 a neue und erweiterte Möglichkeiten auch bei den in häuslicher Pflege befindlichen Patienten ins Leben gerufen hat.

    Bundesweite Zahlen (Frage 9) habe ich Ihnen anhand einer Statistik der KZBV zusammengestellt.

    Frage 1:
    Aktuell werden von 287 vollstationären Pflegeeinrichtungen 242 Einrichtungen betreut.

    Frage 2:
    Siehe oben

    Frage 3:
    Siehe oben: Es sind aktuell 242 Kooperationsverträge abgeschlossen

    Frage 4:
    Derzeit gibt es 96 Kooperationspraxen

    Frage 5:
    Gemeint sind hier wohl die "Besuchs-Positionen"? Antwort: Nein

    Frage 6:
    In der Bearbeitung der Abrechnungen erfolgt eine Überprüfung gemäß BEMA und Richtlinien. Im Einzelfall werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt.

    Frage 7:
    Siehe Tabellen der Abrechnungsabteilung

    Frage 8:
    Siehe Tabellen der KZV Berlin und der KZBV

    Frage 9:
    Siehe oben

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen helfen und stehe für weitere Fragen gern zur Verfügung.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Dr. Jörg-Peter Husemann
    stv. Vorsitzender des Vorstandes

     

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