3 Kommentare

  • Anonymous

    Dem Text, für die interessierte Öffentlichkeit geschrieben, kann ich weitgehend zustimmen.

    Die relativierende Wirkung von FFP3/ FFP2 stimmt für unseren Beruf allerdings so nicht. Mit diesen ganzen Normen, wie EN 149; ist es allerdings wirklich sehr kompliziert. Stark vereinfacht: Das Fliess wird, bei guten FFP2/3, fast immer 99% der Aerosole zurückhalten können. Die Unterschiede entstehen fast nur durch die Randdichtigkeit. Die wird bei 10 normalgesichtigen Probanden gemessen. Jetzt kommt aber der große Haken: Das sind Probanden, die im professionellem Atemschutz geübt sind! Schon von  "einfachen" Industriearbeiter wird deshalb eine jährliche zweistündige Fortbildung verlangt, inklusive Fit-Test. (Bei der Anwendung in der ZM tritt ein zusätzliches Problem auf: Ein Warnzeichen durch Staub in der Nase ergibt sich nicht).

    Durch die ZÄKs wurde in Deutschland nicht eine einzige Fortbildung veranstaltet! Wir müssen uns also als Zahnärzteschaft gefallen  lassen, den Atemschutz auf Kindergartenniveau zu betreiben, wo ja der MNS durchaus als berechtigt erscheinen mag.

    An dieser Stelle nochmals mein Dank an die IUZB, die ihrem Namen "Unabhängig" voll gerecht wird, und als einziger zahnmedizinischer Verein, weltweit!, eine offene Diskussion ermöglicht. Der Nominierung zum Pulitzerpreis kann ich nur voll zustimmen!

    Sehr vieles zum Thema FFP3 finden Sie hier: http://iuzb.de/?p=35782

    PJ

  • Anonymous

    Wenn FFP2 getragen werden soll, wird hoffentlich auch das Arbeitsschutzgesetz beachtet. FFP2 ist nicht für einen ganzen Arbeitstag möglich.

    • Anonymous

      Lieber Kollege, ich hatte extra auf http://iuzb.de/?p=35782 verwiesen. 

      Im Arbeitsschutz gibt es Richtlinien, die sich an dem zulässigem Atemwiderstand der einzelnen FFP-Klassen orientieren. 

      Hier eine aktuelle Bewertung: https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/FAQ/PSA-FAQ-24.html :"Von Vorgaben für eine feste Tragezeitbegrenzung wird abgeraten, und stattdessen auf Vorgaben für konkrete Tätigkeiten und die erforderliche Gefährdungsbeurteilung verwiesen."

      Hier nur ganz kurz: Es sind FFP3 (drei) Masken auf dem Markt, deren Atemwiderstand unter der Hälfte der FFP1 (eins)-Norm liegt. Damit sind Sie aus allen Vorgaben raus. Kurz vor Weihnachten habe ich dem Vorstand der Berliner ZÄK entsprechende Probemasken geschickt. Erkundigen sich doch dort, Sie können mich auch gerne direkt anschreiben ( luftvorhang@dentaZOOM.de ). 

      Peter Jurkat

       

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