GMK-Beschluss: Impfungen in Apotheken und bei Zahnärzten

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder fassen folgenden Beschluss:

Der Bundesgesetzgeber wird gebeten, eine Rechtsänderung vorzubereiten, mit der es Apotheken und Zahnärzten im Wege einer zeitlich befristeten Ausnahmegenehmigung ermöglicht wird, COVID-19-Schutzimpfungen vorzunehmen.
Hierzu wäre insbesondere § 132j SGB V – Regionale Modellvorhaben zur Durchführung von Grippeschutzimpfungen in Apotheken – um die COVID-19-Schutzimpfungen zu ergänzen.
Die GMK betont die Notwendigkeit, dass ausreichend Impfstoff für die Impfungen in Apotheken und bei Zahnärzten zur Verfügung steht.

Quelle: Gesundheitsminusterkonferenz, Beschluss vom 29.11.2021

 

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7 Kommentare

  • Anonymous

    Auszug aus der Regelung  § 132j SGB V 

    (5) Die ärztliche Schulung, an der Apothekerinnen und Apotheker teilnehmen müssen, um Grippeschutzimpfungen durchführen zu dürfen, hat insbesondere die Vermittlung der folgenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu umfassen: 

    1.Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung von Grippeschutzimpfungen einschließlich der Aufklärung und Einholung der Einwilligung der zu impfenden Person,

    2.Kenntnis von Kontraindikationen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zu deren Beachtung und

    3.Kenntnis von Notfallmaßnahmen bei eventuellen akuten Impfreaktionen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

     

  • Anonymous

    So wird es kommen. Hat Herr MP Söder gerade in der PM zu dem heutigen Treffen Kanlzer/in Alt/Neu und MP erklärt in phoenix vor Ort.

  • Anonymous

    Hier noch eine Zeitungsquelle:
    Merkur Live-Ticker zum Corona-Gipfel
    Update vom 30. November, 15.52 Uhr:

    Bekräftigt wurde wohl außerdem die Absicht, auch Apothekern das Impfen erlauben. Gleiches solle für Zahnärzte gelten. Dies müsste allerdings gesetzlich geregelt werden, hieß es.

  • Anonymous

    Aufgrund des Fachkräftemangels, der uns ja auch betrifft, ist ja schon die Versorgung der eigenen Patienten schon manschmal eine Herausforderung. Wie bitteschön soll man dann noch Hunderte oder Tausende Patienten täglich, wöchentlich unterbringen? Was macht man dann mit den eigenen Patienten, die man nicht mehr zeitlich anständig versorgen kann?

     

  • Redaktion

    KV Berlin, Pressemitteilung von heute:

    Klares Nein zum Covid-19-Impfen in Apotheken

    Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin hält nichts von der Forderung der Gesundheitsministerkonferenz, Apotheken an der Impfkampagne gegen Covid-19 zu beteiligen. „Der Impfstoff reicht zurzeit nicht einmal für die impfenden Praxen. Da haben wir null Verständnis dafür, dass jetzt auch noch Apotheken mitimpfen sollen. Deshalb gibt es dazu von uns ein klares Nein“, heißt es seitens des KV-Vorstands. In Berlin liegt die Impfkampagne gegen Covid-19 in den Händen von mehr als 2500 Praxen sowie den Impfzentren bzw. Impfstellen. Dabei sollte es bleiben. Davon mal ab sei das Impfen nicht Sache der Apotheken, sondern ist originäre Aufgabe der Ärztinnen und Ärzte.

    Was die Impfstoffbestellung betrifft, fordert die KV Berlin mehr Transparenz. „Wie möchten wissen, wie viel Impfstoff Berlin erhält und wie dieser verteilt wird“, heißt es weiter. „Und wir möchten Antworten darauf haben, wie es sein kann, dass einige Praxen ihre bestellten Impfstoffmengen 1:1 erhalten haben, hingegen bei anderen Praxen die bestellten Impfstoffmengen begrenzt werden.“ Die Kürzungen bestellter Impfstoffe haben in den vergangenen Tagen zu massiver Verärgerung und organisatorischen Turbulenzen in den betroffenen Praxen und zu vielen enttäuschten Patient:innen geführt.
    Aktueller Stand der Impfungen in den Berliner Praxen: Allein im November wurden fast 400.000 Impfungen durchgeführt, davon mehr als 260.000 Auffrischimpfungen. Auch bei den Erst- und Zweitimpfungen gehen die Zahlen wieder nach oben. 

    Weiterführend:

    Berliner Zeitung, heute:

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