ABSV: Aktion Gelbe Karte für E-Roller auf Gehwegen – wer die Aktion gut findet kann kostenlos mitmachen und die Karten etwa im Wartezimmer auslegen……

 

  • Die Kärtchen können kostenfrei bestellt werden per E-Mail: presse@absv.de

Die Aktion läuft über den 15. Oktober hinaus weiter!

 

Eine Initiative des:

ABSV Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V.:

Unsere Aktion zur  Woche des Sehens und zum Internationalen Tag des weißen Stocks am 15. Oktober geht weiter:
Wir zeigen auch weiterhin achtlos auf Gehwegen abgestellten E-Rollern die gelbe Karte.

Unterstützende sind herzlich willkommen!

Infos und Kartenbestellung unter:
www.absv.de/e-wie-e-roller

 

 

 

 

 

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1.000 gelbe Karten für E-Roller!
Aktion anlässlich es Internationalen Tages des weißen Stockes
Wir zeigen bis 15. Oktober E-Rollern auf Gehwegen die gelbe Karte!

Die kreuz und quer auf Gehwegen stehenden oder liegenden Roller bilden eine gefährliche Unfallgefahr für viele Passanten, insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen.

Diese Unfallquellen sind völlig unnötig! Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) fordert deshalb von den Nutzenden mehr Rücksichtnahme, von den Verleihfirmen bessere Aufklärung und strengere Regeln sowie von den Verantwortlichen in den Bezirken eine schnelle Einrichtung fester Abstellflächen jenseits der Gehwege!

Das geht gar nicht!

  • Stehende oder gar liegende Fahrzeuge auf dem Gehweg,
  • Abgestellte Fahrzeuge an U- und S-Bahn-Eingängen, Bus- und Tram-Haltestellen, Ampelkreuzungen,
  • Parkende Fahrzeuge auf Blindenleitsystemen,
  • Abgestellte Fahrzeuge an der Hauswand oder anderen Gehwegbegrenzungen, denn daran orientieren sich blinde und sehbehinderte Menschen,
  • Fahrende E-Roller auf Gehwegen!

Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht!
Wer sich auch von den im Weg stehenden Leihfahrzeugen belästigt fühlt, kann sich gern beim ABSV melden. Wir freuen uns über alle, die unsere Gelbe-Karten-Aktion unterstützen.

  • Die Kärtchen können kostenfrei bestellt werden per E-Mail: presse@absv.de

Achtung: Die Verteilung der gelben Karten ist (vorerst) auf Berlin beschränkt.

Hintergrund:

Für Ärger haben die E-Roller bereits vor ihrer Zulassung vor zwei Jahren gesorgt, denn wenn es nach Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gegangen wäre, hätten die E-Roller sogar auf Gehwegen fahren dürfen. Das konnten wir gemeinsam mit anderen Organisationen mit unseren Protesten weitestgehend verhindern.

Der Antrag Berlins, dass der Verleih von Elektrokleinstfahrzeugen erlaubnispflichtig ist, fand im Bundesrat leider keine Mehrheit. Das Ergebnis bekommen wir täglich zu spüren. Mit 11.000 Leihgeräten – so viel wie in keiner anderen Stadt Deutschlands – haben die Anbieter Lime, Tier und Voi unsere Stadt bereits kurz nach der Zulassung geflutet. Inzwischen dürfte die Anzahl deutlich höher sein, schließlich sind weitere Anbieter dazugekommen.

Tausende E-Roller stehen oder liegen nun auf Gehwegen. Wir möchten weg von der stationslosen Ausleihe hin zu fest definierten Abstellflächen jenseits der Gehwege. Die Bezirke sind nun aufgefordert, geeignete Flächen zu schaffen.

 

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Uwe Gerber
Mein Zusatz, Straßenverkehrsordnung („Gegenseitige Rücksichtnahme“):

§ 1 Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

2 Kommentare

  • Redaktion

    TSP, 15.20.2021:

    Die Aktion fand anlässlich der bundesweiten Woche des Sehens und des internationalen Tages des weißen Stocks statt. Die symbolischen Verwarnungskarten "wurden uns förmlich aus den Händen gerissen", sagt Vereinssprecherin Paloma Rändel. Die Aktion werde fortgesetzt, mehr Karten in einer "größeren Auflage" seien bereits gedruckt.

  • Anonymous

    Wir freuen uns sehr über die Unterstützung unserer Aktion "Gelbe Karte für E-Roller auf Gehwegen!" durch die IUZB! 🙂

    Ein Ärgernis sind die kreuz und quer auf den Gehwegen stehenden E-Roller für viele Menschen, blinde und sehbehinderte Menschen tragen jedoch ein besonders hohes Risiko, sich zu verletzen, denn sie können die unnötigen Barrieren nicht rechtzeitig erkennen.

    Paloma Rändel, Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV)

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