Live-Ticker.-.- Live-Ticker.-.-04.06.2021: Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer in Berlin

Bundesversammlung am 04. und 05. Mai 2021 in Berlin

mit Neuwahl des Geschäftsführenden Vorstands

Tagesordnung

 

Einen Live-Ticker hatten wir nicht geplant. Aber eben kam doch etwas herein. Also, mal seh’n (ob noch) was kommt:

 

Fr., 04.05.2021
10:04 Uhr
Grußwort Dr. Thomas Gebhart
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit
Ehrungen:
Prof. Dr. Reinhard Hickel
Arno Metzger
11:34 Uhr
13:52 Uhr Top 6.1. Wahl des Vorsitzenden der Bundesversammlung
Dr. Kai Voss (SH), als einziger Kandidat, einstimmig gewählt.
13:54 Uhr 6.2 Wahl von zwei Stellvertretern des Vorsitzenden der Bundesversammlung
1. Dr. Doris Seiz (Hessen)
2. Dr. Wolfgang Grüner (BW)
14:04 Uhr 6.3 Wahl des Präsidenten der Bundeszahnärztekammer
Die Kandierenden:

  1. Prof. Dr. Christoph Benz (Bayern) von Dr. Wolfgang Menke von aus Bremen vorgeschlagen
  2. Prof. Dr. Dietmar Oesterreich (MV)
  3. Dr. Michael Frank (Hessen)
14:08 Uhr Benz: „….wenn wir alle in Zahnarztpraxen gearbeitet hätten, hätten wir keine Pandemie“.
15:26 Uhr 1. Wahlgang:
67 Stimmer Benz
56 Stimmen Frank
35 Stimmen Oesterreich
3 Nein Stimmen
Nun 2. Wahlgang zwischen Benz und Frank
2. Wahlgang:
102 Stimmen Benz
53 Stimmen Frank
6 Nein
1 Enthaltung
Prof. Dr. Christoph Benz ist gewählt
und somit neuer Präsident der Bundeszahnärztekammer
16:42 Uhr 6.4 Wahl der Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer
Die Kandierenden für den 1. Vizepräsidenten:

  1. Konstantin von Laffert (Hamburg)
  2. Barbara Plaster (Berlin)
  3. Dr. Monika Büscher-Winkelmann (Westfalen-Lippe)
17:27 Uhr/
18:02 Uhr
Die Kandierenden und das Ergebnis für den 2. Vizepräsidenten:
19:10 Uhr (PIL) Bundeszahnärztekammer Pressemitteilung:

Benz ist neuer Präsident der Bundeszahnärztekammer

Bundesversammlung wählte neuen Geschäftsführenden Vorstand

Auf der außerordentlichen Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) am 04./05. Juni 2021 in Berlin wurden die Wahlen des Geschäftsführenden Vorstandes nachgeholt, die coronabedingt im Herbst 2020 nicht stattfinden konnten. Die Delegierten wählten

  • Prof. Dr. Christoph Benz zum neuen Präsidenten sowie
  • Konstantin von Laffert zum neuen Vizepräsidenten und
  • Dr. Romy Ermler zur neuen Vizepräsidentin.

Die Bundesversammlung fand unter strengen Hygieneauflagen statt.

„Wir bedanken uns für das Vertrauen der Delegierten und werden unsere neue Aufgabe als Geschäftsführender Vorstand mit großem Eifer und hoher Motivation zukunftsgerichtet angehen. Unser Ziel ist es, die hervorragende tagtägliche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in den Praxen bestmöglich zu unterstützen und zu erleichtern – in der anhaltenden Corona-Pandemie und darüber hinaus. Dazu gehört neben der Bewahrung von freier Berufsausübung auch die Weiterentwicklung der GOZ, der Bürokratieabbau und der Erhalt des bewährten dualen Krankenversicherungssystems.
Wir möchten uns außerdem bei dem bisherigen Präsidenten Dr. Peter Engel und dem bisherigen Vizepräsidenten Prof. Dr. Dietmar Oesterreich bedanken für ihre jahrelange Arbeit für die BZÄK, ihren enormen Einsatz und ihre wichtigen Weichenstellungen“, so der neue Geschäftsführende Vorstand der BZÄK nach der Wahl.

Fotos der Veranstaltung unter:

https://www.picdrop.com/axentis/f94DTaSi6Y

Unsere Berliner Delegierten in der ersten und zweiten Reihe.

Sa., 05.06.2021
09:12/43 Uhr
6.5 Wahl der Mitglieder des Finanzausschusses

10:14 Uhr 6.6 Wahl des Rechnungsprüfungsausschusses

10:30 Uhr

 

22 Kommentare

  • Anonymous

    Jetzt ist Mittagspause 🥂

  • Anonymous

    Oben im Hintergrund sind die wohl die Zahlen zu den Corona bedingten Berufskrankheiten abgebildet- 35 für die Zahnmedizin. Hier ist nicht der Platz für eine ausführliche Diskussion.

    Nur soviel: Die hochgerechneten AUs der Krankenkassen ergeben bis Dez. 2020 17.500 Corona bedingte Krankmeldungen in der Zahnmedizin. Diese beiden Zahlen "35" und "17.500" in Einklang zu bringen, geht wohl nur mit Taschenspieler-Tricks.

    • Anonymous

      Aus der ZM-online, ein kleiner Ausschnitt:

      (https://www.zm-online.de/news/praxis/grossbritannien-zahnaerzte-hatten-ueber-25-faches-infektionsrisiko/)

      Studie der University of Birmingham 

      Großbritannien: Zahnärzte hatten über 2,5-faches Infektionsrisiko

      Eine Studie der University of Birmingham mit rund 1.500 Zahnärzten zeigt, dass sie während der ersten Welle in Großbritannien einem erhöhten berufliches Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion ausgesetzt waren.

      GUT 16 PROZENT DER ZAHNÄRZTE HATTEN ANTIKÖRPER

      Zu Beginn im Juni 2020 wurden der Kohorte Blutproben entnommen, um den Antikörperspiegel gegen SARS-CoV-2 zu messen. Insgesamt 16,3 Prozent der Probanden – darunter Zahnärzte, ZFA und Dentalhygienikerinnen – wiesen SARS-CoV-2-Antikörper auf, in der allgemeinen Bevölkerung waren dies zu dem Zeitpunkt nur 6 Prozent. 

      IN DER ALLGEMEINEN BEVÖLKERUNG WAREN DIES NUR 6 PROZENT 

      Dass der Antikörper-Wert des Empfangspersonals von Zahnarztpraxen, welches keinen direkten Patientenkontakt hat, vergleichbar war mit dem der Allgemeinbevölkerung, stützt den Autoren zufolge die Hypothese, wonach das berufliche Risiko aus dem engen Kontakt mit Patienten resultiert.

      • Anonymous

        Hier aus der Studie:

        https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/00220345211020270

        Dentistry reopened in England on June 8, 2020, under new Public Health England guidance for infection control, including FFP3 masks, eye protection, and gowns for AGPs, although most practices did not reopen until July 2020.

        Die Wiedereröffnung der Zahnarztpraxen in England erfolgte am 8. Juni 2020 unter den neuen Richtlinien von Public Health England zur Infektionskontrolle, einschließlich FFP3-Masken, Augenschutz und Kittel für AGPs, obwohl die meisten Praxen erst im Juli 2020 wiedereröffnet wurden.

         

  • Anonymous

    Herzlichen Glückwunsch an Prof. Benz. Leider hat sich wieder keine Frau als Präsidentin beworben. Da hätte ich mir von meinen Kolleginnen, insbesondere aus den Reihen von Dentista, mehr Initiative gewünscht. 

  • Anonymous

    Da war meine Kritik zu früh. Respekt für Frau  Plaster.und für die Bewerbung. Aber anscheinend mögen die Delegierten die Berliner nicht. 

    • Anonymous

      Kein Wunder bei dem "Allerletzten KFO-Murkser", dem "Letzten"  und nun auch noch bei dem jetzigen Berliner Präsidenten, der von anbeginn das "Letzte" war und weiterhin ist.

  • Anonymous

    Benz ist mE eine suboptimale Nachfolge-regelung für Engel, auch weil er über sein Engagement für Gesellschaften, die lukrative DH- Fortbildungen anbieten, nicht unumstritten ist. Oesterreich wäre wohl eine bessere Lösung gewesen. –  Zumindest ist es der BV nach Jahrzehnten ausschließlich männlicher Besetzung des Präsidiums gelungen, eine Frau in die Spitze der BZÄK zu wählen. Eine Vizepräsidentin wäre aber ein deutlich besseres Aufbruchsignal gewesen…

  • Anonymous

    Seien wir ehrlich. Frau Ermler ist doch nur ins Präsidium gewählt worden, weil ihre Praxis in der ehemaligen DDR liegt und weil sie eine Frau ist. Hoffen wir, dass sie diesen Quotensitz nun auch mit Qualität ausfüllt. Der Kollege Herbert ist eben der bessere Strippenzieher als der Kollege Heegewald. 

    • Anonymous

      So was sollte man fast 32 Jahre nach der Wende nicht mehr denken. Finde ich schade.

      J.Herbert

      • Anonymous

        Lieber Kollege Herbert, zumindest die Gedanken sind frei – auch noch fast 32 Jahre nach der Wende.

  • Redaktion

    Heute Abend liefern wir auch noch die Ergebnisse der Ausschusswahlen nach!

    /Erledigt 20:20 Uhr

  • Redaktion

    Dentista e.V. – Verband der ZahnÄrztinnen: Pressemitteilung vom 05.06.2021:

    GELEGENHEIT, GESCHICHTE ZU SCHREIBEN: Der neue geschäftsführende Vorstand der BZÄK ist „jünger und weiblicher“

    Am gestrigen 4. Juni wählte die Bundesversammlung mit Prof. Dr. Christoph Benz/Bayern einen neuen Präsidenten an die Spitze der Bundeszahnärztekammer. Ihm zur Seite stehen künftig Konstantin von Laffert/Hamburg sowie – zum ersten Mal seit sehr langer Zeit – als VizepräsidentIN Dr. Romy Ermler/Brandenburg. „Wir haben heute Gelegenheit, Geschichte zu schreiben“, so der neu gewählte BZÄK-Präsident bei der Präsentation seines Teams Laffert/Ermler. Und die Delegierten folgten ihm.

    So darf das Ergebnis dieser coronabedingt später und unter strengen Hygienebedingungen durchgeführten Wahl durchaus als historisch bezeichnet werden. „Seit Jahren hören wir das wiederkehrende Mantra von einer Standespolitik, die ,jünger und weiblicher´ repräsentiert werden müsse. Heute nun haben die Delegierten der Bundesversammlung Fakten geschaffen“, so Dr. Kerstin Finger, Vizepräsidentin Standespolitik des Dentista e.V. – Verband der ZahnÄrztinnen. Dabei sei dies nur ein folgerichtiger Schritt auf dem Weg, endlich die Realität im Berufsstand auch in den standespolitischen Gremien abzubilden. Noch immer seien lediglich 40 von insgesamt 166 Delegierten weiblich.

    Auch deshalb bemerkenswert: In allen Wahlgängen um die Posten der Vizepräsident*innen kandidierten – zum ersten Mal überhaupt – mehrere Frauen. „Damit wurde die Mär über die Frauen, die einfach kein Interesse an einer standespolitischen Spitzenposition hätten, endgültig ad absurdum geführt“, unterstreicht die Präsidentin des Dentista e.V. Dr. Susanne Fath. Den Weg bereitet hätten hier auch die Kolleginnen des Dentista e.V.: „Mein herzlicher Dank gilt unserer Vorstandskollegin Dr. Rebecca Otto, die bereits im vergangenen Herbst ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärte – die leider für die nun durchgeführte Wahl nicht umgesetzt werden konnte – und unserer Kollegin Barbara Plaster, die erst kürzlich zur ersten Vizepräsidentin der Berliner Zahnärztekammer gewählt wurde und sich heute ebenfalls zur Wahl stellte. Die Zeit war reif für eine Frau im geschäftsführenden Vorstand der Bundeszahnärztekammer, und die Delegierten haben die Zeichen dieser Zeit erkannt.“

    Der Dentista e.V. – Verband der ZahnÄrztinnen gratuliert dem neuen Präsidium der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Christoph Benz, Konstantin von Laffert und Dr. Romy Ermler herzlich zur Wahl. „Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer in den letzten Jahren so erfolgreichen Kooperation mit der Bundeszahnärztekammer auch unter neuer Leitung und wünschen dem neuen geschäftsführenden Vorstand viel Erfolg“, so Fath.

  • Redaktion

    LZÄK Brandenburg, PM vom 07.06.2021:

    Dr. Romy Ermler zur neuen Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer gewählt

    Auf der außerordentlichen Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) am 4. und 5. Juni 2021 in Berlin wurde unter anderem der Geschäftsführende Vorstand gewählt. Die Delegierten ernannten Prof. Dr. Christoph Benz zum neuen Präsidenten, Dr. Romy Ermler zur neuen Vizepräsidentin sowie Konstantin von Laffert zum neuen Vizepräsidenten. Damit ist das Land Brandenburg bei der Zahnärzteschaft in oberster Instanz vertreten.

    In einer ersten Stellungnahme ist es Dr. Romy Ermler, Vorstandsmitglied der LZÄKB, wichtig zu betonen: „Ich vertrete nicht nur erstmals als Frau die gesamte Zahnärzteschaft von Deutschland, sondern sehe mich auch als Sprachrohr für alle brandenburgischen Zahnärztinnen und Zahnärzte. Dieses Amt ist mit einer sehr großen Verantwortung und Verpflichtung verbunden. Insgesamt möchte ich diese Verantwortung wahrnehmen, um mich für unseren zahnärztlichen Berufsstand einzusetzen.“

    Romy Ermler gewann die Wahl mit großer Stimmmehrheit. Der Geschäftsführende Vorstand ist mit Prof. Benz aus Bayern, Konstantin von Laffert aus Hamburg und Dr. Romy Ermler aus Brandenburg regional optimal besetzt.

    Standespolitischer Werdegang

    Dr. Romy Ermler praktiziert seit 2005 in eigener Niederlassung in Potsdam. 2012 wählten sie die Zahnärzte der Bezirksstelle Potsdam zu ihrer Vorsitzenden – so begann ihre standespolitische Karriere. 2018 der nächste Schritt: die Kammerversammlung der LZÄKB wählte Romy Ermler zum Vorstandsmitglied. Bei der nächsten Wahl der Kammerversammlung für die achte Legislaturperiode 2020 bis 2025 trat sie als Kandidatin in der Liste des „Verbandes Niedergelassener Zahnärzte Land Brandenburg e.V.“ mit an und wurde als Vorstandsmitglied wieder bestätigt. Die Mitglieder der Kammerversammlung wählten sie zudem zur Delegierten der Bundesversammlung.

  • Anonymous

    Was ist eigentlich mit der GOZ? Wird die irgendwann mal noch zu unseren Lebzeiten angepasst? Die lächerliche GOZ 2012 feiert bald 10-jähriges Jubiläum. Wie lange schlägt man uns noch mit der Faust ins Gesicht? Wie lange lassen wir uns das noch gefallen?

  • Redaktion

    zm, 15.06.2021 (Ausgabe 12/21):

    • Anonymous

      „Sie haben Geschichte geschrieben!“

      Benz würdigte die „grandiose“ Pandemiebewältigung der Zahnärzteschaft als geschichtsträchtig und resümierte weiter: „Sie haben ein zweites Mal Geschichte geschrieben, indem Sie zum ersten Mal eine Kollegin in den Geschäftsführenden Vorstand gewählt haben.“

      Die Bundeszahnärztekammer bzw. deren Vorläuferorganisation BDZ gibt es seit 1953. 68 Jahre Jahre hat es also gebraucht um erst jetzt erstmals auch eine Frau in den Vorstand zu wählen. Damit schreibt die BZÄK wahrlich Geschichte, aber wohl nicht in der positiven Weise wie Herr Benz es darstellt. Nun kann man vielleicht für die fünfziger bis siebziger Jahre aus zeitgeistmäßiger Sicht noch Verständnis haben, aber für die Zeit von dann bis zum 04. Juni 2021 muss sich die Bundeszahnärztekammer "schämen". Es ist schade, dass Herr Benz dafür in seiner Rede als neuer Präsident keine Entschuldigung eingebaut hat, dass hätte seinem Satz oben in einem besseren Licht erscheinen lassen.

  • Redaktion

    DZW, 15.06.2021: BZÄK-Vorstandswahl: Da da da – das neue Spitzentrio

  • Anonymous

    Inzwischen streamen elf von zwölf Berliner Bezirken live aus ihrem Parlament – nur einer bleibt unwillig Zehlendorf-Steglitz.

  • Redaktion

    DAZ, 12.06.2021:

    Glückwünsche des DAZ

    Der DAZ wünscht dem neuen Vorstand der Bundeszahnärztekammer alle Gute für die Arbeit der nächsten Jahre.

    Dabei erinnert der DAZ an seine “Herzensthemen”: Sicherung der ärztlichen Eigenverantwortung trotz aller Industrialisierungstendenzen in den Arbeitsverhältnissen und der einengenden Gesundheitsbürokratie sowie die berufsethische Verpflichtung auf eine solide Breitenversorgung der Bevölkerung.

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