Erneute Verlängerung der Hygienepauschale bis 30.06.2021

Informationen zur GOZ
COVID 19 und erhöhte Hygienekosten

Erneute Verlängerung der Hygienepauschale

Das von Bundeszahnärztekammer, PKV und Beihilfe getragene Beratungsforum für Gebührenordnungsfragen hat sich auf eine erneute Verlängerung der sog. Corona-Hygienepauschale bis 30. Juni 2021 verständigt. Die ursprünglich bis zum 31. März 2021 befristete Regelung wurde somit erneut um drei Monate verlängert.
Der Beschluss trägt dem Umstand Rechnung, dass aufgrund der COVID-19-Pandemie die Kosten für Schutzkleidung und Desinfektionsmaterialien aber insbesondere auch der administrativen Hygieneaufwand nach wie vor deutlich erhöht sind.

Ab 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 können Zahnärzte zur Minderung dieser Kostenlast  – neben den weiteren Optionen der GOZ (siehe unten FAQ) – alternativ eine Hygienepauschale berechnen. Die hierfür vorgesehene Geb.-Nr. 3010 GOZ analog kann zum Einfachsatz (= 6,19 Euro) angesetzt werden.

Beschluss Nr. 39 des Beratungsforums für Gebührenordnungsfragen:

Zur  Abgeltung  der  aufgrund  der  COVID-19-Pandemie  immer  noch  bestehenden  erhöhten  Aufwände  für  Schutzkleidung  etc.  kann  der  Zahnarzt  die  Geb.-Nr.  3010  GOZ  analog  zum  Einfachsatz  (=  6,19  Euro),  je  Sitzung,  zum  Ansatz  bringen.  Auf  der  Rechnung  ist  die  Geb.-Nr. mit  der  Erläuterung  „3010 analog erhöhter  Hygieneaufwand“  zu  versehen.  Dem  entsprechend  kann  ein  erhöhter  Hygieneaufwand  dann  jedoch  nicht  gleichzeitig  ein  Kriterium  bei  der  Faktorsteigerung  nach  §  5  Abs.  2  darstellen.
Dieser  Beschluss  tritt  am  1.  April  2021 in Kraft und gilt befristet bis zum 30. Juni 2021. Er erfasst alle in diesem Zeitraum durchgeführten Behandlungen.

Information des Ausschuss Gebührenrecht der Bundeszahnärztekammer

Weitere FAQ-Zusatzinformationen zu dieser Meldung finden Sie direkt auf der Webseite der BZÄK.

Quelle: BZÄK

6 Kommentare

  • Anonymous

    Diese Kolumne von Frau Gabel wurde in der DZW veröffentlicht ( https://www.dzw.de/ffp2-masken-wer-soll-das-bezahlen ). Inhaltlich vergleichbare Positionen werden Sie in der offiziellen Standespresse nicht finden. Wir sollten unsere Kolleginnen ZFAs unterstützen! Die BZÄK wird es wohl nicht tun.

    Hier als Zitat:

    "Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Karneval beziehungsweise Fasching ist vorbei und wurde in diesem Jahr – wenn überhaupt – etwas anders gefeiert als in den vorigen Jahren. Aber trotzdem haben wir diese Zeit gut überstanden und freuen uns darauf, vielleicht nächstes Jahr wieder so wie früher zu feiern.

    Mich hat in den vergangenen Wochen ein Thema sehr beschäftigt, und zwar der Arbeitsschutz! Unser Arbeitsschutz! Wie wird mit uns umgegangen, wieso wird der Arbeitsschutz in sehr vielen Praxen nicht eingehalten? Ich rede von banalen Sachen wie zum Beispiel FFP2-Masken.

    Warum ist es für manche Arbeitgeber nicht selbstverständlich, dass wir in Behandlungen, bei denen Aerosole freigesetzt werden, eine FFP2-Maske tragen müssen? Nein, ein Mund-Nasen-Schutz reicht nicht, sondern es muss eine FFP2-Maske sein. Und nein, wir müssen uns diese Masken nicht selbst kaufen – das ist Arbeitsschutz, dafür ist der Arbeitgeber zuständig. Unsere Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht für ihr Personal.

    Und dann das leidige Thema, man kann die Maske mindestens eine Woche lang tragen. Auch ein dickes Nein! Wir tragen unsere FFP2-Maske maximal acht Stunden am Tag – angeraten wird, nach 60 Minuten Tragezeit eine 5-minütige Pause zu machen. Maske runter und am besten am offenen Fenster tief durchatmen. Und wenn die Maske durchfeuchtet ist, wird eine neue angezogen.

    Aufbereitung von FFP2-Masken?

    Aber es wird ja immer abenteuerlicher im Maskenwald. Im Umlauf sind die wahnsinnigsten Theorien zwecks Wiederaufbereitung der FFP2-Masken. Und nun halten wir nochmals fest: Diese Maske ist ein Produkt für den Arbeitsschutz, unseren Arbeitsschutz – die bereiten wir nicht mehr auf. Nach Gebrauch wird die Maske entsorgt.

    Und falls irgendwelche Thesen unterwegs sind, man könnte doch … – nein, man kann nicht! Wir hängen die Masken auch nicht zum Lüften, nach Wochentagen sortiert, irgendwo hin, wir sterilisieren sie auch nicht und wir legen sie auch nicht zu Hause in unseren Backofen; in diesen Backofen werden dann sonntags die Brötchen aufgebacken.

    Zur Erinnerung: Wir entsorgen die Masken nach Gebrauch – täglich, ohne Diskussion. Es gibt auch keinen Materialnotstand mehr, es ist alles ausreichend vorhanden.

    Aber ihr müsst die Masken auch bitte benutzen. Es ist wichtig für eure Gesundheit, leider ist es keine schöne Zeit mit Corona. Und es wird uns auch noch länger begleiten, also machen wir doch alles, damit wir uns nicht infizieren. Darin sind doch gerade wir die Profis. Diesen Anspruch haben wir doch an uns – und den lassen wir uns auch nicht nehmen.

    Seit Kurzem hat auch die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (http://www.bgw-online.de) endlich den Arbeitsschutzstandard für die Zahnmedizin online gestellt. Schaut ihn euch mal an und informiert auch eure Arbeitgeber darüber.

    Es ist unserer Aufgabe, für uns zu sorgen, damit wir uns nicht infizieren, und wir haben auch eine Verantwortung gegenüber unseren Patienten sowie unseren Kolleginnen. Es ist eine Zeit, in der wir aufeinander achten müssen, denn unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut.

    Arbeitsschutz-Seminare

    Aus diesem Grund haben wir Referate im Verband medizinischer Fachberufe e.V. (VmF) ein Seminar zum Thema Arbeitsschutz auf die Beine gestellt und werden demnächst in ganz Deutschland diesen Vortrag referieren. Nein, es ist kein langweiliges Thema, und ja, wir werden auch Spaß haben.

    Schaut auf unserer Homepage (www.vmf-online.de) nach, wann dieser Vortrag in eurer Gegend gehalten wird. Nehmt auch Kolleginnen oder auch sehr gerne eure Arbeitgeber mit. Die Referentinnen oder Referenten, alles Kollegen oder Kolleginnen, stehen mit sehr viel Wissen zum Thema Arbeitsschutz für eure Fragen zur Verfügung.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich euch bei diesem oder einem anderen Seminar persönlich kennenlernen würde. Passt auf euch auf, schützt euch und bleibt gesund.

    Herzlichst, eure

    Sylvia Gabel
    Referatsleitung Zahnmedizinische Fachangestellte, Verband medizinischer Fachberufe e.V."

  • Anonymous

    Es hat etwas von Plattitüde, von einer weiblichen Mehrheit im Vorstand, mehr Solidarität mit den ZMPs zu erwarten. Falsch ist es dennoch nicht.

  • Anonymous

    Wer denkt, dass durch die Impfungen für uns Zahnmediziner, alles wieder zum "Normalem" kommt, könnte sich gewaltig irren.

    Es wird wohl für lange Zeit heissen: Nach der Impfung ist vor der Impfung:

    Hier ein Beitrag, der aggressivere Varianten noch nicht einmal berücksichtigt:

    https://www.spektrum.de/news/corona-pandemie-impfung-allein-reicht-nicht/1848955?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

  • Anonymous

    Diese Corona-Regeln führt Berlin ab Mittwoch ein … Pflicht zum Tragen von FFP2-Schutzmasken in Bussen und Bahnen sowie beim Besuch medizinischer Einrichtungen…  Das gilt für öffentliche Verkehrsmittel, Arztpraxen und Krankenhäuser… Testpflicht für Arbeitgeber:innen. Sie müssen ihren Angestellten künftig zwei Mal wöchentlich ein Testangebot machen… Testpflicht für Arbeitgeber:innen. Sie müssen ihren Angestellten künftig zwei Mal wöchentlich ein Testangebot machen.

    Aus: https://www.tagesspiegel.de/berlin/testpflicht-bueros-ffp2-masken-diese-neuen-corona-regeln-fuehrt-berlin-ab-mittwoch-ein/27047828.html

    – Nur die ewig gestrige BZÄK und auch insbesondere die Berliner Zahnärztekammer halten mit ihren Empfehlungen noch am MNS fest … – Hier erscheint eine Korrektur seit langer Zeit  überfällig!

    • Anonymous

      In diesem Falle mißbraucht – trotz lange bestehender fundierter, massiver Kritik vieler kompetenter Institutionen – die BZÄK die ihr zugeschriebene Kompetenz und Glaubwürdigkeit gegenüber den zahnärztlichen Mitarbeiter*innen und Kollegen*innen.

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