Nach positiven Corona-Fällen in Physiopraxis sind über 400 Personen als Kontaktpersonen in Quarantäne

Hier die Medieninformation des Kreises Pinneberg im Wortlaut:

Nach positiven Corona-Fällen in Physiopraxis sind über 400 Personen als Kontaktpersonen in Quarantäne

Der Weg der Infektionen ist noch unklar. In den vergangenen Tagen gab es mehrere bestätigte Corona-Fälle, die in einem Zusammenhang mit einer Physio-Praxis in Wedel stehen. Bislang wurden fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sechs Patientinnen betziehungsweise Patienten positiv auf das Coronavirus getestet. Welcher der Fälle der Auslöser für weitere Infektionen war, kann nicht mit Sicherheit geklärt werden.

Das führt dazu, dass das Gesundheitsamt alle Patientinnen beziehungsweise Patienten, die in der Zeit von zwei Tagen vor dem Auftreten des ersten positiven Falls in der Praxis behandelt wurden, als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft hat. Für diese über 400 Personen gilt eine durch das Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne, die auch nur durch dieses wieder aufgehoben werden kann.

In einzelnen begründeten Fällen, in denen der Schutz durch das Tragen von FFP2-Masken vielleicht besser war, als bei anderen, mag das zu Verunsicherung führen. In die Einschätzung des Gesundheitsamtes fließen aber auch die Lüftungsverhältnisse und die Rahmenbedingungen in der Praxis sowie der Behandlungszeitraum in den Praxisräumen mit ein. Insofern ist es besonders wichtig, dass alle Betroffenen sehr aufmerksam sind und beobachten, ob und welche Symptome sie ggf. entwickeln. Genauso wichtig ist es aber auch, dass sie keine Kontakte haben und die Zeit der Quarantäne genauso wie die positiv getesteten einhalten, um weitere Infektionen zu vermeiden.

Die meisten der Patientinnen beziehungsweise Patienten werden diese Woche getestet oder sind es bereits. Die Testergebnisse sind abzuwarten. Dank der tatkräftigen Unterstützung der in Wedel ansässigen Ärzte konnten diese Testungen in der Masse sehr schnell organisiert werden. Die Praxis bleibt zunächst für zwei Wochen geschlossen.

Erstellt von Stadt Wedel/Kamin am 17.02.2021

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4 Kommentare

  • Anonymous

    Hier zeigt sich, wie gefährlich die Empfehlung der BZÄK (MNS reicht bei der Standardbehandlung) für unseren gesamten zahnärztlichen Berufsstand werden kann.

    Im öffentlichem Nahverkehr, dann bis zur Praxistür (zumindest in Bayern), gilt FFP2-Pflicht; behandelt wird mit MNS. 

  • Anonymous

    Wenn die BZÄK u.a. nicht reagieren, hilft nur eigenverantwortlich für das gesamte Praxispersonal FFP2.

    Gesetzliche FFP2 Pflicht in Praxen wird es wohl nicht geben.

  • Anonymous

    Durch die Vorgaben der Bundesanstalt für Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin (BAuA) vom 01.Okt.2020 ( FFP2 wenn der Gegenüber keinen MNS trägt) ist es quasi Gesetz. Das könnte wohl am Besten unser Justitiar beantworten!?
    Was mich jedoch immer noch schockiert: Weder BZÄK, noch ZÄK, haben mit Ihren doch recht großen publizistischen Möglichkeiten irgendetwas von diesem Dilemma publiziert: sondern es systematisch unter der Decke gehalten.

  • Anonymous

    …quasi Gesetz. Das könnte wohl am Besten unser Justitiar beantworten!?

    Vielleicht geht es ja auch ohne? Ich versuche es mal: HIER

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