18 Kommentare

  • Anonymous

    Ich habe eine Leitlinie und der folge ich blind. Da muss ich nicht einmal den Kopf in den Sand stecken. Es wird Zeit, diese alte Herrenriege einfach mal abzuwählen. 

  • Anonymous

    Sehr gut! Die gesundheitsschädliche FFP2-Maske wird nach wie vor nicht propagiert. 

  • Anonymous

    Sehr geehrter Kollege,

    die BGW hat in der Tat einige Zahlen zu Tragedauer/ Pausenzeiten veröffentlicht.

    (z.B. Seite 148, https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/DGUV_vorschrift-regel/DGUV-Regel112-190_Benutzung-von-Atemschutzgeraeten_Download.pdf?__blob=publicationFile )

    Daraus ergibt sich für FFP2 ohne Ausatemventil: 75 Minuten Arbeit/ 30 Minuten Pause. Zudem müssen Sie allerdings berücksichtigen: Bei leichter Tätigkeit kann die Arbeitszeit um den Faktor 1,5 verlängert werden. Um einzuordnen: Arbeiten mit einem 1600 Liter Presslufthammer können mit 20Liter/ Minute Atemvolumen durchaus als leichte Arbeit kategorisiert werden! Mit diesen Einschränkungen sollten wir im Rahmen der Pandemie gut zurechtkommen. Falls Sie sich unsicher sind, greifen Sie den Vorschlag von Prof. Benz auf, und testen Sie mit einem Pulsoximeter ( ca. 30€), das Ergebnis wird Sie beruhigen (oder fragen Sie Ihren Betriebsarzt).

    Gruß Peter Jurkat

  • Uwe Gerber

    Bundeszahnärztekammer interveniert gegen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege –
    „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen“:

    Quelle: Landeszahnärztekammer Baden-Würtemberg: Kammer Kompakt 09/2021 vom 18.02.2021:

    SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard der Berufsgenossenschaft für die Zahnarztpraxis

    Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat am 11.02.2021 einen neuen „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen“ veröffentlicht. Der Branchenstandard der BGW basiert auf den „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzvorgaben“ des BMAS und konkretisiert die erforderlichen Schutzmaßnahmen in der Zahnarztpraxis.

    Wichtige Punkte sind z. B. das Tragen einer FFP2-Maske oder einer gleichwertigen Atemschutzmaske (ohne Ausatemventil) bei unmittelbarem, engem Kontakt mit einem Abstand unter 1,5 Meter zu Patienten und die Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung.

    Die BZÄK hat bereits interveniert und fachlich, inhaltlich und bezüglich des Prozedere Stellung gegenüber der BGW bezogen.

    Den Arbeitsschutzstandard finden Sie hier.

  • Uwe Gerber

    Hygieneleitfaden 14. Ausgabe 2021 – Stand 12.02.2021
    Herausgeber:
    Deutscher Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin
    in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Zahnmedizin der
    Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGHK):
    Fundstelle: Bundeszahnärztekammer, Seite 8:

    Infektionsprävention unter Berücksichtigung der COVID-19-Pandemie

    Die SARS-CoV-2 Pandemie hat die zahnärztlichen Praxen und Kliniken vor große Herausforderungen gestellt. Durch die WHO und das RKI werden Tröpfchen und Aerosol generierende medizinische Prozeduren mit einem stark erhöhten Infektionsrisiko für die medizinischen Mitarbeiter durch SARS- CoV-2 assoziiert. Daher wird diese Thematik in der AWMF-Leitlinie „Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern“ (AWMF-Registernummer: 083-046)6 behandelt.
    Diese Leitlinie wird als sog. „Living guideline“ laufend an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst und ergänzt die jeweiligen Kapitel dieses Leitfadens.
    Der Schutz des Behandlungsteams und des Patienten vor Tröpfchen und Aerosolen wird durch eine Kombination von spezifischen Präventionsmaßnahmen gewährleistet (Bündelstrategie).

    Diese Maßnahmen sind:

    • Identifikation von Verdachtsfällen und Erkrankten (z. B. Abfrage von COVID-typischen Symptomen)
    • Distanzierung vom Patienten und Personal (Abstandsgebot)
    • Tragen von Mund-Nasen-Schutz durch den Patienten in der Praxis sowohl vor als auch nach der Behandlung.
    • Tragen von mindestens Mund-Nasen-Schutz durch das Behandlungsteam auch außerhalb des Behandlungsraums (z. B. Pausen-, Umkleide- und Sozialraum), wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann, gemäß der Gefährdungsbeurteilung (s. Biostoffverordnung)
    • Isolierung und Testung (PCR-Test) von Personal, das Symptome einer COVID-19 Infektion aufweist.
    • Antiseptische Mundspülung vor Beginn der Behandlung mit einem Präparat mit begrenzt viruzider Wirkung oder nachgewiesener Wirkung gegen SARS-CoV-2.
    • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Verbindung mit einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschutzvisier bei Patienten, bei denen kein Verdacht besteht, mit SARS-CoV-2 infiziert zu sein.
    • Die Behandlung eines Verdachtsfalles oder eines COVID-Erkrankten im Rahmen einer Notfallbehandlung ist aufgrund der Arbeitsschutzvorschriften mit einer Persönlichen Schutzausrüstung (PSA: Atemschutzmaske FFP2/3 oder (K)N95, Gesichtsschutzvisier, Schutzhandschuhen und Einmal-Schutzkittel) durchzuführen.
    • Nutzung eines Kofferdams, falls möglich.
    • Konsequente, hochvolumige Absaugung (ca. 300 l /Minute) mit einer durchmesseroptimierten Saugkanüle (mindestens 10 mm). Zusätzliche Geräte zur Absaugung sind nicht erforderlich.
    • Gewährleistung eines ausreichenden Luftwechsels durch Fensterlüftung oder Raumlufttechnische Anlagen. Für den Einsatz von zusätzlichen Luftreinigungsgeräten gibt es hinsichtlich der Eignung in der Zahnarztpraxis keine klinische Evidenz.

    Die COVID-19-Pandemie erfordert keine Veränderung der bewährten Verfahren der Basishygiene wie beispielsweise der Händehygiene, der Instrumentenaufbereitung oder der Flächenhygiene.

  • Anonymous

    Uwe Gerber 19. Februar 2021 am 12:52

    Den Arbeitsschutzstandard finden Sie hier.

    Anonymous 20. Februar 2021 am 10:21

    Durch die Vorgaben der Bundesanstalt für Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin (BAuA) vom 01.Okt.2020 ( FFP2 wenn der Gegenüber keinen MNS trägt) ist es quasi Gesetz. Das könnte wohl am Besten unser Justitiar beantworten!?

    Ich bin nicht der Justitiar.

    Es gibt im Recht eher kein "quasi Gesetz". Gesetze sollten eindeutig sein, sonst greifen sie nicht.

    Wikipediaschnellsuche:

    Gesetze werden vom Parlament, der Legislative, gemacht. Eine Verordnung aber wird durch die ausführende Gewalt, durch die Verwaltung erlassen. Dieser Unterschied ist bedeutsam. Gesetze legen fest, was passieren soll, Verordnungen legen fest, wie Gesetze umgesetzt werden sollen.
    Richtlinien sind Vorgaben, an die man sich halten kann, aber nicht muss. Also sind es Empfehlungen. An Verordnungen muss man sich halten. Sie entsprechen Gesetzen.

    Jetzt stellt sich die Frage, was der

    darstellt? In dem Standard steht, er sei eine Richtschnur:

    Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat daher unterstützend einen Branchenstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen sowie für medizinische Versorgungszentren entwickelt. Er basiert auf der „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung“ sowie der„SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel“ und dem „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Unser Standard konkretisiert branchenspezifisch erforderliche Maßnahmen, um Beschäftigte vor dem Corona-Virus zu schützen. Ziel ist dabei, das Infektionsrisiko im Arbeitsalltag zu senken. Dazu müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Gefährdungsbeurteilung für ihr Unternehmen aktualisieren (§§ 5–6 Arbeitsschutzgesetz) und um SARS-CoV-2-spezifische Infektionsschutzmaßnahmen ergänzen.
    Der Branchenstandard ist eine Richtschnur zur Auslegung des Arbeitsschutzgesetzes. Er zeigt, wie die betreffenden Arbeitsschutzvorschriften in den Praxen umgesetzt werden. Damit bietet er Hilfestellung für Einrichtungen der Humanmedizin und der Zahnmedizin bei der Erfüllung ihrer Pflichten zum Schutz der Beschäftigten vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2. Zugleich orientiert sich die Beratung und Überwachung der BGW an diesem Standard.
    Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard gilt auch für Tätigkeiten, die der Biostoffverordnung (einschließlich Technischer Regeln für biologische Arbeitsstoffe (TRBA), Empfehlungen oder Beschlüsse) unterliegen, sofern dort keine strengeren Regelungen zum Schutz der Beschäftigten bestehen.
    Andere Lösungen können bei abweichenden Rechtsvorschriften der Bundesländer oder des Bundes zum Schutz der Beschäftigten vorrangig in Betracht kommen. Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind zu berücksichtigen.

    Der Standard ist also kein Gesetz und keine Verordnung sondern eine Richtschnur. Also ist es lediglich eine Empfehlung. Das passt auch, denn in der von der IUZB in ihrer Aufforderung vom 11.01.2021 hingewiesenen Grafik steht in der Überschrift auch nur das Wort "Empfehlung".

  • Anonymous

    Verdammt noch mal, ich möchte jetzt endlich von meiner Kammer wissen:

    Was gilt in einem Rechtsstreit: ZMP ohne FFP2 infiziert sich eindeutig bei der PZR an einer Patientin

    1.  Leitlinie der DGZKM ?

    2. Diverse Empfehlungen von Bundesanstalten, Bundesämtern usw. ?

     

  • Anonymous

    Verdammt noch mal, ….

    Aber, aber…

    ich möchte jetzt endlich von meiner Kammer wissen

    Die Kammerwebseite befindet sich leider auf einen anderen Server. Da müssen sie hierhin umschalten.  

    Die Haftung für ihre Praxis wird ihnen aber keine Rechtsberatung abnehmen. Legen sie einfach die Richtlinen für sich selbst streng aus. Dann sind sie auf der sicheren Seite.  Ansonsten sollten sie vielleicht auch ihre Berufshaftpflichtversicherung checken. Es könnte auch ratsam sein dort – als ihrer (im Fall der Fälle hoffentlich Deckung gewährenden) Schutzgeberin – anzufragen. Aber je schärfer sie sich selbst an die Richtlinien halten, desto unwahrscheinlicher dürfte für sie ein Haftungsrisiko sein.

    • Anonymous

      Die Webseite der Kammer kenne ich, eine Antwort auf meine Frage finde ich dort jedoch nicht. Zum BAuA, und seinen Empfehlungen ist dort gar nichts zu finden.

      Kennt die Kammer die BAuA Empfehlung noch nicht?

       

    • Anonymous

      Die Webseite der Kammer kenne ich, eine Antwort auf meine Frage finde ich dort jedoch nicht.
      Kennt die Kammer die BAuA Empfehlung noch nicht?

      Fragen sie doch einfach:

      Die Justiziarin der Zahnärztekammer Berlin berät Vorstand, Geschäftsführung und Kammermitglieder bei allen berufsrechtlichen Fragestellungen. Sollten Sie als Zahnarzt eine berufsbezogene rechtliche Frage haben, können Sie sich an das Justiziariat wenden.

      Dort finden sie auch den Namen der Justiziarin, ihre Telefonnummer und E-Mail.

      • Anonymous

        Nur noch mal zur Rückversicherung, falls ich dort anrufe, ich möchte ich nicht wie der letzte Idiot dastehen:

        Sie halten es für möglich, daß die Frage, wer hier die Lufthoheit für die Empfehlungen hat ( BAuA oder DGZMK) nicht geklärt ist?

         

      • Anonymous

        Die BZÄK hat bereits interveniert und fachlich, inhaltlich und bezüglich des Prozedere Stellung gegenüber der BGW bezogen.

        Die Fachleute klären das also untereinander ab.

        Aber wenn sie unsicher sind können sie mit der schärferen Ausführung die mehr Sicherheit verspricht ja nicht falsch fahren. Das ist dann also die BAuA.

  • Anonymous

    Die BGW liegt auf der Linie des BAuA. Die BAuA liegt auf Linie des RKI. Dort sitzen  Fachleute. Wie will da die BZÄK intervenieren? 

    Die BZÄK setzt sich aus ehrenamtlichen Zahnärzten zusammen. Wie heißt es so schön: Schuster, bleib bei Deinem Leisten!

  • Anonymous

    Die Landeszahnärztekammer Baden- Württemberg hat erfreulicherweise auf ihrer Homepage reagiert. 

    https://lzk-bw.de/zahnaerzte/praxisfuehrung/coronavirus-1-1

     

     

  • Anonymous

    Ob nun die Leitlinie der DGZMK (MNS) oder die Empfehlungen diverser Bundesbehörden (FFP2) richtig sind:

    Das nichtveröffentlichten der Empfehlungen der Bundesbehörden auf unseren Standesseiten ist völlig unkollegial- Quere Ideologie !

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