Einzug der Filibuster und Einflüsterer ? Soviel Selbstkritik macht stutzig

Einzug der Filibuster und Einflüsterer ? Soviel Selbstkritik macht stutzig

AMR (hier wohl für Aggressiv-Melancholische Rückzugsgefechte) hat wieder einmal zugeschlagen. Mit einer Kehrtwendung. Anders kann man die offenbar selbstkritisch gemeinte Überschrift nicht verstehen. Dass zwei Stunden über Änderungsanträge der Opposition für die jeweiligen fehlerhaften Sitzungsprotokolle diskutiert wurde, lag nicht an den berechtigten Änderungsanträgen, sondern an den polemisch-dreist bis dümmlichen Gegenreden. Derartige Filibustier und Einflüsterer finden sich aber nicht erst unlängst in der Vertreterversammlung, das ist beim Berliner Verband vielleicht sogar Qualifizierungsmerkmal? Wenn man die zusammenhangslos erscheinenden und anscheinend polemisch gemeinten Äußerungen des Vorsitzenden liest, mag man das annehmen.

Und sodann die VV als unkoordiniert, unerträglich und insuffizient zu bezeichnen, richtet sich offenbar gegen die Sitzungsleitung. Aber die muß in Schutz genommen werden.

Das, liebe Mehrheits-Vertreter, ist der Preis dafür, dass Ihr undemokratisch – und dumm – dafür gesorgt habt, dass ein großer Teil der Vertragszahnärzte Berlins in den Ausschüssen nicht vertreten sind. Wer die Opposition nur in der Vertreterversammlung arbeiten lässt, sollte sich nicht wundern, dass alles, was eigentlich in die Ausschüsse gehört, in der Vertreterversammlung erneut diskutiert werden muß. Die depressive Selbstkritik von AMR ist die Kehrseite des bräsigen Triumphgeheuls der Mehrheit über die aus den Ausschüssen ferngehaltene Opposition.

Aber wenn man nun schon von der Leine gelassen wird, muß man natürlich wenigstens einmal zuschnappen. Gneist und Globudent. Strafrechtlich eingestellt, disziplinarrechtlich letztistanzlich gegen die Wand gegangen – aber wenigstens einmal erwähnen, irgendwas bleibt hängen (von wem stammt das Zitat?), ha, das tut gut. AMR wird feststellen, dass er sich selber beschmutzt, wenn er mit Dreck wirft. Aber vielleicht fällt das gar nicht auf?

Es grüßt Sie wie immer herzlich Ihr

G. Gneist

Ein Kommentar

  • Nachtweh, Peter

    Man sollte das Kind auch beim Namen nennen. Nicht alle Leser wissen, dass dieser AMR
    der Vertreter Andreas Müller – Reichenwallner aus dem Verwaltungsbezirk Reinickendorf ist. Dieser engagierte Kollege, so muss man ihn bezeichnen dürfen, bekleidet nach meinem Wissen sehr viele Ämter. Hatte er nicht unlängst auch eine Aufgabe in der Vertreterversammlung des Versorgungswerkes? Warum musste er eigentlich dort so schnell wieder die Segel streichen? Ich glaube das interessiert nicht nur mich. Ansonsten ist dem Artikel nichts hinzuzufügen.