Bundeszahnärztekammer und Verband medizinischer Fachberufe danken Praxisteams

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Verband medizinischer Fachberufe e.V. informieren die Patienten, dass die Zahnarztpraxen wieder Prophylaxe und zahnärztliche Behandlungen in vollem Umfang anbieten. Die bereits vor der Corona-Pandemie für die Praxen geltenden hohen Hygiene- und Infektionsschutzstandards wurden nochmals verstärkt und sorgen so für Sicherheit und für einen wirksamen Schutz von Patienten und Mitarbeitern. Nach den derzeitigen Erkenntnissen trugen weltweit Behandlungen in Zahnarztpraxen weder beim zahnärztlichen Behandlungsteam noch bei Patienten zu erhöhten Covid-19-Infektionen bei.

Henner Bunke, D.M.D./Univ. of Florida, BZÄK-Vorstandsreferent für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) und Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen: „Der Zahnarztbesuch ist für die Patienten sicher. Ich empfehle deshalb, Behandlungen und vor allem die wichtigen Prophylaxetermine nicht aufzuschieben. Denn eine gute Mundgesundheit bedarf einer regelmäßigen Kontrolle und Untersuchung in der Praxis. Dank der eingespielten Teamarbeit von Zahnarzt und zahnmedizinischem Fachpersonal sind die hohen deutschen Hygienestandards gewährleistet. Den tagtäglichen Einsatz und das große Verantwortungsbewusstsein und die Loyalität der ZFA auch in Corona-Zeiten kann man ihnen gar nicht hoch genug anrechnen. Sie tragen einen wichtigen Teil zur hervorragenden Arbeit in den Zahnarztpraxen bei.“

„Die Situation im Bereich der Schutzausrüstung hat sich deutlich verbessert“, das bestätigt auch Sylvia Gabel, Referatsleiterin ZFA im Verband medizinischer Fachberufe e.V. „Außerdem haben die Praxisteams ihr Hygienemanagement überprüft und ergänzt, so dass sich die Patientinnen und Patienten sowie die Zahnmedizinischen Fachangestellten unter Beachtung der notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen sicher fühlen können.“

BZÄK und der Verband medizinischer Fachberufe e.V. danken den Praxisteams für ihre großartige Arbeit in den Zeiten der Krise. Die Partner bekennen sich zum Gesundheitsschutz und der Teamleistung. Sie sind stets – auch außerhalb der Pandemie – mit Engagement und Empathie für ihre Patienten da, haben eigene Unsicherheiten hintenangestellt und sorgen für reibungslose Abläufe in den Zahnarztpraxen in Deutschland.

Quelle: BZÄK und VmF, Gemeinsame Pressemitteilung vom 14.05.2020

3 Kommentare

  • Anonymous

    Das wir Zahnärzte mal so einfach aus der ärztlichen Gemeinschaft herauskatapultiert wurden, war schon ärgerlich genug. Mit dieser Presseerklärung verabschieden wir uns jedoch selbst aus einer wissenschaftlich orientierten Medizin. Ja, bei einer Presseerklärung gehört klappern zum Geschäft. Es wäre aber schon angemessen gewesen, wenn die Zahnärzteschaft darüber vorab informiert worden wäre. Eine Diskussion von Experten zur dieser "Freigabe"ist nicht bekannt. So sieht das jedoch eher nach par ordre du mufti aus.

    Die BZÄK sollte also bitte umgehend wissenschaftliche Expertise (also von Experten) nachreichen:

    -Epidemiologe: Übertragungen in der Zahnmedizin (eine falsch interpretierte Wuhan-Studie reicht da nicht). 

    -Ethiker: Reicht es die Hygienestandards an niedrigste Infektionsraten anzupassen, oder müssen präventiv Hotspot-Verhältnisse berücksichtigt werden.

    -Strömungsphysiker: Ausbreitung von Aerosolen/ Tröpfchen unter Berücksichtigung von MNS/FFP2 ( Zitierte klinische Studie von Prof. Benz, beide seien gleichwertig, ist irrelevant). Hier muss unter Anderem berücksichtigt werden, daß der Mund zu Mund-Abstand nur 25cm beträgt. Behandler mit MNS "tropft" direkt in Patientenmund (Cave: Aufklärungspflicht).

    -Verfügbarkeit von Masken: Zur Zeit sind Masken eher Schwarzmarktprodukte, Hersteller meist unbekannt, kein CE. Vermutlich seriöse Produkte von Firmen wie 3M, Dräger usw. gar nicht verfügbar. Laut Gesetzlicher-Unfallversicherung ist eine individuelle Rand-Dichtigkeitsprüfung mit Fit-Test vorgesehen (zur Zeit nicht erhältlich). Hier entstehen Probleme mit dem Arbeitsschutz!

    Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, daß die BZÄK hier vernünftige Informationen liefern kann. Es wird wohl bei den stammtischartigen Parolen bleiben.

     

  • Anonymous

    Auf

     https://www.zm-online.de/news/gesellschaft/alle-zahnaerztlichen-behandlungen-sind-wieder-moeglich/#tx-tc-cts-atx_news_domain_model_news_25799

    habe ich folgenden Kommentar veröffentlicht:

    Klaus-Peter Jurkat | 
    Ja, Pressemitteilung, klappern gehört zum Geschäft. Mir klingt es doch etwas zu sehr nach: Nichts ist unmöglich, Toyota!
    Zur Zeit sind da doch noch einige Unklarheiten, wie: Verfügbarkeit zertifizierter Masken, Infektionsrisiko bei 25cm Abstand für Behandler und Patient, reicht MNS wirklich, Arbeitsschutzgesetze für ZFAs und ZMPs, usw. Als gute Referenz erscheint mir das Verhalten der Universitäten. Wird der klinische Studentenbetrieb wieder aufgenommen? Grundsätzlich mit FFP? usw. Ich bin sehr gespannt.

  • Anonymous

    Laut Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege ( BGW)

    gilt  für Kosmetikerinnen:

    Aktualisiert am 20.05.2020: Wenn die Person bei gesichtsnahen Dienstleistungen, wie Hautpflege,

    Gesichtsenthaarung oder Make-up, keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen kann, tragen Beschäftigte

    immer mindestens FFP2-Masken oder Masken mit der Bezeichnung N95 und KN95, ergänzt von einer

    Schutzbrille oder einem Gesichtsschild, um sich vor Kontaktinfektionen zu schützen. Zum Schutz der

    Kunden dürfen Atemschutzmasken kein Ausatemventil enthalten.

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