12.18. zur Coronakrise: Jörg Lindner: „Deutsche Wirtschaft wird ohne größeren Diskurs hingerichtet“

ahgz, 29.04.2020:

 

Hintergrund:

Das VZB ist an dem Unternehmen 12.18 als Gesellschafter und im Beirat an dem beteiligt. Der bisherige geschäftsführende Gesellschafter Herr Kai Richter ist am 07. April 2020 an Corona verstorben.

Vorhergehend siehe auch:

4 Kommentare

  • Anonymous

    Die von Herrn Lindner genannten Länder mit Vorbildfunktion:

    Die schwedische Wirtschaft ist als Automobilhersteller auf Export angewiesen. Die Wirtschaftsprognose ist schlecht, auch die Arbeitlosenzahlen in Schweden steigen sehr. Und die Zahlen der Infizierten und Toten ist im Verhältnis zu Deutschland um ein Vielfaches höher.

    Südkorea ist das Land mit den effektivsten Präventionsmaßnahmen. Dazu gehören auch Tracing-App und strikte Einhaltung der Hygieneregeln, jeder,immer und überall. Nur die Schulen sind geschlossen.

    In Japan hat jeder Bürger knapp 900€ vom Staat bekommen. 

     

     

    • Anonymous

      Der "Deutsche Weg" ist sicher nicht der schlechteste. Er findet weltweit zu Recht Anerkennung.

      Die Wortwahl "Hinrichtung" der Wirtschaft ist unangemessen, solange hier noch tausende Menschen auf Intensivstationen ums Überleben kämpfen.

  • Uwe Gerber

    Herr Lindner steht in einer besonderen Drucksituation, dass muss man vielleicht bedenken. Der beste Freund und Geschäftspartner verstorben und alle Hotels geschlossen. Allerdings zeigt ja gerade der Tod von Herrn Richter im Alter von nur 51 Jahren durch Corona die Notwendigkeit der beschlossenen Schutzmaßnahmen. Insofern verstehe ich seine Schlussfolgerung in der ahgz vom 29.04.2020: "Social Distancing könnte noch zum Unwort des Jahres werden" nicht, denn gerade Abstandhalten ist doch das Hauptschutzmittel gegen eine Infizierung.

    Aber seine und die Hotels seiner Partner (dazu zählt auch das finanzstarke Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin) sind im Luxussegment aufgestellt und wer weiß, ob sie, also die Hotels, am Ende wirtschaftlich nicht sogar als Gewinner aus der Krise hervorgehen werden. Die zahlungskräftige (ältere) Kundschaft, die es auch weiterhin geben wird, wird je nach Entwicklung auf teure Kreuzfahrten und Flugreisen künftig vielleicht verzichten und sich näherliegende Urlaubsziele suchen. Also eben jene Objekte wie Fleesensee und andere Destinationen. Hierbei trifft dann vielleicht eine erhöhe Nachfrage auf nicht ausreichende Angebote, was zu höheren Preisen führen könnte. Möglicherweise erweisen sich in naher Zukunft eben genau jene Hotelanlagen durch Corona als Goldgruben, jedenfalls solange kein Impfstoff gefunden wird. Aber vielleicht auch dann, wenn Corona vorbei ist, weil Abstandhalten und Maskenschutz von der Bevölkerung dauerhaft in das Alltagsverhalten übernommen wird und bestimmte Anbieter, die nicht auf Masse setzten (müssen), hier profitieren werden. Also eben auch 12.18 und das VZB.

  • Anonymous

    Es ist zu wünschen, daß das Unternehmen 12.18 und damit auch das VZB mit seiner Beteiligung als Gewinner aus der Krise hervorgeht.

    Die Mitglieder des VZB haben schon einmal empfindliche Einbußen bei Rentenanwartschaften hinnehmen müssen.

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