10 Millionen Schutzmasken gehen an die KV’en

Spiegel:

Die Verteilung der Ausrüstung – es soll sich um zehn Millionen Masken handeln – übernimmt zentral die Kassenärztliche Bundesvereinigung in Zusammenarbeit mit den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen.

[…]

Der schlimmste Mangel an Schutzkleidung ist wahrscheinlich überstanden. In China kurbelten wieder viele Unternehmen die Produktion an, erklärte Gassen.

[…]

Haben Praxen keine Schutzkleidung, müssen sie zum Schutz ihrer Angestellten schließen. So schreibt es das Arbeitsrecht vor.

[…]

Aktuell streben die Kassenärzte in Deutschland an, über sechs Monate einen hohen Bedarf an Schutzkleidung zu decken. „Es handelt sich hier nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathon, der sicher noch mehrere Wochen gehen wird“, sagte KBV-Vize Hofmeister.

 

12 Kommentare

  • Uwe Gerber

    Pro7: Atemschutzmasken sollen nun auch wieder in Bayern produziert werden, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Landtag in München sagte: "Wir haben jetzt die Eigenproduktion in Bayern mit mittelständischen Unternehmen auf den Weg gebracht." Spätestens ab nächster Woche solle die Produktion starten.

    • Anonymous

      Lange bürokratische Wege – niemand fühlt sich zuständig und schon gar nicht verantwortlich – einer der Schwachpunkte in einer Demokratie.

      • Anonymous

        Schwachpunkte in einer Demokratie.

        Genau, früher hatten wir einen Kaiser und einen Diktator, da war alles besser. Die konnten sogar richtige Weltkriege organisieren!

  • Anonymous

    Heutige Mail an einen zuständigen Abteilungsleiter und drei Referatsleiter im BMG:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich vertrete eine sich zur Zeit bundesweit bildende Gruppierung junger Zahnarztpraxen, deren Ziel es ist, die zuständigen Organe unseres Gesundheitswesens, insbesondere "die Politik", mit großem Nachdruck von der sachlich gegebenen Notwendigkeit zu überzeugen, Zahnarztpraxen so rasch wie eben möglich mit einer adäquaten Schutzausrüstung gegen das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus auszustatten.

    Das RKI empfiehlt Ärzten bei der Behandlung von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 folgende  Schutzmaßnahmen:

    "Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) bestehend aus Schutzkittel, Einweghandschuhen, dicht anliegender Atemschutzmaske (FFP2 bzw. FFP3 oder Respirator bei ausgeprägter Exposition gegenüber Aerosolen, z.B. bei Bronchoskopie oder anderen Tätigkeiten, bei denen Aerosole entstehen können) und Schutzbrille.
    Die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung werden in der TRBA250 bzw. in der KRINKO-Empfehlung „Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten“ spezifiziert."

    Nach Überzeugung der Virologen sind in der Bevölkerung bis zu zehnmal soviel Menschen unerkannt mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert wie diejenigen, bei denen eine Infektion festgestellt wurde. Zahnärzte sind bei der Behandlung ihrer Patienten, von denen somit mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gewisse Anzahl unerkannt infiziert ist, tagtäglich einer ausgeprägten Exposition gegenüber Aerosolen ausgesetzt. Nach Untersuchungen des US-Arbeitsministeriums sind Zahnärzte und Praxispersonal am stärksten gefährdet, an Covid-19 zu erkranken.

    Während die Vertreter der Ärzteschaft um die Versorgung der Ärzte mit einer adäquaten Schutzausrüstung erkennbar außerordentlich bemüht sind, scheint dies im zahnärztlichen Bereich nicht gleichermaßen der Fall zu sein. Zahnärzte und ihre Assistentinnen sind infolge ihrer spezifischen Behandlungstätigkeit mit rotierenden Instrumenten im Mund der Patienten jedoch nicht nur selbst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt, sie sind ungeschützt außerdem  Infektionsmultiplikatoren. 

    Daher sehen wir es als unsere Aufgabe an, Sie als verantwortliche Fachleute im Bundesministerium für Gesundheit nachdrücklich zu bitten und aufzufordern, die Notwendigkeit, die niedergelassenen Zahnärzte vorrangig mit geeigneter Schutzausrüstung auszustatten, in Ihrem Hause zu vertreten und vor allem der Leitungsebene und dem Minister persönlich nahezubringen.

    Mit freundlichen Grüßen 

    • Anonymous

      Nachdem das Robert-Koch-Institut bereits Ärzten  "bei ausgeprägter Exposition gegenüber Aerosolen, z.B. bei Bronchoskopie oder anderen Tätigkeiten, bei denen Aerosole entstehen können", als Schutzmaßnahmen die "Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) bestehend aus Schutzkittel, Einweghandschuhen, dicht anliegender Atemschutzmaske (FFP2 bzw. FFP3 oder Respirator" empfohlen hatte (s.o.), teilt das Institut nun heute (24.03.) unter dem Titel "Empfehlungen zum Umgang mit COVID-19 Verstorbenen" unter anderem mit:

      "Mindestschutz bei aerosolproduzierenden Maßnahmen am COVID-19 Verstorbenen:

      • Atemschutz: mindestens FFP2-Halbmaske (möglichst mit Ausatemventil)
      • Augen- und Gesichtsschutz (Schutzbrille / Visier mit Schutz nach oben und an der Seite)
      • Körperschutz: Saubere, langärmelige, flüssigkeitsbeständige oder undurchlässige Schutzkleidung um Hautareale und Kleidung zu schützen.
      • Bei Tätigkeiten mit hohem Kontaminationsrisiko sinnvollerweise in Kombination mit einer Plastik-Einmalschürze
      • Handschutz: Mindestens je ein Paar flüssigkeitsdichte Handschuhe mit Schutz gegen mechanische und biologische Risiken.
      • Bei Tätigkeiten mit hohem Kontaminationsrisiko sind Handschuhe mit Stulpen zu wählen, die eine ausreichende Überlappung zur Schutzkleidung ermöglichen.
      • Fußschutz: entsprechend üblicher Arbeitsschutzvorschriften"

      Detaillierte, hochspezifische Empfehlungen vom RKI zum Schutz von Ärzten bei der Durchführung von Bronchoskopien oder bei aerosolproduzierenden Maßnahmen am COVID-19 Verstorbenen.

      Kann mal jemand den Experten vom RKI nahe bringen, dass Zahnärzte einen großen Teil ihres Berufslebens inmitten einer bei der Behandlung ihrer Patienten unvermeidlich entstehenden Aerosolwolke verbringen? Dass diese Wolke, ob mit oder ohne Viren, sie umgibt wie der Feinstaub den Bergmann oder der Ruß den Schornsteinfeger?

       

  • Uwe Gerber

    BZÄK heute:

    Soweit möglich, beschafft das BMG mit pragmatischen Lösungen die dringend benötigten Schutzausrüstungen, die Auslieferung an die entsprechenden Zahnärzte oder Einrichtungen soll über die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen erfolgen. Die Bundeszahnärztekammer arbeitet zusätzlich daran, die Kapazitätsengpässe bei Mund-Nasen-Schutz und ggf. FFP2-Masken zusammen mit dem Handel durch Produktionsaufbau nachhaltig für Zahnärzte und ZFA in Deutschland zu sichern.

  • Uwe Gerber

    Albrecht Broemme / gepl. Corona-Behandlungszentrum Messe:
    Bei Verbrauchsgütern wie Schutzmasken und Desinfektionsmittel zeigte sich der Projektleiter allerdings optimistisch. Er gehe davon aus, dass die Lieferketten aus China bald wieder funktionieren.

  • Uwe Gerber

    KV Berlin: Keine Schutzausrüsten / Offener Brief: "Berliner Gesundheitswesen ist in Gefahr – Was zu tun ist!"

     

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