12 Kommentare

  • Uwe Gerber

    Die Bremer Zahnarzte-Wahlliste WEU WirEngagierenUns, spricht das Poblem in ihrem Zahnärzteverteiler heute wie folgt an:

    "Shut down der zahnärztlichen Praxen?!
    Trotz des hohen Hygienestandard in zahnärztlichen Praxen (Obligatorische Behandlung der Patienten mit Handschuhen, Mund – Nasenschutz, Hygienekette mit Thermodesinfektoren, B2 Sterilisatoren und freigabeberechtigten Sterilgutassistenten … ) sind wir in keiner Weise für die Versorgung von mit dem Coronavirus infizierten Patienten ausgerüstet. Wir haben keine Aufnahmebereiche für infizierte Patienten, keine Schleusen, keine Schutzanzüge. Nicht einmal die vor Wochen bestellten Schutzmasken sind lieferbar. Die Infektionsausbreitung soll verlangsamt werden durch Vermeidung aufschiebbarer Sozialkontakte. Müssen die Professionelle Zahnreinigung und die halbjährliche zahnärztliche Kontrolluntersuchung als aufschiebbare Sozialkontakte eingestuft werden?

    Mögliche Szenarien:
    1) Schließung aller zahnärztlicher Praxen für 2 / 4 / 6 Wochen. Wir werden in 6 Wochen mehr mit dem Coronavirus infizierte Menschen haben als heute. Was passiert z. B. mit den angefangenen prothetischen Versorgungen in der Zwischenzeit?
    2) Weiterführen der Praxistätigkeit und selektive Reduktion der Behandlungen.
    a) Keine Behandlung von Kindern und Jugendlichen bis zur Wiedereröffnung der Schulen. Schulen werden geschlossen da gerade junge Menschen sich infiziert haben können und zur Ausbreitung des Virus beitragen können ohne zu erkranken. Enkel sollen sich von ihren Großeltern fernhalten. Ist es dann vertretbar Kinder für die Versiegelung kariesfreier Fissuren im Wartezimmer neben dem Patienten aus dem Pflegeheim für die Neuanfertigung des Zahnersatzes sitzen zu lassen? Was ist mit den Kindern, die wegen der fehlenden Betreuung von den Eltern mit in die Praxis gebracht werden wenn ein Elternteil einen Behandlungstermin hat?
    b) Wie sollen Patienten aus Alten – und Pflegeheimen behandelt werden? Wie können wir für diese anfällige Patientengruppe das Infektionsrisiko minimieren?
    c) Verschiebung aller Termine für Kontrolluntersuchungen und Professionelle Zahnreinigung? Wie lange? Drei Monate?
    d) Ausdünnen der Termine Weniger Stühle im Wartezimmer: weniger Kontakte der wartenden Patienten und Begleitpersonen. Bitte Diskussion."

    In einigen Praxen fehlen bereits Desinfektionsmittel und Mundschütze. Darf man dann die Praxis noch weiter betreiben?

    Die KZV Berlin gestern so:

    • Unter Abwägung aller Interessen sowie unter Berücksichtigung der Hygienevorgaben sollte in Betracht gezogen werden, die Praxis lediglich für ca. 2 Stunden am Tag für die Versorgung von Schmerzpatienten zu öffnen bzw. das Telefon zu besetzen. In diesen Fällen aktualisieren Sie bitte die eingeschränkten Sprechzeiten eigenständig im Serviceportal der KZV Berlin.
    • Bei Mehrbehandler-Praxen wäre zu überlegen, ob die Behandler im wöchentlichen Austausch in der Praxis erscheinen.
    • Grundsätzlich bitten wir Sie, Behandlungen auf das Wesentliche zu reduzieren und keine aufwendigen Zahnersatz-Behandlungen zu beginnen, sondern lediglich laufende Behandlungen zeitnah abzuschließen.
  • Anonymous

    Und nach 2/4/6 Wochen werden die Praxen von Ketten übernommen, da sämtliche Praxen aufgrund hoher Betriebskosten ruiniert wurden? 
    eine gute Praxis hat sich schon lange vorbereitet! Für die nötigen Mittel der vorgeschriebenen Hygiene- und SchutzMittel gesorgt und informiert seine Patienten darüber, wie sie sich zu verhalten haben, um für das allgemeine gesundheitliche Wohl anderer zu sorgen! 
    Die zahnärztlichen Praxen unterliegen bereits ohne dem Virus einer sehr strengen Auflage an Hygiene und Sterilisation. 
    Jeder Mitarbeiter, dem behandelnden Arzt mit Inbegriff, trägt Schutzhandschuhe und Mundschutz. 
    Zu überdenken sind die Einrichtungen sämtlicher anderen medizinischen Einrichtungsstätten, in welchen der körperliche Kontakt weitaus intimer und ungeschützter verläuft. 

    • Anonymous

      Liebe r Kolleg*in, lesen sie bitte die vorstehende Erklärung der Bremer WEU, bezüglich des erforderlichen Infektionsschutzes zur Eindämmung der Ausbreitung der Infektion.

      Peter Scharf

  • Anonymous

    Mein Schreiben direkt nach Veröffentlichung der Erklärung  der KZV-Berlin am 16.3.20 lautet wie folgt:

    Sehr geehrter Vorstand,
    "Die Bereitstellung von Desinfektionsmittel und Schutzmasken und -kleidung
    zählt nicht zu den hoheitlichen Aufgaben einer KZV." Da haben sie recht …

    *    Allerdings hätten sie schon längst Verhandlungen mit den
    Vertragspartnern  führen können um den Vertragszahnärzten zu ermöglichen
    ohne große finanzielle Einnahmeausfälle auch ab sofort arbeitet können zu
    wie die "KZV Berlin mit einem reduzierten Personalbestand, um auf diese
    Weise das Infektionsrisiko auch innerhalb der Zahnarztpraxen zu verringern".

    Ich kann mich nicht meines Eindruckes erwehren, dass der  KZV-Vorstand hier
    ein schweres Versäumnis zu verantworten hat.

    Mit kollegialem Gruß

    Peter Scharf
    Sprecher der Fraktion Gesundheit in der ZÄK-Berlin

  • Anonymous

    Sofortmaßnahme: Plexiglasscheiben an alle Rezeptionen.
    Empfiehlt auch die Bundesapothekerkammer und bekommen jetzt auch die Supermärkte.

  • Anonymous

    Appel des SSO Präsidenten, zur gefälligen Beachtung und
    Mit kollegialen Grüße Peter Scharf Fraktion Gesundheit

    https://www.sso.ch/fileadmin/upload_sso/0_Home/2_Newsrollbox/0_PDF/Appel_du_President_D.pdf

  • Anonymous

    Die Fussballer machen es vor. Es wäre jetzt die Zeit auch seitens des KZV- und Kammervorstandes Zeichen der Solidarität zu setzten.

    https://www.kicker.de/772431/artikel/watzke_verzichtet_auf_ein_drittel_seines_gehalts 

    • Anonymous

      Wovon träumt ihr sonst in Anbetracht der Vorstände aus Verband und Freiem Verband welche zum eigenen Vorteil und auf Kosten der Kollegen bis zum  BSG klagen?

  • Uwe Gerber

    Grundsatz: was verschoben werden kann, muss verschoben werden
    oder: was gemacht werden muss, darf gemacht werden.

    So wird das seit dem 15. März 2020 in der Schweiz gehandhabt.
    (Dr. Peter Bronwasser/SSO, Kantonszahnarzt / Positionspapier VKZS zu Covid-19, Verordnung 2 zu Coronavirus des Bundesrates)

    Dank an Peter Scharf für die Info.

  • Anonymous

    Welt: Europa wiederholt gerade die Fehler Chinas, warnen Ärzte aus Wuhan

    Zahnärzte, Augenärzte und HNO Ärzte sind besonders gefährdet

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