ZÄK Berlin: Der Coronavirus und wir Zahnärzte

Newsletter der ZÄK Berlin vom 16.03.2020:

Der Coronavirus und wir Zahnärzte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Berliner Kollegenschaft herrscht aufgrund der aktuellen Corona-Situation Verunsicherung, ob und wie der Praxisbetrieb weiter zu führen ist. Es gilt, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Im Vordergrund muss für uns als Medizinerinnen und Mediziner die Versorgung der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten stehen. Auch die wirtschaftliche Existenz unserer Praxen darf nicht bedroht werden, denn die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Familien wird uns das Land Berlin oder der Bund nicht abnehmen.

Wir haben umfangreiche Informationen an die Praxen gegeben, wie Sie mit dem Problem Corona umgehen sollen – von der Aufnahme der Patienten über die Einhaltung der Hygienekette bis zum Schutz der Mitarbeiter – auch unter schwierigen Bedingungen und mit z.T. unkonventionellen Maßnahmen.

Zurzeit kann ich Ihnen keine Aussage geben, dass Praxen geschlossen werden sollten und – wenn überhaupt – für welchen Zeitraum dies erfolgen sollte. Von der Senatsverwaltung für Gesundheit, mit der wir in intensivem Austausch stehen, haben wir diesbezüglich noch keine Stellungnahme erhalten und gehen daher bislang davon aus, dass die Versorgungssicherheit höchste Priorität hat. Sobald die Zahnärztekammer Berlin neue Informationen hat, werden wir diese an Sie weitergeben.

Einige Hinweise, um Umsatzausfälle kompensieren zu können – und Liquidität für die Selbstständigen unter Ihnen zu erhalten – sind:

  • Sprechen Sie mit dem für Sie zuständigen Finanzamt in Hinblick auf möglicherweise notwendigen Stundungen
  • Kontaktieren Sie Ihre Hausbank und die Bürgschaftsbank hinsichtlich eines möglichen Überbrückungskredites
  • In Hinblick auf Kurzarbeitergeld hatten wir Sie im letzten Newsletter bereits über Voraussetzungen und Vorgehensweise informiert. Es soll kurzfristig weitere Erleichterungen geben: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) soll die normalerweise von den Arbeitgebern abgeführten Sozialversichertenbeiträge zukünftig erstatten. Mehr Informationen finden Sie hier.

Ich habe Zutrauen, dass diese Situation vorübergehend ist und wir sie gemeinsam erfolgreich meistern werden. Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Praxisteams vor allem Gesundheit sowie viel Kraft für die nächste Zeit!­

Ihr Karsten Heegewaldt | Präsident der Zahnärztekammer Berlin

 

Kitas und Schulen schließen
Sind Zahnärzte und ZFA „systemrelevante Berufe“ mit Anspruch auf Notbetreuung?

Ja. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie informiert, wer Anspruch auf Kita- und Schul-Notbetreuung hat: Zu den sog. systemrelevante Berufen gehört u.a. anderem betriebsnotwendiges Personal im Gesundheitsbereich (insbesondere ärztliches Personal, Pflegepersonal und medizinische Fachangestellte, Reinigungspersonal, sonstiges Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Laboren, Beschaffung, Apotheken).

Mehr Informationen hier: „Wer hat Anspruch auf Kita- und Schul-Notbetreuung?

 

ZÄK Berlin, Mitteilung vom 16.03.2020:

Bitte Telefon oder Mail nutzen
Als Maßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus schließen wir die Zahnärztekammer Berlin für Besucher

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten Sie, bis auf Weiteres ausschließlich telefonisch oder per E-Mail mit uns in Kontakt zu treten. Sie finden alle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der für Zahnärzte relevanten Referats-Übersicht. Eine Übersicht über alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden Sie hier.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

28 Kommentare

  • Uwe Gerber

    Mitteilung der ZÄK Berlin vom 19.03.2020:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) haben sich am 17.3.2020 in Köln getroffen, um über die Sicherstellung der Versorgung unter Beachtung des erforderlichen Schutzes von Patienten und des Praxisteams vor Infektionen im Rahmen der zahnärztlichen Behandlung zu sprechen.

    Folgende drei Maßnahmen zur Sicherstellung der Schutzausrüstung haben wir über die Bundesebene bzw. im Land Berlin geplant:

    1. Wir sind übereingekommen, dass eine zentrale Beschaffung von Schutzausrüstung erfolgen wird, die die notwendige Behandlung von durch das Coronavirus betroffenen Patientinnen und Patienten oder im Verdacht stehenden Patientinnen und Patienten ermöglicht.
    2. Über die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung wurde die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin (KZV Berlin) zudem gebeten, den Bedarf in Berlin zu erheben und weiterzugeben. Der Krisenstab bei der Senatsverwaltung für Gesundheit wird auch für das Land Berlin die zentrale Versorgung mit notwendiger Schutzausrüstung koordinieren. Mit unserer Senatsaufsicht sind wir hier in sehr enger Abstimmung.
    3. Die Zahnärztekammer Berlin hat den Kontakt zu einer großen Medizinproduktefirma aufgenommen, um gemeinsam mit dem Dentalhandel Schutzausrüstung unmittelbar zu beschaffen. Wir haben hier einen direkten Vertriebsweg zwischen einem Hersteller und einem großen Dentaldepot herstellen können, über den notwendige Schutzausrüstung für Berlin beschafft werden kann. Wir sind hier sehr guter Hoffnung, dass es uns hierüber gelingen wird, den Bedarf in Berlin abzumildern.

    Über die drei aufgezeigten Wege wollen wir versuchen, die Versorgung der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten sicher zu stellen und gleichzeitig unsere Praxisteams schützen. Wir informieren Sie über jede Neuerung, sobald wir aktuelle Informationen zum Zeitpunkt und Vertrieb auf unserer Homepage unter http://www.zaek-berlin.de

  • Uwe Gerber

    Mitteilung der ZÄK Berlin von heute:

    Klarstellung
    Coronavirus: Übertragungswege – aktualisierte Empfehlungen­

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    1. In unserem heutigen Newsletter wurde Ihnen empfohlen, auf den Gebrauch von luftgetriebenen Turbinen zu verzichten. Zudem wurde empfohlen, Hand- und Winkelstücke nicht mit übermäßiger Wasserkühlung zu betreiben.
      Wir empfehlen den Einsatz von Hand- und Winkelstücken mit reduzierter Wasserkühlleistung.   
      Keinesfalls haben wir empfohlen, auf Hand- und Winkelstücke insgesamt zu verzichten, da diese die luftbetriebenen Turbinen ersetzen sollen!
       
    2. Vielfach wurde die Kammer aufgefordert, sich für Praxisschließungen einzusetzen. Einer solchen Forderung schließt sich die Zahnärztekammer Berlin als Berufsvertretung der Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte ausdrücklich nicht an. Wir genießen als Medizinerinnen und Mediziner hohes Vertrauen bei unseren Patientinnen und Patienten und sind für deren Gesundheit (mit-)verantwortlich! Aus Verantwortung vor unserem Anspruch an uns selbst und vor dem Hintergrund unseres Gelöbnisses müssen wir für die Gesundheitsversorgung der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten weiterhin tätig bleiben, auch in wirtschaftlich sehr schweren Zeiten!
       
    3. Die Zahnärztekammer Berlin bemüht sich, in dieser herausfordernden Situation für uns alle notwendige Informationen und wichtige Hinweise zu bündeln, Falschnachrichten zu entlarven und mit allen Partnern – von der Senatsverwaltung über die Dentaldepots bis hin zu unseren Hausbanken – Lösungen zu erreichen, die die finanziellen Herausforderungen abmildern können. Hierfür haben Sie mit der Zahnärztekammer einen starken Partner an Ihrer Seite.
      Ich darf Sie daher bitten, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kammer, die weit über die Belastungsgrenze hinaus für uns Zahnärztinnen und Zahnärzte arbeiten, respektvoll umzugehen. Beleidigungen gegenüber unseren Telefonhotlines und Beschimpfungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kammer schädigen das Ansehen unseres Berufsstandes erheblich und sind unserem eigenen Anspruch unwürdig!  
       
    4. Wir bemühen uns, Ihnen hier in den Kammerinformationen sowie online den aktuellen Stand der Erkenntnisse darzulegen. Dass diese bereits nach kurzer Zeit überholt sein können, liegt am hochdynamischen Verlauf der Situation.
       
    5. Wir haben auf Ihre Anregungen reagiert und die im vorletzten Newsletter versandten Passierberechtigungen nun auch online gestellt auf unsere bekannte
      Coronavirus-Themenseite..BleiebB

    Ich wünsche Ihnen für die kommende Zeit Gesundheit, Kraft und Zuversicht!

    ­Ihr Karsten Heegewaldt | Präsident der Zahnärztekammer Berlin­

  • Uwe Gerber

    Mitteilung der ZÄK Berlin vom 26.03.2020:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    als Präsident der Zahnärztekammer Berlin danke ich Ihnen und Ihren Teams für Ihre Einsatzbereitschaft, Ihren Mut und Ihr Durchhaltevermögen in dieser herausfordernden Zeit. Unsere Patientinnen und Patienten können nun erleben, dass wir Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner verlässlich an der Seite der uns vertrauenden Menschen stehen.

    Jedoch haben wir zahnärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen schwere Zeiten vor uns. Die wirtschaftliche Grundlage unserer Tätigkeit, die Behandlung unserer Patienten, wird durch das Coronavirus und die begründete Sorge vor einer Ansteckung im Höchstmaß erschwert. Viele von uns schauen in diesen Tagen mit Sorgen auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung unserer Praxen.

    Ich habe deshalb mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand der Zahnärztekammer Berlin einen Brandbrief“ an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller, die Senatorin für Gesundheit, Dilek Kalayci, und die Senatorin für Wirtschaft, Ramona Popp, geschrieben und eindringlich um Soforthilfen für unsere Praxen gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Zahnärztekammer Berlin in den kommenden Tagen eine Antwort erhält, und hoffen, dass unsere besondere Lage auch im Berliner Senat erkannt wird.

    Die Zahnärztekammer Berlin setzt sich außerdem vehement dafür ein, dass Zahnarztpraxen bei dem im COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz zugesagten finanziellen Rettungsschirm ebenfalls aufgenommen werden. Denn in dem am gestrigen Mittwoch (25.3.2020) im Eilverfahren verabschiedeten Gesetz verspricht die Bundesregierung finanzielle Ausfallhilfen für die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für Gesundheitseinrichtungen, u. a. für Krankenhäuser, Ärzte, Pflegende oder Psychotherapeuten. Für die Zahnärzteschaft gilt dies aus nicht nachvollziehbaren Gründen hingegen nicht! Ich werde heute in der Telefonkonferenz des Berliner Krisenstabes mit Nachdruck darauf dringen, dass auch die Berliner Zahnärzte unter den Rettungsschirm kommen.

    Dennoch gibt es bereits heute einige Sofortmaßnahmen, die die finanziellen Herausforderungen abmildern sollen. Gern informieren wir Sie nachfolgend, welche Hilfsprogramme es bereits gibt und wie Sie diese beantragen können.
    Bleiben Sie zuversichtlich, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

    ­Ihr Karsten Heegewaldt | Präsident
    im Namen des gesamten Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin

  • Uwe Gerber

      "Brandbrief" der ZÄK Berlin 27.03.2020

    Appell der Berliner Zahnärzteschaft

    Zahnärzte in Krankenhausentlastungsgesetz aufnehmen

     

    An den Regierenden Bürgermeister von Berlin
    An die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
    An die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe

    Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Müller,
    sehr geehrte Frau Senatorin Kalayci,
    sehr geehrte Frau Senatorin Popp,

    mit allergrößter Sorge wende ich mich heute mit diesem offenen Brief an Sie, um Ihnen die dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise auf unseren Berufsstand darzulegen. Ich bin mir bewusst, dass die jetzige Krise unsere Gesellschaft insgesamt erheblich trifft und kleine und mittlere Betriebe vor ganz erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen stellt.

    Danken möchte ich deshalb an dieser Stelle dem gesamten Senat unter Ihrer Führung, dem Krisenstab und allen beteiligten Akteuren in Ihren Häusern für schnelle und unbürokratische Hilfen.

    Dennoch ist die besondere Lage der Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte offenbar nicht, oder nicht hinreichend bekannt. Täglich erhalten wir unzählige besorgte E-Mails und verzweifelte Anrufe von Mitgliedern, die uns die drohende Notlage sehr eindrücklich schildern und die sich auch von der Politik allein gelassen fühlen. In den bislang geschnürten Rettungspaketen der Bundesregierung werden zwar die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten benannt, allerdings sind die Zahnärztinnen und Zahnärzte nicht als Adressaten der Hilfsmaßnahmen aufgenommen worden.

    Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister, sehr geehrte Senatorinnen,

    in unseren Praxen brechen die Patientenzahlen ein. Bis zu 80% der geplanten Behandlungen, der Vorsorgen oder der notwendigen Eingriffe wurden und werden von unseren Patientinnen und Patienten aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus abgesagt. Nahezu 100% der Professionellen Zahnreinigung wurden storniert und eine Besserung dieser Situation vor Ablauf des kommenden Quartals wird sich sicher nicht einstellen – auch wenn wir dies gemeinsam hoffen.

    Die wirtschaftliche Lage unserer Praxen ist dramatisch. Die Entwicklung steht gerade erst am Anfang einer Abwärtskaskade von nur schwer einzuschätzenden Ausmaßen. Damit verbunden ist nicht nur ein finanzielles Desaster der Zahnärztinnen und Zahnärzte, sondern in ganz großem Maße auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unsere Zahnarztpraxen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Familien stehen jetzt schon mit dem Rücken zu Wand. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte mit ihren Praxisteams stellen eine unverzichtbare Größe in der medizinischen Versorgung aller Berlinerinnen und Berliner da. Diese Gruppe von Angehörigen der Heilberufe und wichtigen Akteuren des Gesundheitswesens aus dem Rettungsschirm auszunehmen wird dramatische Folgen haben, die mittelfristig das Land Berlin finanziell stark belasten wird.

    Ich appelliere deshalb im Namen der Berliner Zahnärzteschaft und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass Sie sich bitte im Bundesrat dafür einsetzen, dass Zahnarztpraxen bei dem im COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz zugesagten finanziellen Rettungsschirm ebenfalls aufgenommen werden. Denn in dem am gestrigen Mittwoch (25.3.2020) im Eilverfahren verabschiedeten Gesetz verspricht die Bundesregierung finanzielle Ausfallhilfen für die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für Gesundheitseinrichtungen, u. a. für Krankenhäuser, Ärzte, Pflegende oder Psychotherapeuten. Für die Zahnärzteschaft gilt dies aus nicht nachvollziehbaren Gründen hingegen nicht! Eindringlich bitten wir Sie vor dem Hintergrund der wirtschaftliche Auswirkungen:

    Nehmen Sie unseren Berufsstand in das vom Bundestag beschlossene Hilfspaket für Gesundheitseinrichtungen auf!

    Wir stehen in der Bewältigung dieser enormen Krise fest an Ihrer Seite. Wir sind dem Wohl unserer Patientinnen und Patienten verpflichtet und halten unter schwierigsten Bedingungen an der Versorgung fest – auch wenn diese angesichts wegbleibender Patientinnen und Patienten wirtschaftlich sehr herausfordernd ist.

    Wir bitten Sie als unseren Bürgermeister und unsere Senatorinnen, setzen Sie sich für Ihre Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte ein!

    Ich wünsche Ihnen im Namen der Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte, des gesamten Vorstands der Zahnärztekammer Berlin – und auch ganz persönlich – gute Gesundheit, Bedacht in allen Entscheidungen und Weitsicht für unserer Stadt.

    Mit allen guten Wünschen und herzlichen Grüßen Ihr

    Dr. Karsten Heegewaldt 
    Präsident der Zahnärztekammer Berlin

    • Anonymous

      Dieser "Brandbrief" betrifft ausschließlich wirtschaftliche Auswirkungen auf die Praxen und deren Mitarbeiter – für Sorgen bzw. Verantwortung um die Gesundheit der MitarbeiterInnen und der Berliner Bevölkerung hat der Präsident der Zahnärztekammer Berlin kein Wort!

      Was für ein erbärmliches Statement Herr Präsident Heegewald.

       

    • Anonymous

      Wie soll diese monocausale Argumentation des Briefes Eindruck auf die Politik machen? Die Zahnärztekammer Berlin, und insbesondere deren Präsident, hat ganz offensichtlich nicht die moralische Autorität die sie für die Ausübung ihrer Funktionen benötigt. Das Kommerzielle wird in diesem Brief mehr als eindeutig über den ethisch, moralischen Anspruch unseres medizinischen Berufes gestellt. 

    • Anonymous

      In existentiellen Krisen ist eine starke Kammer unverzichtbar! Nur wo ist diese starke Kammer?

    • Anonymous

      Dieser "Brandbrief" ist nichts weiter als blinder Aktionismus – nach dem Motto wir tun was für euch – ohne dass es dazu auch nur in irgendeiner Form kurzfristige handfeste Ergebnisse für die Kollegen zu erwarten sind. Dazu ist dieses im "Brandbrief" vorgetragene Anliegen in Anbetracht der Corona-Gesamtproblematik – hier geht es nachvollziehbar primär um die Gesundheit der Gesamtbevölkerung – für die Politik derzeit in keiner Form relevant. Ebenfalls nachvollziehbar sind sämtliche, auch politische, Ressourcen damit beschäftig diese Pandemie so weit wie überhaupt möglich einzudämmen.

      Hierzu müssen wir Zahnärzte derzeit unseren Beitrag liefern! Was sicher, wie auch für die Restbevölkerung, derzeit Einschnitte bedeutet. Nur ist es der völlig falsche Zeitpunkt die im "Brandbrief" beschriebene Problematik zu thematisieren. Wie desensibel gegenüber dem derzeit über allem stehende Schutz der Gesundheit der Bevölkerung ist diese Zahnärztekammer Berlin?

      Wann sehen die verantwortlichen zahnärztlichen Funktionäre endlich ein, dass sie nicht der "Nabel der Welt" sind? Offensichtlich ist in der Kammer niemand in der Lage die aktuelle Situation realistisch einzuschätzen und dazu den Kollegen das entsprechende Handwerkszeug an die Hand zu geben. Derzeit zeigt die Kammer nicht nur Führungsschwäche sondern auch katastophale Versuche einer Krisenbewältigung.

  • Anonymous

    Liebe Kollegin oder Kollege?,

    wie können Sie nur auf die abwegige Idee kommen, um diese Uhrzeit in Krisenzeiten noch jemanden in der Kammer zu erreichen????

    Doch selbst außerhalb der Krise ist Dr. Heegewaldt ja auch nur Mittwochs für uns Zahnärzte da. In der Corona Krise ist er jedoch vollständig abgetaucht. Nichts, rein überhaupt nichts hat er für uns erreicht. Nicht eine Maske war er in der Lage zu beschaffen. Wegducken und Augen zu, dies scheint die Devise zu sein. Und danach weitermachen wie bisher. Wir kämpfen um das Überleben unserer Praxen und müssen versuchen mit Kurzarbeit die Helferinnen über Wasser zu halten. Bekommt Dr. Heegewaldt jetzt eigenlich auch Kurzarbeitergeld in der Kammer??? Verdient hätte er nicht einmal dies. Ich habe die Art und Weise wie Dr. Schmiedel einst die ZÄK geführt hat nicht unbedingt immer geteilt. Aber ihm konnte man nicht mangelnde Führungsqualität und chaotische Krisenbewältigung vorwerfen.Leider hat er heute keine Stimme mehr. So wie Sie, Dr. Heegewaldt. Bleiben Sie ruhig in der Versenkung. Da können Sie wenigstens keinen Schaden anrichten.

    • Uwe Gerber

      Ich habe die Art und Weise wie Dr. Schmiedel einst die ZÄK geführt hat nicht unbedingt immer geteilt. Aber ihm konnte man nicht mangelnde Führungsqualität und chaotische Krisenbewältigung vorwerfen

      Erinnere mich an die Flüchlings-Krise 2015/16 in Berlin, wo sich viele Zahnärzt*innen an mehreren zahnärztlichen Hilfsstandorten vorbildlich engagiert haben. Kammerpräsident Herr Dr. Schmiedel aD war damals immer ansprechbar. Jede eMail an ihn wurde von ihm persönlich innerhalb weniger Stunden verbindlich beantwortet!

      Uwe Gerber

    • Anonymous

      Kammer im Homeoffice, ZahnärzteInnen und MitarbeiterInnen seit mehr als einem Monat ohne fundierten Kammersupport in der Praxis, fatales Zögern auf Kosten der Gesundheit von MitarbeiterInnen, Patienten und Kollegen, Durchhalteparolen, Kammerfunktionäre versuchen Kritiker mundtot zu machen, führendes positives Krisenmanagement der Kammer in allen Belangen Fehlanzeige, es drängt sich der Eindruck auf als ob die Kammer die ganze Situation bis heute in seiner Tragweite nicht erfasst hat und am liebsten zum Ausdruck bringen würde "das geht uns nichts an – wir können euch nicht helfen." Warum ist das so? Was treibt die dortigen Kollegen dazu den Kopf in den Sand zu stecken? In der Kammer sitzen doch nicht Kollegen und Mitarbeiter mit unterdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten. In so einer Situation muß Führung gezeigt werden. Dieser Kammervorstand hat bewiesen, dass er dazu offensichtlich nicht in der Lage ist.

  • Anonymous

    Und auf der Seite der BZÄK findet man neben einigen weiteren Ungereimtheiten u.a. folgende Aussagen:

    Für eine Übertragung durch Aerosole gibt es keine Evidenz.
    Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollte dennoch die Entstehung und Verbreitung von Aerosolen wirksam vermindert werden. Dies sollte zuallererst durch eine effiziente, hochvolumige Absaugung geschehen.

    Der Verzicht auf den Einsatz von Instrumenten bzw. Verfahren wie Air Flow, ZEG oder Turbinen muss erwogen werden.

    Ein angelegter Kofferdam ist eine wirksame Barriere gegen die im Mund- und Rachenraum befindlichen Mikroorganismen.

    Glaubt die BZÄK wirklich was sie da verbreitet?

    Aus medizinischer Sicht sind diese "Hinweise" nicht geeignet einen weitgehenden Gesundheitsschutz für MitarbeiterInnen, Patienten und KollegenInnen herzustellen.

     

     

  • Anonymous

    Über den Tellerrand nach Frankreich geschaut – so geht es in Frankreich ab:

    Zeit: Schutzkleidung – Der französische Staat, angeklagt wegen Corona

  • Anonymous

    Ist es legitim wirtschaftlichen Schaden gegen Menschenleben abzuwägen?

  • Anonymous

    IUZB – eine starke Gemeinschaft! Danke für eure Aufklärung!

  • Anonymous

    Corona Testkapazität in Berlin auf 2000 begrenzt, so ein Amtsarzt im Berliner Kurier:

    Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid hält die aktuellen Infektionszahlen in der Coronavirus-Pandemie für die Hauptstadt für unterschätzt. „Der Fallzahlanstieg kann ja nur so groß sein wie die Testkapazität ist“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist der Knackpunkt. Die Tests in Berlin sind weiter auf 2000 am Tag limitiert. Der Bedarf geht aber darüber hinaus.“

  • Anonymous

    Und mancherorts geht es einfach "normal" weiter:

    SZ: Volle Praxis trotz Pandemie

  • Anonymous

    Wiederaufbereitung von Schutzmasken:

    Spiegel: Bundesministerien empfehlen Mehrfacheinsatz von Masken

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