„Bock auf Doktorspiele?“

OFFENE Anfrage der IUZB an den Präsidenten der Zahnärztekammer Berlin von heute:

Sehr geehrter Herr Präsident Dr. Heegewaldt,

die beigefügte Anzeige „Bock auf Doktorspiele?“ ist in Zeiten von „me too“ subtil sexistisch und berufsschädigend!

Wir möchten folgendes wissen:

  1. Welche Überlegungen haben dazu geführt, für die Hauptzielgruppe der 15-18 jährigen den Slogan „Bock auf Doktorspiele“ zu verwenden?
  2. Wer im Vorstand hat entschieden, dass dieser Claim online gehen durfte?
  3. Wer im Vorstand hat dafür gesorgt, dass dieser Claim – erst nach einer externen Beschwerde ! – gegen „Lächeln schenken“ ausgetauscht wurde?

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Gerhard Gneist
Delegierter
1. Vorsitzender IUZB e. V.

.

 

Hintergrund:

Die Zahnärztekammer Berlin hat als ZFA-Kampagne eine separate Microwebsite unter www.laecheln-schenken.de gelauncht (Impressum). Von dort stammen die Screenshots.

9 Kommentare

  • Anonymous

    Dazu sollte man insbesondere die Mitarbeiterinnen in der Kammer fragen.

  • Uwe Gerber

    Antwort der Zahnärztekammer Berlin vom 02.12.2019:

    Sehr geehrter Herr Gneist,

    die Beantwortung Ihrer Anfragen durch Herrn Dr. Heegewaldt finden Sie unmittelbar im Anschluss an Ihre Fragen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Fischdick
    Geschäftsführer

    Antworten zu:

    1. Hintergrund jeder Überlegungen in der Werbung ist es, zielgruppenorientiert zu agieren und in der Vielzahl der Werbungen und Werbenden aufzufallen. Insofern kann es nötig werden, besondere Aufmerksamkeit zu wecken und unkonventionelle Slogans zu wählen. Dies hat uns auch die beauftragte Agentur deutlich gemacht und dieses Ziel haben wir gemeinsam mit der von uns beauftragten Werbeagentur verfolgt. Gerade in der Zielgruppe der um 18jährigen wollten wir hierdurch „zum Gesprächsthema“ werden, Aufmerksamkeit wecken und die dortigen Kommunikationskanäle für die Werbung zum/zur ZFA nutzen.
    2. Der Vorstand insgesamt hat die Kampagne beschlossen.
    3. Gemeinsam mit dem Referatsleiter für ZFA Dr. Förster habe ich, Karsten Heegewaldt, entschieden, den Slogan zu ändern, da wir verkannt haben, dass das von der Werbeagentur vorgeschlagene Motto nicht nur mit einem „Augenzwinkern“ gelesen werden kann.

     

    • Anonymous

      Wie instinktos erscheint die Entscheidung zur Veröffentlichung unter der Maßgabe den Text mit einem "Augenzwinkern" abzutun – und keine der weiblichen Vertreter im Vorstand hatte diesbezüglich Bedenken! In jedem Fall hat sich die Zahnärztekammer jetzt selbst zum eher peinlichen Gespächsthema gemacht.

  • Anonymous

    Hier zeigt die geballte Kompetenz in der Zahnärztekammer Berlin erneut ihr erschreckend niedriges Nieveau.

  • Anonymous

    "Doktorspiele" – das von unserer Kammer – geht´s noch?

  • Anonymous

    Die Damen und Herren im Vorstand bedienen eben ein gängiges Klischee.

    Über "Doktorspiele" dann zur "Zahnarztfrau".

  • Anonymous

    Hinweis für MBZ Heft 1-2020!

    Eine Erklärung und Entschuldigung für die Veröffentlichung der "Doktorspiele" im MBZ sei dem Kammervorstand dringend angeraten!

    Dr.Peter Kircher

    • Anonymous

      Hat sich jemals einer der Verantwortlichen in KZV oder Kammer öffentlich für die von Ihnen zu verantworteten Skandale entschuldigt? Das "unter den Teppich kehren Syndrom" ist in diesen Kreisen der Normalfall.

    • Uwe Gerber

      Natürlich haben Sie recht, Herr Dr. Kircher.
      Unter der Antwort oben einfach nur noch die drei Worte: "Wir bedauern das!", und gut wär's gewesen.

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