Jameda: Zwangslistung nicht rechtens

Ärzteblatt, 28.06.2019:

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Jameda ist gegen die Entscheidungen in Berufung gegangen. Es wird also eine weitere Entscheidungsrunde vor den Oberlandesgerichten geben.

Urteile (anscheinende bisher nicht veröffentlicht):

  • LG Bonn, Urteil von 28. März 2019, Az.: 18 O 143/18
  • LG Bonn, Urteil von 29 März 2019, Az.: 9 O 157/18
  • LG Wuppertal, Urteil von 29. März 2019, Az.: 17 O 178/18

Ein Kommentar

  • Anonymous

    zweierlei Maß bei Negativkritik

    Der entscheidende Punkt wird bei dem ansonsten ausgezeichneten Artikel leider übersehen: Bewertungsdurchschnitte zugunsten seiner zahlenden Kunden und auf Kosten der zwangsgelisteten Ärzte/Zahnärzte zu manipulieren, ist die einfachste Sache der Welt. Bei der Veröffentlichung schlechter Bewertungen kann man zweierlei Maß anlegen, denn was Schmähkritiken und/oder Tatsachenbehauptungen sind, darüber kann man sehr unterschiedlicher Meinung sein und im Zweifelsfalls kann man schlechte Bewertungen unter Hinweis auf die Geschäftsbedingungen blockieren. Ein bei Kunden in der Regel restriktiver Umgang mit Negativkritik, bei Nichtkunden ein permissiver Umgang damit, führt schnell zum Ziel, welches im Geschäftsinteresse des Portals ist. Zahlende Kunden werden mit – in der Regel – besseren Noten belohnt und nur auf diesen Bewertungsdurchschnitt kommt es an. Keiner kontrolliert das, es ist technisch sehr einfach und es ist im Geschäftsinteresse des Portals, das von seinen zahlenden Kunden lebt. Nur wenn diese – potentielle – Verletzung des Lauterkeitsrechts in den Focus der Argumentation gerückt wird, läßt sich der Spuk eines Zweiklassenportals – das die Ärzteschaft korrumpiert – dauerhaft beenden. Man lese den ZEIT-Artikel von Januar 2018 oder werfe einen Blick in das Portal selbst: sortiert man Ärzte nach Noten, dann findet man ab der Note drei und schlechter fast nur noch Nicht-Kunden!

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