In der Buchhaltung verschwinden 330.000 Euro, unklare Deals bei den Gleichwertigkeitsprüfungen für geflüchtete Kolleginnen und Kollegen. Was ist los im Philipp-Pfaff-Institut?

SKANDAL im PPI

Die aufgrund von Falschangaben ins Zwielicht geratene Geschäftsführung des Philipp-Pfaff-Institut (PPI), kommt ihren Prüfungspflichten über mindestens 11 Jahre nicht ausreichend nach – mehr als 330.000 Euro verschwinden in der Buchhaltung. Erst eine Anfang des Jahres 2018 erfolgte Steuerprüfung brachte den Stein ins Rollen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Buchhalterin.

Fragen und Aufklärung unerwünscht

Auf der Delegiertenversammlung vom 18. Oktober 2018 sollte der Bericht des Sonderprüfers einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Delegierten über die Hintergründe dieses seit Monaten schwelenden Betrugsfalles informieren.

Fest steht, dass es der Buchhalterin über Jahre möglich war, durch Manipulationen von Rechnungen und Gutschriften erhebliche Beträge auf ihr eigenes Konto zu transferieren. Wie dies trotz des angeblich praktizierten Vieraugenprinzips geschehen konnte, sollte von der Prüfungsfirma eruiert und den Delegierten erläutert werden.

Ausdrücklich hatte der Sonderprüfer die Delegierten darum gebeten, dass Zwischenfragen zu seinen Vortrag sofort gestellt werden und ihm so die Gelegenheit zur unmittelbaren Antwort gegeben wird.

Die Fragen erfolgten überwiegend durch die Delegierten der IUZB und der Fraktion Gesundheit.

Als immer mehr Details eines offensichtlichen Kontrollversagens der Geschäftsführung des PPI erfragt wurden, stellte der Kollege Bertram Steiner (FVDZ Landesvorstand) den Antrag, weitere Nachfragen an den Wirtschaftsprüfer erst am Ende des Vortrages zuzulassen.

Da sich einige Kolleginnen und Kollegen ihr Fragerecht auf diese Weise aber nicht nehmen lassen wollten und am Ende des Vortrages eher noch deutlicher die Unzulänglichkeit des Handelns der Geschäftsführung erfragte, zog der Kollege Karsten Geist (ebenfalls FVDZ Landesvorstand und Vorstandsmitglied der KZV Berlin) die ultimative Notbremse und stellte den Antrag auf Schluss der Debatte.

Dass er sich hierbei auf die Zustimmung der Mehrheit der Delegierten des Verbandes der Zahnärzte von Berlin und des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte verlassen konnte, überraschte niemanden wirklich.

Dass auch der Vorstand der Zahnärztekammer von seinem im Vorfeld der Versammlung, sowohl vom Vorstandsvorsitzenden Dr. Heegewaldt, als auch dem Geschäftsführer Dr. Fischdick, gegebenen Versprechen nach lückenloser Aufklärung abrücken würden, hatte sich bereits einige Tage zuvor abgezeichnet.

Mit der schriftlichen Mitteilung des Kammergeschäftsführers vom 12. Oktober 2018:

„Eine gesonderte Einsichtnahme in die Belege ist zur Zeit nicht möglich und kann nicht gewährt werden.“

wurde klargestellt, dass der Forderung nach kursbezogener Auflistung aller Belege nicht entsprochen werden würde.

Damit war die Katze aus dem Sack und es muss bezweifelt werden, dass diese Absicht überhaupt jemals ernsthaft bestanden hat.

Die jetzt in aller Hektik eingeleiteten sogenannten „Sicherungsmaßnahmen“ deuten darauf hin, dass nun mit allen Mitteln der Versuch unternommen wird, das tatsächliche Ausmaß des Skandals zu verschleiern.

Fest steht, dass die Kostenkalkulation diverser, u.a. mit öffentlichen Mitteln, finanzierter Fortbildungskurse weder von dem beauftragten Steuerbüro, noch von dem Sonderprüfer anhand von Belegen kursbezogen nachvollziehbar sind.

Fest steht auch, dass sich die Geschäftsführung schon lange Ratschlägen zur Schaffung von mehr Abrechnungstransparenz widersetzte und auf diese Weise den Betrug und den Verlust erst möglich machte.

Dass die Vorstände der Zahnärztekammer Berlin und Brandenburg weiterhin an der Geschäftsführung des PPI festhalten, lässt den schlimmen Verdacht aufkommen, dass hier von der eigenen Verantwortung bei der Kontrolle der Geschäftsführung des PPI abgelenkt werden soll.

Die IUZB verlangt lückenlose Aufklärung….

…und dass die Vorstände und Geschäftsführungen nicht das GmbH-Gesetz als Abwehrschild gegen Transparenz vor sich hertragen, dass PPI gehört schließlich der Berliner und Brandenburger Zahnärzteschaft. Denn sonst könnte eine schlimme logische Schlussfolgerung irgendwann lauten: „Das Philipp-Pfaff-Institut muss aufgelöst werden!“

Leider zahlt es sich für die Kollegenschaft jetzt wieder einmal negativ aus, dass die beiden in unseren Körperschaften machthabenden Verbände und deren willige Helfer alles daran setzen, die IUZB in der Kammer – und auch im Versorgungswerk, daran sei hier erinnert – aus allen Kontrollorganen herauszuhalten.

Warum wohl?

 

 

Gerhard Gneist

Mitglied der Delegiertenversammlung

  1. Vorsitzender Wahlliste IUZB e.V.

 

 

 

Weiterführend:

 

12 Kommentare

  • Anonymous

    Herr Gneist,

    Mal wieder ließ Ihr populistisches und die Warheit verdrehendes Statement nicht lange auf sich warten. Richtig ist, dass eine Mitarbeiterin im Pfaff mit krimineller Energie Gelder veruntreut hat, richtig ist auch, dass alle anderen Mitarbeiter einen exzellenten Job machen und eine pauschale Mitverurteilung nicht verdient haben. Mit Ihren Phrasen zerstören Sie mutwillig das Ansehen unseres Fortbildungsinstituts und deren Mitarbeiter, das nach vielen Jahren der Unterdeckung endlich zu einer profitablen und renommierten Fortbildungstätte avanciert ist.

    Der Kammerpräsident hat frühzeitig die Gesellschafter und alle Listenführer in Kenntnis gesetzt und externe Wirtschafts- und Steuerprüfungsgesellschaften mit der Prüfung beauftragt. Den Delegieirten standen die Herren auf der Kammerversammlung fast drei Stunden für Fragen zur Verfügung. Sie sind selber Schuld, wenn Sie die Zeit mit zum Teil unsinnigen Fragen verplempern, die schon längst im Vorfeld Ihnen beantwortet wurden. Dann müssen Sie damit leben, dass die Kollegen irgendwann keine Lust mehr haben Ihr ´Gegrille`mitzumachen.

    Warum haben Sie nicht gleich das Mistrauen der Geschäftsführung ausgesprochen, was nur logisch gewesen wäre ? Aber nein das trauen Sie sich nicht und verlassen lieber wie schmollende Kindergartenkinder die Versammlung und gehen beleidigt nach Hause!

    Sehr schwach!

    Hochachtungsvoll

    Ingo Rellermeier

    • Anonymous

      Der aufmerksame (Rand-)Beobachter ist eigentlich froh, dass es Menschen wie Gerhard Gneist gibt, die ihre Finger in offensichtliche Wunden legen. Hier scheint einiges im Argen zu liegen. Ein weiteres Beispiel: Ein X* betrieb in der XStraße* in Neukölln eine Zahnarztpraxis. Er kam einst aus Russland (bzw. frühere Sowjetunion), seine Ausbildung wurde in Deutschland nicht anerkannt, folglich erhielt er keine Zulassung als Zahnarzt. Daraufhin verdingte er sich als Mitarbeiter in besagter Zahnarztpraxis. Als sein Vorgänger vor ca. X* Jahren aus Altersgründen die Praxis aufgab, verkaufte er diese an seinen Mitarbeiter X*. Der betrieb die Praxis weiter in eigener Verantwortung, obwohl er keine Zulassung hatte.
      Die Zahnärztekammer störte dies offenbar nicht. Jetzt, vor einigen Wochen, mußte X* Insolvenz amelden, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Trotzdem praktiziert X* weiterhin,
      wohl bis zur Klärung der Vorwürfe. Wo bleibt hier die (angebliche) Aufsicht bzw. Selbstkontrolle?
      Man wird ja doch einmal frage dürfen, oder?
      Redaktion Hoheneck, CWH
      23.10.2018

      *Namen aus Datenschutzgründen redaktionell entfernt. / Uwe Gerber, 22.10.2018 – 16:15 Uhr

    • Alexander Klutke

      Hat der Kollege Rellermeier den Text überhaupt vollständig gelesen und verstanden? Da erscheinen Zweifel durchaus angebracht – offensichtlich hält er es eher mit Pippi Langstrumpf und macht sich seine eigene „Warheit“ – eine durchaus schwache Performance für den Vorsitzenden unseres Versorgungswerkes.

  • Anonymous

    Zahnärztekammer Berlin Landeszahnärztekammer Brandenburg

    Stellungnahme der Gesellschafter des Philipp-Pfaff-Instituts zur Meldung auf der Homepage der IUZB vom 21.10.2018 zum Betrugsvorfall im Philipp-Pfaff-Institut

    Berlin, 22.10.2018 – Die Gesellschafter des Philipp-Pfaff-Instituts, die Landeszahnärztekammer Brandenburg und die Zahnärztekammer Berlin, nehmen zur Meldung, veröffentlicht auf der Homepage und im Infobrief der IUZB vom 21.10.2018, wie folgt Stellung:

    Der Newsletter kommentiert Vorfälle in der Buchhaltung des Philipp-Pfaff-Instituts und den Umgang im Rahmen der Aufklärungsarbeit der Gesellschafter in der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin vom 18.10. 2018. Die in der Meldung getätigten Äußerungen sind in weiten Teilen nicht faktenbasiert und in der Art ihrer Darstellung tendenziell. Sie basieren auf Mutmaßungen und schädigen damit in erheblicher Weise das Ansehen des gemeinsamen Fortbildungsinstituts der Landeszahnärztekammern Brandenburg und Berlin.

    Richtig an den bisherigen Verlautbarungen ist, dass es in dem Zeitraum von 2007 bis 2018 insgesamt 131 Untreuehandlungen mit einer Veruntreuung von Geldern in einer Gesamthöhe von Euro 330.500,63 durch die ehemalige Buchhalterin gab. Auch richtig ist, dass durch die Geschäftsführung des Philipp-Pfaff-Instituts und die beiden Gesellschafter unverzüglich nach Bekanntwerden der Veruntreuungen unabhängige Wirtschaftsprüfer zur umfassenden Aufklärung des Verdachts eingesetzt wurden. Diese Ermittlungen haben den Geschäftsführer des Philipp-Pfaff-Instituts vollumfänglich vom Vorwurf einer eventuellen Involvierung entlastet und die Ordnungsgemäßheit der Geschäftsführungstätigkeit ausdrücklich bestätigt. Alle übrigen Vorwürfe gegen den Geschäftsführer des Philipp-Pfaff-Instituts und die Gesellschafter entbehren jeder Grundlage. Eine Veruntreuung öffentlicher Mittel oder deren zweckwidrige Verwendung ist entgegen der o.g. Verlautbarung zu keiner Zeit erfolgt.

    Die Gesellschafter des Philipp-Pfaff-Instituts bedauern die durch ein Höchstmaß an krimineller Energie und Raffinesse entstandenen Schäden, auch wenn diese die wirtschaftliche Situation des Philipp-Pfaff-Instituts in keiner Weise gefährden. Die Gesellschafter distanzieren sich zudem ausdrücklich von der in der o. g. Meldung enthaltenen pauschalen Verurteilung und der in der Meldung enthaltenen Verleumdung des Geschäftsführers des Philipp-Pfaff-Instituts.
    Die straf- und zivilrechtliche Aufarbeitung der Veruntreuung von Kurseinnahmen erfolgt zurzeit und wird und wurde seit Bekanntwerden der Veruntreuung durch die Gesellschafter des Philipp-Pfaff-Instituts – anders als in der Verlautbarung unterstellt – vollumfänglich und transparent unterstützt.

    Da die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen andauern, wird von einer weitergehenden Stellungnahme abgesehen.

    Zahnärztekammer Berlin Tel. (030) 34 808 0 │ Fax (030) 34 808 200
    Stallstraße 1 │ info@zaek-berlin.de
    10585 Berlin http://www.zaek-berlin.de

  • Anonymous

    „unklare Deals bei den Gleichwertigkeitsprüfungen “

    Wer führt denn in Berlin die Prüfungen durch ??

    Im Brandenburg ist es die LZKB und bei Ihnen ??

    J.Herbert

  • Anonymous

    Sehr geehrter Herr Kollege Herbert,
    auch in Brandenburg ist es nicht die Landeszahnärztekammer, die die Gleichwertigkeitsprüfung durchführt. In Ermangelung einer zahnärztlichen Fakultät in Brandenburg, ist der LZKB vom LAVG die Durchführung einer Kenntnisprüfung übertragen worden. Das ist kein ganz unwesentlicher Unterschied, den Sie bestimmt kennen.

    Wo sehen Sie eigentlich Ihre Verantwortung zur Kontrolle des Geschäftsführers des PPI? Und in wieweit haben Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen über die kriminellen Machenschaften der Buchhalterin bereits informiert. Welche finanzielle Risiken trägt die LZKB in diesem Zusammenhang? Unterscheiden sich diese eigentlich von den Risiken der Zahnärztekammer Berlin ?

    Ich freu mich immer, wenn Sie uns schreiben!

    Mit kollegialem Gruß

    H. Dohmeier-de Haan

  • Anonymous

    Hallo Herr de Haan,

    sie haben meine Frage nicht beantwortet. Da das Pfaff keine Geichwertigkeitprüfungen durchführt, muss mit den „unklare Deals bei den Gleichwertigkeitsprüfungen für geflüchtete Kolleginnen und Kollegen“ wohl die Senatsverwaltung gemeint sein . Oder ??
    Fragen Sie doch am besten da mal nach,man weiß ja nie….
    Im übrigen haben wir in Brandenburg die gleichen Informationskanäle und Zeiten wie in Berlin benutz. Sie selbst sind ja auch seit geraumer Zeit informiert , oder ?? Das mag Herr Gneist dann mit schwelen meinen. Wir haben im November Kammerversammlung und da steht das Thema auf der TO. Gefärbte Infos an die Presse zu geben wie die IUZB , liegt mir fern. Bei uns erscheint soetwas nach der Kammerversammlung im Rundschreiben.
    Dies erscheint mir angemessen.

    Mit freundlichen und kollegialen Grüßen aus Cottbus

    Jürgne Herbert

  • Anonymous

    Sehr geehrter Herr Kollege Herbert,

    gern beantworte ich Ihnen auch Ihre Frage, die Sie in den Raum gestellt und mit einer nicht ganz richtigen Behauptung verbunden hatten!
    In Berlin erfolgt die Gleichwertigkeitsprüfung zur Erlangung der Approbation duch das LAGESO. Das ist das Pendant zu dem LAVG in Brandenburg.
    Die Kenntnisprüfung (die ja nur ein Teil der Gleichwertigkeitsprüfung darstellt) findet vor einem vom LAGESO berufenen Ausschuss statt, der zur Zeit mit drei Hochschullehrern der Charite und einem niedergelassenen Zahnarzt besetzt ist.

    Ich hoffe, dass iich Sie mit meiner Antwort zufrieden stellen konnte und würde es sehr begrüßen, wenn Sie im Gegenzug auch alle von mir an Sie gerichteten Fragen beantworten würden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. H. Dohmeier -de Haan

  • Anonymous

    Hallo Herr de Haan,
    also ist mit den „unklare Deals bei den Gleichwertigkeitsprüfungen für geflüchtete Kolleginnen und Kollegen“ das LAGESO in Berlin gemeint und damit eine Senatseinrichtung. Auf jeden Fall nicht das Pfaff, da sind wir ja dann schon einen Schritt weiter.
    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihre anderen Fragen erst nach der Kammerversammlung in Brandenburg öffentlich beantworten werde.

    Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

    Jürgen Herbert

    • Anonymous

      Als „Weiterführend“ liegt doch ein Link auf Anfrage(n) im Abgeordnetenhaus, dort sind allgemein alle Beteiligten im Fokus. Offensichtlich bestehen Unklarheiten, welche über die Selbstverwaltung (siehe z. B. wohl die genannte verweigerte Belegeinsicht) bisher nicht geklärt werden konnten. Was wiederum peinlich für die Selbstverwaltung ist – und angesichts der Gesamtumstände verwundert.

  • Anonymous

    Sehr geehrter Herr Kollege Herbert,

    Nach dem Motto: „Haltet den Dieb!“ wollen Sie den falschen Eindruck erwecken, als wüssten Sie nicht, was mit den „Deals bei der Gleichwertigkeitsprüfung“ angesprochen wird.
    Auch Sie werden nicht darum herumkommen den Kolleginnen und Kollegen in Brandenburg zu erläutern, mit welchen Einnahmen, bei welchen Kosten und mit welchen Geschäftspartnern das PPI an dem „Verfahren zur Erlangung der Approbation für Zahnärzte aus Drittstaaten“ beteiligt war.
    Ganz sicher werden Sie darstellen, dass trotz der verschwundenen 330000 Euro die Geschäftsführung des PPI (unter der aufmerksamen Führung ihrer Gesellschafter?) einen hervorragend Job gemacht hat! Es sollte mich wundern, wenn es anders läuft!

    Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

    H. Dohmeier-de Haan

  • Anonymous

    Dass ist wohl so wie bei Forrest Gump mit den Shrimps. Auch Deals gibt es in allen Variationen: Gute Deals, Schlechte Deals, Prima Deals, Faule Deals, Super Deals, Scheiß Deals, Schnäppchen Deals, Seltene Deals, Offene Deals, Versteckte Deals und dann eben Unklare Deals. Ach ja, bei Amazon gibt es jeden Tag neue Deals! *lol*

    Aber Scherz beiseite, nach Weiterführend scheint es doch Unklarheiten zu geben, weil es keine saubere statistische Erfassung gibt. Aber offensichtlich scheint ein Missverhältnis zwischen der Anzahl der Anzahl der Personen, die den Vorbereitungskurs absolvieren, den erteilten vorübergehenden Berufszulassungen und den erteilten Approbationen auf Grund einer Gleichwertigkeitsprüfung zu geben.

    Es ist also sinnvoll da mal nachzufragen, ob die öffentlichen Gelder (Bildungsgutscheine) vernünftig investiert oder sinnlos verbrannt werden. Auch OK ist danach zu fragen, wie viel Geld denn hier eigentlich in die Vorbereitungskurse fließt, wie viel der eigentliche Anbieter und wie viel das Pfaff erhält und ob das für das Pfaff die Kosten deckt oder ein Gewinn erwirtschaftet wird.

    Für den Berliner Verband scheinen die Dinge klar, in einem Artikel im Verbandsblatt wird transportiert, dass schon allein der Begriff „Gleichwertigkeit“ unglücklich sei und hohe Durchfallquoten werden als wohl weiter unvermeidlich dargestellt. Dann wird noch ein Aufbaustudium erwähnt (also eine weitere Einnahmequelle). Aber ist das wirklich so einfach?