Knapp 1000 Euro Zwangsbeitrag für Berliner Zahnärzte

Dieser Kammervorstand kommt die Berliner Zahnärzte teuer zu stehen: Als niedergelassene oder leitend tätige Zahnärzte mit jährlich 996 Euro Beitrag. Einfache angestellte Zahnärzte kommen mit jährlich 756 Euro Beitrag nur wenig besser weg. Die 50-prozentige Beitragserhöhung trifft alle tätigen Zahnärzte. So sollen die ausufernden Wünsche dieses Vorstandes finanziert werden. In quasi letzter Minute konnte nur verhindert werden, dass auch noch die Rentner für diesen Vorstand in Zukunft zahlen dürfen. Dafür trifft es alle anderen umso mehr.

Finanzdesaster und Erhöhung der Vorstandsbezüge

Es ist schon eine besondere Leistung, wie dieser Vorstand in den letzten Jahren den Haushalt der Berliner Zahnärztekammer ins Minus getrieben hat. Trotz steigender Zahl Berliner Zahnärzte und steigender Beitragseinnahmen nimmt der Verlust stetig zu.

Nicht zu vergessen ist auch die Erhöhung der „Aufwandsentschädigung“ für den Vorstand um bis zu 20 Prozent im letzten Jahr – eine besondere Dreistigkeit bei dem sich bereits abzeichnenden Finanzdesaster. Die Forderung aus der IUZB, wenigstens auf diese eigene Erhöhung der Bezüge angesichts der Belastung der Berliner Kollegen freiwillig zu verzichten, wurde – erwartungsgemäß – ignoriert.

Expansion zu Lasten der Berliner Zahnärzte

Stattdessen giert dieser Vorstand danach, durch weitere „Service-Leistungen“ die Berliner Zahnärzte zu beglücken. Es spielt dabei anscheinend keine Rolle, dass diese Leistungen entweder durch die öffentliche Hand oder private Dritte am Markt erbracht werden. Dafür sollen weitere neue Stellen in der Kammer geschaffen werden. Somit verschärft sich die räumliche Situation der Zahnärztekammer weiter.

Vermutlich liegt hier auch der wahre Grund für diese 50-prozentige Erhöhung der Zwangsbeiträge. Erst wurde der Kammerhaushalt bis an die Wand gefahren. Und nun soll in kürzester Zeit die gesetzliche vorgegebene Reserve wieder aufgebaut werden. Glaube bitte niemand, dass danach der Beitrag wieder gesenkt werden würde.

Vermutlich wird diese Über-Erhöhung der Beiträge dann für den Umzug in ein neues „Zahnärzte-Haus“ gebraucht. Und falls die über-erhöhten Beiträge dann nicht völlig aufgezehrt sind, wird dieser Vorstand sich dann für sein exzellentes Wirtschaften feiern lassen wollen.

Wahlen 2020

Bedanken können sich die Berliner Zahnärzte für diesen tiefen Griff in die Tasche beim Berliner Verband, beim Freien Verband und der KFO-Liste. Oder sollte dies bis zu den nächsten Kammerwahlen im Jahr 2020 vergessen sein?

Eins ist sicher: Mit uns, der IUZB, wäre es zu einer solchen maßlosen Erhöhung nicht gekommen.

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Dr. Andreas Hessberger

ist unter anderem:
– Mitglied der Delegiertenversammlung der ZÄK Berlin
– Mitglied der Vertreterversammlung der KZV Berlin

 

 

Weitere Artikel von Herrn Dr. Andreas Hessberger:

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  • Comeback eines Krisen-Managers – lesen
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Ein Kommentar

  • Dr. Angela Rudhart

    Ist eine 50% ige  Erhöhung überhaupt zulässig? Wenn ich bedenke wie wenig Feedback ich von der Kammer bei Fragen , sei es Datenschutz oder Telematik, bekomme, und ich bessere Auskunft bei anderen Kammern erhalte, z.b. Bayern oder BW.