Comeback eines Krisen-Managers

Unvergessen ist die dramatische Abwertung der Rentenansprüche aller Berliner Zahnärzte im Versorgungswerk vor gut zehn Jahren. Verursacht wurde diese notwendige Entwertung der Rentenansprüche durch Fehlentscheidungen und Fehlspekulationen der damals im Berliner Versorgungswerk verantwortlichen Zahnärzte. Ein Name ist mit dieser Krise vorrangig verbunden:
Dr. Peter E. Gutsche.

Jetzt ist er zurück in verantwortlicher Stelle im Versorgungswerk. Gewählt von seinem Berliner Verband, dem Freien Verband und ihren Verbündeten. Aber warum eigentlich? Ist die Personaldecke der beiden Altverbände so dünn, dass es keine andere Möglichkeit gab?

Alternativen hätte es gegeben: Wir als IUZB hatten mit Dr. Lutz-Stephan Weiß (MaHM) einen bestens qualifizierten Kollegen nominiert, der mit seinem juristischen und wirtschaftlichen Background die Vertreterversammlung des Versorgungswerkes der letzten Jahre mit geprägt hat.

Was muss im Versorgungswerk alles im Argen liegen, dass der Einblick durch erfahrene, aber unbelastete Kollegen derart blockiert wird?

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Dr. Andreas Hessberger

ist unter anderem:
– Mitglied der Delegiertenversammlung der ZÄK Berlin
– Mitglied der Vertreterversammlung der KZV Berlin

 

 

Weitere Artikel von Dr. Andreas Hessberger:

  • Organisationspleite Kammerwahl 2016 – lesen
  • Die 700.000-Euro-Rente – lesen
  • Die KZV als Beute – lesen

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6 Kommentare

  • Dr. Christian Bolstorff

    Eine gute Opposition zeichnet sich durch möglichst objektive Sacharbeit aus. Das ist hier völlig aus dem Ruder gelaufen. Nicht die Renten, die Anwartschaften wurden vor ca 15 Jahren gekürzt. Ursache war ganz sicher nicht der Kollege Dr. Peter Gutsche, es waren mehrere Faktoren, u.a. der Aktienmarkt. Fast alle Versicherungen, Rentenfonds, Pensionskassen und Versorgungswerke hatten das Problem. Der Rücktritt des Kollegen Gutsche aus dem Verwaltungsrat hatte sehr persönliche Gründe, ganz sicher aber nicht die Pleite am Aktienmarkt. Ich bin seit vielen Jahren nicht mehr Mitglied des Verbandes der Zahnärzte von Berlin, dennoch verteidige ich einen Kollegen, nicht wiel er dort Mitglied ist sondern weil er in dieser Angelegenheit keine Schuld auf sich geladen hat. Gehen wir doch bitte im Sinne der Kollegialität sehr sensibel mit den Fakten um..

    Christian Bolstorff

  • Dr. H. Dohmeier-de Haan

    Lieber Herr Kollege Bolstorff,

    objektiv hat der Kollege Hessberger nicht von einer Kürzung der Renten gesprochen. Mit seiner Formulierung "Abwertung der Rentenansprüche" hat er sinngleich das formuliert, was Sie als "Anwartschaften" bezeichnen. 

    Wenn es zutrifft, dass der Grund für den damalige Rücktritt des Kollegen Gutsche aus dem "Verwaltungsrat" ( Verwaltungsausschuss)  "sehr persönliche Gründe" hatte, so ändert dies dennoch nichts daran, dass die Entwertung der Rentenansprüche zu einem Zeitpunkt erfolgte, als  der Kollegen Gutsche für die Anlagepolitik im Versorgungswerk an prominenter Stelle Verantwortung trug. In den Protokollen und Erklärungen jener Zeit ist dies ausführlich dokumentiert und jederzeit nachlesbar. Nicht nachlesbar ist, dass er sich zu dieser Verantwortung bekannt hat.

    Die Weigerung Verantwortung anzuerkennen, verhindert einen Lernprozess. Darum ist zu befürchten, dass sich Dinge wiederholen, die dann wieder alle Kolleginnen und Kollegen "auszubaden" hätten.  Darauf hinzuweisen, davor zu warnen und Alternativen anzubieten ist die Aufgabe der Opposition. Wir wären wirklich schlecht, wenn wir das nicht täten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr

    H. Dohmeier-de Haan

     

     

  • Alexander Klutke

    Lieber Kollege Bolstorff,

    es erscheint mir durchaus ehrenwert, dass Sie sich jetzt vor den Kollegen Gutsche stellen, jedoch sollte zu Ihren Ausführungen nicht übersehen werden, dass Sie zum fraglichen Zeitpunkt als ausfsichtsführender Kammerpräsident an vorderster Stelle in der Verantwortung standen – dokumentiert insbesondere im Protokoll der DV vom 20.02.2002.

    Mit kollegialen Grüßen

    Alexander Klutke

     

  • Dr. Christian Bolstorff

    Ja, lieber Herr Klutke, ich hatte die Aufsicht und gerade deswegen erlaube ich mir das Urteil , dass der Kollege P. Gutsche keine Schuld auf sich geladen hat. Ich wünsche keinem Kollegen,

    dass er in der Verantwortung steht und dennoch keinen Einfluß auf das Geschehen hat. Das war die schwärzeste Stunde meiner Amtszeit!

    Jeder soll für sich entscheiden, ob das ausreicht, die Persönlichkeit eines Kollegen in Frage zu stellen. Aus meiner heutigen Sicht bleibt bei unseren beruflichen Auseinandersetzungen

    zu oft die Kollegialität auf der Strecke.

    Die gemeinsame Arbeit im Berliner Hilfswerk Zahnmedizin ist ein idealer Übungsort , um über alle Gruppeninteressen hinweg zueinander zu finden!

    Es grüßt kollegial Christian Bolstorff

  • Rolf Adam

    Interessant wäre in diesem Zusammenhang, zu hören, ob es dem Versorgungswerk inzwischen so viel besser geht, daß die damalige Abwertung mit Hilfe des Kollegen

    Dr. E. Gutsche wieder rückgängig gemacht werden kann.

  • Ralph Borghard

    Sehr geehrter Herr Dr. Bolstorff,

    Ihre Kollegialität hätte der Zahnärzteschaft insgesamt gelten müssen, nicht einem einzelnen Amateurspekulanten. Stattdessen haben Sie und der klägliche Rest der ahnungs- und willenlosen "Eliten" die Zahnärzte mit der  Anwartschaftsabsenkung zu Sündenböcken gemacht. Sie waren wenigstens so ehrlich, indem Sie vor der DV Ihre Ahnungslosigkeit das VZB betreffend zugestanden haben, nur die richtigen und notwendigen Schlüsse daraus haben Sie nicht gezogen.  Zu diesen Eliten gehörte u.a. Herr L., der, festgehalten im entsprechenden DV Protokoll, als Geschäftsführer „schalten und walten konnte wie er wollte" und dabei Schaden für die Zahnärzteschaft anrichten konnte. Versüßt wurde seine Entlassung mit einem beitragslosen Pensionsversprechen in einer Höhe, die ein  beitragspflichtiges Zwangsmitglied niemals erreichen kann. Zusätzlich wurde ihm  die Lebensversicherung, die die Kammer für ihn zur Deckung seiner Pensionsansprüche abgeschlossen  und aus den Zwangsbeiträgen der Kammermitglieder bedient hat, zur freien Verfügung übergeben. Die Rente wird aus dem Vermögen des VZB (und der Kammer?) inzwischen seit einigen  Jahren gezahlt.  Überdenken Sie bitte Ihre Heuchelei mit der Kollegialität.  Die schwärzeste Stunde mussten die Zahnärzte erleben. Wie sah Ihre schwärzeste Stunde aus?  Sagen Sie es mir.

    mit freundlichem Gruß R. Borghard 

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