Dr. Karsten Heegewaldt ist neuer Präsident der Zahnärztekammer Berlin – Aufwandsentschädigungen für den Vorstand gegen die Stimmen der Opposition erhöht

Die Delegierten der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin (ZÄK Berlin) haben gestern Abend Herr Dr. Karsten Heegewaldt (VdZvB) zum neuen Präsidenten der ZÄK Berlin gewählt. Herr Dr. Heegewaldt löst damit Dr. Wolfgang Schmiedel ab, der nach 13 Jahren als Präsident nicht erneut kandidierte. Als Vizepräsident wurde Herr Dr. Michael Dreyer (FVDZ) bestätigt.

„Meine Wahl zum Präsidenten ist für mich Ansporn und Herausforderung zugleich“, so Dr. Heegewaldt. „Ich freue mich, dass ich mich zukünftig insbesondere für unseren Berufsstand im Sinne gelebter Kollegialität und für eine starke Selbstverwaltung einsetzen kann. Hierbei weiß ich mich unterstützt durch einen kompetenten und erfahrenen Vorstand sowie durch die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zahnärztekammer Berlin.“

Als Gegenkandidat für das Amt des Präsidenten trat seitens der Oppositionswahllisten Herr Dr. Lutz-Stephan Weiß (IUZB) und als Gegenkandidatin für das Amt als Vizepräsidentin Frau Dr. Celina Schätze (DAZ) an. Beide unterlagen aufgrund der Mehrheitsverhältnisse mit achtbaren 16 bzw. 14 Stimmen leider erwartungsgemäß.

Neu im Vorstand ist Frau Dr. Jana Lo Scalzo (FVDZ). Frau Zahnärztin Juliane von Hoyningen-Huene (FVDZ), sowie die drei VdZvB-Mitglieder Herr Dr. Detlef Förster, Herr Dr. Helmut Kesler und Herr Dr. Dietmar Kuhn wurden als Vorstandsmitglieder wiedergewählt.

Die Delegiertenversammlung fasste auf Antrag des Verbandes der Zahnärzte von Berlin außerdem den Beschluss, die Aufwandsentschädigungen für den Vorstand zu erhöhen, so zum Beispiel für das Amt des Kammerpräsidenten von 4.100,00 € um 400,00 € auf 4.500,00 €/Monat. Hinzu kommen bei unveränderter Berechnungsgrundlage noch Sitzungsgelder. Für den Antrag stimmten 26 Delegierte, dagegen votierten 14 Delegierte, darunter die Delegierten der IUZB.

Abschließend erfolgte noch die Entsendungswahl für die Mitglieder der sich voraussichtlich am 13. Mai 2017 neu konstituierenden Vertreterversammlung des Versorgungswerkes der Zahnärztekammer Berlin.

 

3 Kommentare

  • Das scheint ja immer die erste Amtshandlung eines Präsidenten zu sein, Aufwandsentschädigung erhöhen.

  • Dr. Förster

    Da sind Sie, sehr geehrte Frau Kollegin, sehr schlecht informiert. Die Aufwandsentschädigung wird von der Delegiertenversammlung noch vor der Wahl des Vorstandes beschlossen.

  • Alexander Klutke

    Verehrter Kollege Förster, nach den im Vorfeld dieser Wahl getroffenen Absprachen Ihrer Verbandsamigos bezüglich der zu wählenden Personen und Erhöhung der Aufwandsentschädigungen ist diese, Ihre Antwort, doch nur ein Feigenblatt für die Legitimation auf einen weiter erhöhten Zugriff auf die von den Mitgliedern der Kammer erbrachten Beiträge.
    Es wird in diesem Zusammenhang keine Überraschung darstellen, wenn dieser Vorstand in nächster Zukunft den Antrag stellt unsere Kammerbeiträge zu erhöhen.