IUZB fordert Dr. Marius Radtke zum Rücktritt von allen Ämtern in den zahnärztlichen Körperschaften wegen seines Engagements als Sprecher der AfD im Bezirk Lichtenberg auf

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Brief an den Vorsitzenden der Vertreterversammlung der KZV Berlin vom 22.03.2016

Brief an die Vertreterversammlung der KZV Berlin vom 16.03.2016

 

20 Kommentare

  • Alexander Klutke

    Durch diese Vita wird das Verhalten des Kollegen Radtke als Vorsitzender der Vertreterversammlung bei Diskussionen sehr viel besser verständlich.

  • Dr. H. Dohmeier

    Allerdings ist davon auszugehen, dass profane Erwägungen des Kollegen Radtke dazu führen werden,  dass er  auf die Ausübung dieser Ämter nicht freiwillig verzichtet

  • Jan-G. Frenzel

    Jeder hat das Recht, in einer zugelassenen Partei Mitglied zu sein. Auch der Vorsitzende eines Kleingartenvereins.

    Es sei denn, diese Tatsache würde nachgewiesenermaßen das Wachstum der Geranien beeinträchtigen.

  • U. Jahn

    Sehr geehrter Herr Frenzel,
    es gibt keine „zugelassenen“ Parteien, wer sollte sie zulassen? Es gibt nur das Parteiverbotsverfahren. Und mit dem Argument, sie sei nicht verboten, agiert die NPD – noch und schon – seit Jahren.
    Man wird also selbst zu beurteilen haben, ob und wie ein Parteifunktionär mit dieser nach außen offensiv dargestellten Gesinnung als Funktionär und Sprecher für alle Mitglieder einer öffentlich-rechtlichen Selbstverwaltungskörperschaft auftreten sollte. Und dafür ist ein AfD-Funktionär untauglich, wie auch ein NPD-Funktionär.
    Das Mitglied eines Kleingartenvereins ist freiwillig dabei, ein Kassenzahnarzt hat derzeit in Berlin keine andere Wahl, als sich von einem derartigen Parteifunktionär auch noch als Vorsitzender der Vertreterversammlung vertreten zu sehen. Unangenehm …

  • Sabahi

    Sehr gut formuliert, danke. Solche Menschen haben im medizinischen Bereich nichts zu suchen!

  • Uwe Gerber

    @ Sabahi

    Vielen Dank für Ihre Kommentierung.

    Damit jedoch keine Missverständnisse aufkommen, es geht in der Rücktrittsforderung nicht einmal entfernt um die Frage, ob Herr Dr. Radtke im medizinischen Bereich tätig ist oder sich im berufspolitischen oder im allgemeinpolitischen Bereich engagiert.

    Es geht auschließlich um die Frage der Unvereinbarkeit des politischen Amtes als Vorsitzender der AfD im Bezirk Lichtenberg mit dem Amt als Vorsitzender der Vertreterversammlung der KZV Berlin und dem Amt als Mitglied im Aufsichtsauschuss des Versorgungswerkes der Zahnärztekammer Berlin.

    Der Vorstand der IUZB kam zu dem Ergebnis, dass hier eine Unvereinbarkeit vorliegt und hat sich entsprechend öffentlich positioniert.

    Uwe Gerber
    Redaktion IUZB.net

  • ernst leimeister

    sind irgendeinem kollegen oder einer kollegin bei dr. radtke, während er sein amt als vorsitzender der vertreterversammlung ausübte, mit der ethischen grundauffassung der zahnärzteschaft in widerspruch stehende demokratiefeindliche tendenzen, gedanken oder worte zu ohren oder sonstwie zur kenntnis gekommen? das wäre ein grund einen rücktritt zu fordern. allein die tatsache, dass er in zwei verschiedenen voneinander unabhängigen institutionen den vorsitz inne hat und im aufsichtsausschuss des versorgungswerks mitglied ist, begründet nach welchem passus der berufsordnung die rücktrittsforderung?  wäre er kreisverbandsvorsitzender der cdu würde doch keiner drüber reden, herr gerber. die unvereinbarkeit der drei ämter wird von wem mit welcher begründung festgestellt?

  • Dr. Hörner

    Ich dachte ich lebe in einer Demokratie!!?? Dr. Radtke gehört keiner verbotenen Partei an.

    Außerdem was hat die Zahnheilkunde mit der politischen Gesinnung zu tun. Wir sind in erster Linie Zahnärzte und da sollte es jedem selbst überlassen sein, welche Meinung er vertritt.

  • Sehr geehrte Frau Kollegin Hörner, sehr geehrter Herr Kollege Leimeister,

    für Ihre Stellungnahmen auf unserer Internetseite bedanke ich mich sehr. Bitte erlauben Sie mir dazu folgenden Hinweis:

    Als Sprecher der AFD im Bezirk Lichtenberg ist Herr Dr. Radtke kein einfaches Mitglied seiner Partei. Als ihr Sprecher ist er ein bewusster Repräsentant einer Bewegung, in der zum Beispiel eine Frau Beatrix von Storch der Bundeskanzlerin allen Ernstes nahelegt, „das „Land zu verlassen. Aus Sicherheitsgründen“.

    Herr Dr. Radtke gehört auch zu den Unterzeichnern der vom thüringischen AfD-Vorsitzende Björn Höcke initiierten Erfurter Resolution. Laut Höcke wird Deutschland „von Idioten regiert“, weshalb er die Forderung aufstellte, dass Frau Merkel „in der Zwangsjacke aus dem Bundeskanzleramt abgeführt werden“ müsse.

    Vielleicht stellen Sie dem Kollegen Radtke einmal die Frage, wie sich die unverhohlene Drohung seiner Berliner AfD-Landesvorsitzenden und seine Unterstützung des thüringischen AfD-Vorsitzenden mit seiner ethischen Grundauffassung als Bürger und oberster Repräsentant der Berliner Kassenzahnärzte vertragen.

    Zur Beantwortung Ihrer wohl eher rhetorischen Frage auf welchen Passus der Berliner Berufsordnung sich eine Rücktrittsforderung an den Kollegen Radtke begründet, bitte ich Sie noch einmal nachzulesen, worauf Sie und ich und auch der Kollege Radtke uns verpflichtet haben.

    In dem der Berufsordnung vorangestellten Gelöbnis heißt es  klar und unmissverständlich:

    „Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Beruf gelobe ich feierlich: 

    – Ich werde mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit stellen.(…)

    – Ich werde meinen Beruf nach bestem Gewissen und mit Würde ausüben.(…)  

    – Ich werde mich bei der Erfüllung meiner ärztlichen Pflichten meiner Patientin oder meinem Patienten gegenüber nicht durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Glaube, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung, soziale Stellung oder durch andere Faktoren beeinflussen lassen. 

    – Ich werde den höchsten Respekt vor menschlichem Leben wahren. 

    – Ich werde, selbst unter Bedrohung, meine medizinische Kenntnisse nicht zur Verletzung von  Menschenrechten und bürgerlichen Freiheiten anwenden.  

    Ich gelobe dies feierlich, aus freien Stücken und bei meiner Ehre.“

    Ich bin nicht der Auffassung, dass es dem Kollegen Radtke gestattet werden kann, diese grundsätzlichen Prinzipien abends zusammen mit seinem weißen Kittel an den Nagel zu hängen, um seine Stimme dann denjenigen zu leihen, die mit ihren rassistischen, fremdenfeindlichen Parolen  gezielt Ängste und Neid schüren.

    Als Bürger und Zahnarzt möchte ich von Herrn Dr. Radtke in der Öffentlichkeit nicht repräsentiert werden. Ich hoffe auf Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. H. Dohmeier-de Haan

     

  • ernst leimeister

    hallo herr dohmeier-de haan, nicht eine frau von storch oder herr höcke sind das thema. mit den beiden haben sie sich ja wirklich aus der mottenkiste bedient.  die unterstellung, herr dr. radtke zöge mit seinem kittel menschlichkeit, würde und respekt gegenüber anderen aus, finde ich persönlich völlig unangebracht und unangemessen. haben sie die erfurter resolution gelesen? das wäre schon angebracht gewesen. dass sie nicht von herrn dr.radtke repräsentiert werden wollen ist ihr gutes recht. aber um sie geht es gar nicht. deshalb wurde er in einem demokratischen verfahren offensichtlich mit mehrheit gewählt.

    da hoffe ich auf ihre einsicht.

    ernst leimeister

     

  • Matthias

    Nachdem ich diese Diskussion gelesen habe, möchte ich auch aus Patientensicht gerne etwas loswerden. Es sollte selbsverständlich so sein, dass die private politische Meinung eines Arztes nicht mit seiner beruflichen Tätigkeit vermischt werden darf. Im Falle von Herrn Dr.Radke, ist dies aus eigener Erfahrung leider nicht der Fall, da in seinem Wartezimmer mehrer Ausgaben der rechtslastigen Zeitung "junge Freiheit" auslagen, die laut Aufkleber von ihm abboniert waren. Das Auslegen rechtspopulistischer Zeitungen in einem ärztlichem Wartezimmer ist meines Erachtens schon das Überschreiten der Grenze zwischen Behandlung und politischer Meinungsbildung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Matthias

  • Karsten Woldeit

    Man zitiert hier u.a. aus einer Gelöbnisformel:

    Ich werde, selbst unter Bedrohung, meine medizinische Kenntnisse nicht zur Verletzung von  Menschenrechten und bürgerlichen Freiheiten anwenden.  

    Und Herr Dr. Radtke steht genau für diese Grundsätze ein! U.a. wird er bedroht und das lediglich aufgrund des Umstandes, sich in einer Partei zu engagieren, die fest auf dem Boden der FDGO steht und nebenbei drittstärkste Politische Kraft unseres Landes ist. Denken Sie mal bitte kurz darüber nach, zu welchen Zeiten von wem Menschen denunziert, mit Berufs-und Ständeverboten belegt und persönlich angegriffen wurden!!! 

  • Daniel Peled

     

    Hexenjagt in 2016. Man muss die AfD ja nicht unbedingt mögen, aber diese öffentliche Anfeindungen erinnern mich, an den Metternich-Staat oder wie zu Zeiten der Inquisition. Man kann doch eine politisch Haltung nicht mit der Fachkompetenz vermischen. Sind wir sonst bald wieder da, wo der "Radikalenerlass" Menschen jedes Berufes beraubte und damit die Existenz. Ist das Demokratie?Fazit, Parteien werden von Wählern dieses Landes demokratisch gewählt und geben somit auch prozentual den Willen des Volkes wieder. Ob das einen nun passt oder nicht. So ist Demokratie. Und unsere Volksvertreter werden gewählt um diesen Willen durchzusetzen, dafür sind sie da und nicht um gegen das Volk zu arbeiten. Dafür leisten sie ihren Eid.

  • @ Herrn Peled

    Zum Wesen der Demokratie gehört es, dass eine Fraktion in einem Parlament, sei es der Bundestag, das Abgeordnetenhaus oder, wie hier, eine Vertreterversammlung, einen Amtsträger auffordern darf ein (repräsentatives) Amt niederzulegen, wenn diese Fraktion der Meinung ist, dass zum Beispiel eine Unvereinbarkeit von Ämtern vorliegt. Kommt eine Fraktion zu diesem Ergebnis, so ist es sogar nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht dies zu fordern.

    Eine Rücktrittsforderung ist in der parlamentarischen Demokratie etwas völlig normales. Weitere parlamentarische Mittel sind zum Beispiel eine Debatte und ein formaler Abwahlantrag.

    Der derzeitige Vorsitzende der Vertreterversammlung der KZV war bei der KZV-Wahl 2010 Listenkandidat (Platz 8.) des FVDZ. Bei der jetzt vom 31. Mai – 14. Juni 2016 stattfindenden Wahl zur Vertreterversammlung der KZV Berlin kandidiert er nicht mehr. Von daher wird seine Amtszeit enden, wenn sich die neu gewählte Vertreterversammlung konstituiert hat.

  • Anonymous

    Wegen einer politischen Haltung benachteiligt werden..pfui!

  • claudio franke

    Die Gesinnungsdiktatur linksradikaler Krimineller nimmt immer groteskere Züge an. Ihr selbsternannten "Demokraten" seid keine demokraten, sondern Hetzer und Meinungsfaschisten. Schämt Euch in grund und Boden. Schade, dass ich nicht in Berlin wohne, sonst wäre ich ab sofort Patient bei Dr. Radtke, Ihr feigen Ratten.

  • Ode an die Freiheit

    Werde ich als AFD-Wähler denn jetzt in manchen Berliner Zahnarztpraxen  Berlin nicht mehr behandelt?
    Würden denn auch solche Forderungen gestellt werden, wenn er Sprecher bei der alten Stasi-Truppe oder der MLPD wäre?

    Statt "Kauft nicht beim Juden" heisst es heute : "Lass deine Zähne nicht beim AFD`ler machen" ?

    Manche Zahnärzte haben wohl in ihrem Leben zuviel in Quecksilberdämfen gestanden. Soll auf das Denkvermögen schlagen.

    @Sabahi: " Solche Menschen haben im med. Bereich nichts zu suchen"
    Es kommen ja genügend Fachkräfte ins Land. Vielleicht ist auch ein Zahnarzt dabei. Irgendwo.

  • Mollemann

    erinnert mich an vergangene Zeiten….keine Meinungsfreiheit….eine Partei gewählt….und alle haben sich geduckt und funktioniert. Und wer das nicht tat naja…wissen wir ja alle was dann passierte. Mal sehen wie weit wir ins Mittelalter zurückgehen…da hat der Barbier auf dem Marktplatz Zähne behandelt.

  • Babak Sabahi

    @Ode an die Freiheit

    Jetzt vergleichen Sie die Forderungen der IUZB mit Judenverfolgung im dritten Reich? Kann es sein, dass Sie mehr als nur Quecksilberdämpfe inhaliert haben?? Jeder kann seine Zähne dort machen, wo er es für richtig hällt. Hierbei geht es auch nicht um die Einschränkung der Meinungsfreiheit! Selbstverständlich kann jeder auch Mitglied der AfD sein (selig sind geistig Armen). Hier geht darum, dass die Ämter von Herrn Radtke nicht vereinbar sind mit seiner Mitgliedschaft in der AfD. Diese Partei ist nicht nur islamfeindlich,sie ist ein Feind unserer Demokratie. Vielleicht sollten Sie neutrale Geschichtsbücher lesen und gucken, was solche Parteien anrichten können, bevor Sie so etwas hier Posten.

  • A rankin

    You disgusting Marxist liberals,  freedom of association and freedom of speech mean anything to the German people? Your disgusting attempt to vilify and slander a man because of his thoughts is criminal.